Christen in Afghanistan – Hila findet Trost im Glauben

Frau aus Afghanistan (Beispielbild)
envato/ JR-50
Frau aus Afghanistan (Beispielbild)
Hila kam durch ihren Mann zum Glauben, als sie die positiven Veränderungen sah, die Jesus in seinem Leben bewirkte. Heute steht die heimliche Gläubige fest in ihrem Glauben und betet darum, dass die Menschen in Not in Afghanistan Jesus kennenlernen.
11.10.2024
2 min

Als Hila (Name geändert) noch ein Kind war, förderte ihre religiöse Familie sie in ihrer Bildung und ermöglichte ihr den Schulbesuch. Das mag wie eine Selbstverständlichkeit klingen. Aber in Afghanistan, wo Hila lebt, ist es für Mädchen nicht selbstverständlich, zur Schule zu gehen, da ihre Bildung als weniger wichtig angesehen wird. Hila war klug und erzielte hervorragende schulische Leistungen,

Doch wie für viele junge Frauen in Afghanistan war auch für Hila die Möglichkeit, eine Ausbildung zu absolvieren, nicht garantiert. In der 11. Klasse war sie verlobt und im Alter von 18 Jahren bereits verheiratet. Die Familie ihres neuen Mannes unterstützte ihr Studium weit weniger als ihre Eltern.

«Es war eine schwierige Zeit, da die Familie meines Mannes gegen meine Ausbildung war», erklärt Hila. «Schliesslich durfte ich unter bestimmten Bedingungen weiter studieren. Das Leben im Haus meines Mannes war hart, aber im zweiten Jahr meines Studiums kam es zu einer bedeutenden Veränderung.»

Verändert durch die Botschaft der Bibel

Ihr Mann hatte die Bibel kennengelernt, und deren Botschaft veränderte ihn. «Sein distanziertes Verhalten änderte sich. Nachdem er eine Fernsehsendung gesehen hatte, begann er, mir Geschichten über die Propheten zu erzählen und mir die Bibel näher zu bringen», sagt Hila. «Wir beschäftigten uns intensiv mit der Bibel.»

Schliesslich beschlossen beide, Jesus zu folgen. Gemeinsam wuchsen sie und ihr Mann in ihrem Glauben und halfen sogar anderen in der Jüngerschaft.

Aber in Afghanistan ist diese Art des Glaubens sehr riskant. Wenn man als Christ entdeckt wird, ist die Gefahr gross. Hila erfuhr dies, als ihr Mann eines Tages in ein Dorf reiste, um Studienmaterial zu besorgen. Er kehrte nicht zurück...

Nicht allein

«Ich glaube, er wurde wegen seines Glaubens getötet», sagt Hila. «Als Mutter von zwei Kindern stehe ich in Afghanistan weiterhin vor Herausforderungen, aber die Lehren der Bibel leiten unsere Gemeinschaft zur Rechtschaffenheit an.»

Hila ist sehr dankbar für die Hilfe, die sie von ihren Glaubensgeschwistern erhalten hat. «Ihre unerschütterliche Unterstützung war von unschätzbarem Wert», sagt sie. «Vor allem mein Dorf hat mir sehr geholfen. Inmitten der Schwierigkeiten finde ich Trost und Glück im Zusammensein mit Christus, was mich weitermachen lässt.»

Über lokale Partner arbeitet Open Doors daran, heimliche Gläubige durch Gebet und Ermutigung sowie durch Lebensunterhaltsprojekte zu stärken.

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
andreheiniger

Vom Spitzenkoch über den Ruin zu neuem Leben

Nach einer schwierigen Kindheit startet André Heiniger voller Elan ins Berufsleben und hat sofort grossen Erfolg. Er wird reich, macht sich selbstständig und lebt für seine Karriere. Doch dann bekommt er eine schwierige medizinische Diagnose.
Story
Sophia im Studio

Ihr war alles egal – bis ihre Welt zusammenbrach und plötzlich Friede kam

Eigentlich war Sophia mit dem Grundgefühl durchs Leben gegangen, dass alles egal sei. Doch als sie mit 18 Jahren ungeplant schwanger wurde, brach dieses Gefühl plötzlich auf. Sie war verzweifelt und hilflos – und zugleich fühlte sich dieser Moment so real an wie lange nichts mehr. Zum ersten Mal ...
Story
privat-rene-schoop

René Schoop – Von der Krise in die Selbstständigkeit

René Schoop ist ein Machertyp. Er ist 69 Jahre alt und gelernter Maler. Mit 40 Jahren hatte er eigentlich alles erreicht, was er wollte: einen guten Job, eine tolle Familie mit drei Kindern und ein Haus... Doch irgendwie war er gesättigt und er wollte mehr...
Story
maria-tranchida

Festhalten, wenn alles wankt

Erst eine schwierige Familiensituation, dann der plötzliche Tod ihres Ehemanns: Maria Tranchida hat erlebt, was es bedeutet, wenn einem der Boden unten den Füssen wegbricht. Doch was sie in dieser Zeit gelernt hat, hat ihr Leben für immer verändert und bereichert.