«Ich fühle mich heil» – Ex-Satanist erzählt, wie Gott sein Leben veränderte

Carl Sartor bei der Taufe
Imported Image
Carl Sartor bei der Taufe
8.2.2022
3 min

15 Jahre lang lebte Carl Sartor als Atheist und anschliessend fünf Jahre als Satanist. Nun berichtet der 35-Jährige, wie er zu Jesus Christus fand, nachdem er jahrelang vor ihm weggerannt war.

«Ich war nie ein spiritueller Mensch. Ich glaubte, dass man tot ist, wenn man stirbt und dass dann alles vorbei ist», erinnert sich Carl Sartor an sein früheres Leben. «Ich bin vor Gott geflohen, seit ich etwa fünf Jahre alt war. Ich bestritt vehement, dass es Gott gibt.»

Er lebte in einem Teufelskreis aus Drogen und Alkohol. «Ich hatte ein grosses Problem mit meiner Wut. Ich gab jedem und allem die Schuld – auch Gott.»

«Ich gehe einen anderen Weg!»

Im vergangenen November begann Sartor jedoch, die «Cross Church» in Parkersburg, West Virginia, zu besuchen, nachdem er einen Tiefpunkt in seinem Leben erreicht und beinahe Selbstmord begangen hätte. Pastor Rich Walters hatte ihn bereits vor über einem Jahr in die Gemeinde eingeladen, aber Sartor wollte zu diesem Zeitpunkt nichts mit Gott zu tun haben. «Ich sagte damals: 'Ich gehe einen anderen Weg, Kumpel. Du wirst mich dort niemals sehen. Es muss ein kalter Tag in der Hölle sein, bevor du mich in der Kirche siehst.'»

Er rannte zum Taufbecken

Doch diese Einladung führte Sartor schliesslich doch in die Gemeinde. Und er liess sich dort umgehend taufen: «Wir waren noch nicht einmal zur Predigt gekommen, weil wir noch immer sangen, lobten und anbeteten. In diesem Gottesdienst waren noch nicht einmal 15 Minuten verstrichen, als er schon zum Taufbecken rannte», erinnert sich Walters in einem Facebook-Post.

Walters weiter: «Heute ist er mein Bruder in Christus. Es ist wie in einem alten Lied beschrieben, indem es heisst, dass man einfach nicht weiss, was man in dem Moment tun wird, in dem Jesus dich an der Hand nimmt! Gelobt sei Gott!»

Nicht mehr «Saved by Satan»

Carl Sartor teilte auch ein Bild von sich bei Facebook, das ihn nur wenige Wochen vor seiner Taufe zeigt. Auf dem Foto trägt er ein «Saved by Satan»-Shirt. Auf einem zweiten Bild wird er in der Gemeinde getauft. «Ich fühle mich vollkommen heil. Ich fühle mich im Frieden mit mir selbst. Es gibt keine Leere mehr. Alles an mir hat sich verändert», sagt Carl Sartor. «Ich bin jetzt geistlich lebendig, und das geschah, als er seine Arme um mich legte... und ich diese Liebe spürte.»

«Gott ist real»

Nun, da Sartors Leben völlig verändert wurde, hofft er, dass andere die gleiche Art von Veränderung erfahren können, die er erlebt hat. «Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich eine spirituelle Erfahrung gemacht. Gott ist real, und ich werde diesen Weg mit ihm an meiner Seite weitergehen. Durch seine Gnade bin ich bei weitem die beste Version von mir, die ich je war. Mein Gott ist ein grossartiger Gott, und ich bete, dass jeder seine Liebe so erfahren kann wie ich.»

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
andreheiniger

Vom Spitzenkoch über den Ruin zu neuem Leben

Nach einer schwierigen Kindheit startet André Heiniger voller Elan ins Berufsleben und hat sofort grossen Erfolg. Er wird reich, macht sich selbstständig und lebt für seine Karriere. Doch dann bekommt er eine schwierige medizinische Diagnose.
Story
Sophia im Studio

Ihr war alles egal – bis ihre Welt zusammenbrach und plötzlich Friede kam

Eigentlich war Sophia mit dem Grundgefühl durchs Leben gegangen, dass alles egal sei. Doch als sie mit 18 Jahren ungeplant schwanger wurde, brach dieses Gefühl plötzlich auf. Sie war verzweifelt und hilflos – und zugleich fühlte sich dieser Moment so real an wie lange nichts mehr. Zum ersten Mal ...
Story
privat-rene-schoop

René Schoop – Von der Krise in die Selbstständigkeit

René Schoop ist ein Machertyp. Er ist 69 Jahre alt und gelernter Maler. Mit 40 Jahren hatte er eigentlich alles erreicht, was er wollte: einen guten Job, eine tolle Familie mit drei Kindern und ein Haus... Doch irgendwie war er gesättigt und er wollte mehr...
Story
maria-tranchida

Festhalten, wenn alles wankt

Erst eine schwierige Familiensituation, dann der plötzliche Tod ihres Ehemanns: Maria Tranchida hat erlebt, was es bedeutet, wenn einem der Boden unten den Füssen wegbricht. Doch was sie in dieser Zeit gelernt hat, hat ihr Leben für immer verändert und bereichert.