Kakuta wurde im Iran Christ – Einst Wunderkind des französischen Fussballs

Gaël Kakuta an der UEFA-U19-Europameisterschaft
Instagram / @gaelromeokakuta
Gaël Kakuta an der UEFA-U19-Europameisterschaft
Der ehemalige Spieler von RC Lens und Chelsea, Gaël Kakuta, fand – nachdem er alles verloren hatte – zu Jesus. Und dies im Iran! Zuvor hatte er eigentlich gar nicht in die iranische Liga wechseln wollen...
14.10.2025
3 min

Der sehr talentierte junge französische Fussballspieler Gaël Kakuta wechselte bereits im Alter von 16 Jahren nach England zu Chelsea. Doch nach einer von Höhen und Tiefen geprägten Karriere fand er fernab des Rampenlichts, im Iran, inneren Frieden und begegnete dort Jesus Christus.

Obwohl seine Mutter ihn schon früh mit dem christlichen Glauben vertraut gemacht hatte, sagt der ehemalige Spieler von RC Lens, dass er nie wirklich selbst nach Gott gesucht habe. Mit 34 Jahren geriet er in eine Phase tiefster Verzweiflung: Er verlor seine Mutter, liess sich scheiden, kämpfte mit finanziellen Schwierigkeiten wegen der französischen Steuerbehörden – und überlegte ernsthaft, mit dem Fussball aufzuhören.

Eine unerwartete Begegnung im Iran

Da erreicht ihn ein überraschendes Angebot: ein Vertrag im Iran – einem Land, das zu den restriktivsten gegenüber Christen zählt. Zunächst zögert Kakuta, doch etwas in ihm drängt ihn, das Angebot anzunehmen.

«Bis zur letzten Minute wollte ich nicht hin. Aber irgendetwas hat mich dazu gedrängt. Es war wirklich der Heilige Geist, der mich dorthin geschickt hat», sagte er kürzlich gegenüber «RMC Sport».

Vor Ort, abgeschieden und ohne Ablenkungen, steht er schliesslich sich selbst gegenüber. In dieser Einsamkeit öffnet er die Bibel, die ihm seine Mutter hinterlassen hat. «Sie hat immer gesagt: ‘Ich bin nicht allein, ich bin mit Jesus.’ Und heute, durch Gottes Gnade, bin ich derjenige, der das sagt.»

«Ich sah mein Leben an mir vorüberziehen»

Nach und nach verändert die Lektüre der Evangelien sein Herz. «Ich sah mein ganzes Leben an mir vorüberziehen. Ich habe mein Leben Jesus übergeben. Als ich im Januar zurückkam, liess ich mich taufen.» Jesus sei sein ganzes Leben.

Der Journalist von RMC Sport weist auf den Widerspruch hin, dass seine Bekehrung ausgerechnet in einem muslimischen Land geschah. Kakuta antwortet schlicht: «Der Heilige Geist, Jesus – er ist überall.»

Heute spielt Kakuta bei Sakaryaspor in der Türkei. Der einstige «Black Zidane» und als «das beste Talent seiner Generation» beschriebene Spieler beschreibt seinen Glauben als neuen Lebensstil. Sein tägliches Gebet lautet: «Erfülle mich, übernimm die Kontrolle, zerbrich mein Ego, zerstöre meinen Stolz und gib mir die Kraft, demütig zu bleiben – so wie du es warst.»

Sein ehemaliger Mitspieler aus den französischen Nachwuchsteams, David Alcibiade, teilt seine Freude darüber, «dass Gaël die ausgestreckte Hand Jesu Christi ergriffen hat, als er in Depressionen steckte und sich allein und verlassen fühlte».

Ein radikal verändertes Leben

Lange Zeit äusserte sich Kakuta kritisch über die Fussballwelt, die er als heuchlerisch und oberflächlich bezeichnet. Er beschreibt dieses Umfeld als hart: «Im Fussball darfst du nicht nett sein. Du musst die Zähne zeigen. Am Ende wirst du selbst zum Monster.»

Heute jedoch wählt er den Weg des Lichts; überzeugt, dass sein Glaube ihm hilft, echt zu bleiben, selbst in diesem schwierigen Umfeld. In einer Welt, in der Leistung alles zu sein scheint, erinnert er daran, dass es noch einen anderen Sieg gibt: den des wiedergefundenen Glaubens an Jesus Christus.

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
Sophia im Studio

Ihr war alles egal – bis ihre Welt zusammenbrach und plötzlich Friede kam

Eigentlich war Sophia mit dem Grundgefühl durchs Leben gegangen, dass alles egal sei. Doch als sie mit 18 Jahren ungeplant schwanger wurde, brach dieses Gefühl plötzlich auf. Sie war verzweifelt und hilflos – und zugleich fühlte sich dieser Moment so real an wie lange nichts mehr. Zum ersten Mal ...
Story
privat-rene-schoop

René Schoop – Von der Krise in die Selbstständigkeit

René Schoop ist ein Machertyp. Er ist 69 Jahre alt und gelernter Maler. Mit 40 Jahren hatte er eigentlich alles erreicht, was er wollte: einen guten Job, eine tolle Familie mit drei Kindern und ein Haus... Doch irgendwie war er gesättigt und er wollte mehr...
Story
maria-tranchida

Festhalten, wenn alles wankt

Erst eine schwierige Familiensituation, dann der plötzliche Tod ihres Ehemanns: Maria Tranchida hat erlebt, was es bedeutet, wenn einem der Boden unten den Füssen wegbricht. Doch was sie in dieser Zeit gelernt hat, hat ihr Leben für immer verändert und bereichert.
Story
Fabian Wendel

Himmel im Einsatz

Ein einziger Moment verändert alles: Nach einem 25-Meter-Sturz muss Fabian Wendel nicht nur das Atmen und Sprechen neu erlernen, sondern auch ein Leben, das plötzlich von der Hilfe anderer geprägt ist. Während sich sein Leben grundlegend verändert, bleibt für ihn eine Konstante bestehen: Gott.