Trotz Dürre und wenig Nahrung – Sie übersetzt und übersetzt und übersetzt

Cyndi Guvama
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Cyndi Guvama
24.2.2020
2 min

Was für eines der bekanntesten Automobile galt (VW hatte den Slogan «Er läuft und läuft und läuft»), gilt auch für Cyndi Guvama aus Papua-Neuguinea: Trotz schwierigen Umständen arbeitet sie unvermindert an der Bibelübersetzung in ihre Muttersprache.Die Bibelübersetzerin Cyndi Guvama muss wegen der Dürre rund eineinhalb Kilometer zu Fuss gehen, um Wasser zu finden. Die Nahrung ist knapp. Zudem erteilt die sechsfache Mutter – gleich wie ihr Mann – Unterricht auf einer christlichen Schule in einer abgelegenen Gegend. «Man muss in ein Kanu steigen, um zu uns zu gelangen», berichtet Cyndi.

Ihre erstgeborene Tochter ist verheiratet und hat bereits drei Kinder. Der zweite Junge ist ebenfalls verheiratet und Vater eines Kindes. Die anderen vier Kinder von Cindy Guvama gehen noch zur Schule.

Grossfamilie kein Hinderungsgrund

Diese Frau, die unter schwersten Bedingungen in Papua-Neuguinea ihren Alltag bestreitet, lässt es sich nicht nehmen, auch noch missionarisch tätig zu sein: Zusammen mit ihrem älteren Bruder, der taub ist, arbeitet sie an einer Bibel-Übersetzung in die Korafe-Sprache. 2006 begann Cyndis Bruder mit der Übersetzungsarbeit des Alten Testaments. Auch bei der Übertragung des Neuen Testaments in die Korafe-Sprache war er mit dabei.

Nachdem das Neue Testament übersetzt war, löste sich das Team auf. Dies war der Auslöser, dass Cyndi von ihrem Bruder gefragt wurde, ob sie ihm helfen könnte, auch das Alte Testament zu übersetzen. Sie entschied sich, ihm trotz aller Entbehrungen zur Seite zu stehen.

Harte, aber lohnende Arbeit

In ihrem Wohngebiet stellt sich oft eine Trockenzeit von Juni bis August ein. «Wir stehen bald vor einer sehr grossen Dürre. Manchmal gehen uns Nahrung und Wasser aus. In dieser Zeit müssen wir eineinhalb Kilometer laufen, um Wasser zu finden. Das verlangsamt die Übersetzungsarbeit.» Dennoch sorgt sich Gott immer um die Familie. «Ich sage den Kindern immer, dass wir, egal wie wenig wir haben, den Glauben haben, dass wir trotzdem leben werden. Bei der Übersetzungsarbeit sehe ich oft Gottes Hilfe.»

Unlängst hat Cyndi einen Laptop und ein Softwareprogramm namens «Paratext» erhalten, das hilft, bei der Arbeit Zeit zu sparen. Zu ihren Gebetsanliegen gehört, dass genügend Ressourcen da sind, beispielsweise genügend Solarenerige, um den Laptop aufladen zu können. «Manchmal müssen wir uns von unseren Freunden eine Autobatterie leihen, um den Computer aufzuladen. Doch ich weiss, dass Gott uns auch weiterhin versorgen wird, um das Alte Testament in Korafe zu vollenden.»

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