«Ich diene Jesus in Afghanistan» – Soldat Soroush war früher von Hass zerfressen

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1.9.2022
4 min

Als Muslim betete Soroush (Name geändert) fünfmal am Tag. Er las den Koran und wollte Allah kennenlernen. «Aber ich habe nie Frieden und Ruhe gefunden.»

Während des Bürgerkriegs in Afghanistan von 1996 bis 2001 beschloss er, der afghanischen Armee beizutreten. «Ich wollte gegen Daesh (das 1999 gegründete ISIS), die Taliban oder sonst jemanden kämpfen. Um ehrlich zu sein, wusste ich nicht, wen ich bekämpfen wollte oder gegen wen ich kämpfen würde. Aber es hat nicht geklappt. Gott wollte nicht, dass ich jemanden töte.»

Er las weiterhin den Koran, betete fünfmal am Tag und bat Gott um Hilfe. «Dann habe ich meine Schwester verloren. Sie kam auf tragische Weise ums Leben, das hat mich zutiefst erschüttert. Ich wollte die Person finden, die für ihren Mord verantwortlich war, und sie töten.»

Rache liegt im Blut

Die Rache liegt den Afghanen im Blut, so Soroush. «Wir wollen mit allen Mitteln für Gerechtigkeit sorgen. Meine einzige Schwester wurde mir weggenommen, also wollte ich sie rächen, auch wenn ich dabei mein Leben verlieren würde. Mein Leben war voller Probleme, und ich hatte ständig Rachegedanken im Kopf.»

Er verliess Afghanistan, aber seine Qualen folgten ihm. «Während einiger meiner schwierigsten Tage kam ein lieber Freund auf mich zu, als er mich so weinen und trauern sah. Er sagte: 'Ich kann nichts für dich tun, ausser einer Sache: Ich habe ein Neues Testament, das ich dir geben kann. Lies es. Lies es wirklich.'»

Soroush liess das Buch zwei Wochen in einer Ecke liegen. Er weinte weiterhin Tag und Nacht.

Worte sprangen ins Auge

Schliesslich beschloss er, das Evangelium zu lesen. «Worte und Sätze sprangen mir ins Auge, wie 'Vergebt, damit euch vergeben ist' und 'Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für euch gab'. Diese Verse berührten mein Herz. Der Friede des Herrn Jesus strömte in mich hinein und löschte das Feuer, das in mir brannte.»

Ein Pastor hörte sich seinen Kummer an. Soroush fragte ihn: «Ich möchte verstehen, was ich über das Vergeben gelesen habe, damit mir vergeben werden kann. In der Bibel steht, dass ich auch meinen Feinden vergeben soll. Was hat es damit auf sich?»

Der Pastor erklärte: «Weisst du, dass Jesus, als du ein Sünder warst, sein Leben für dich gab, damit du das Leben hast?» Das machte Soroush sprachlos. Er besuchte eine christliche Gemeinde. «Ich sah, wie Menschen Gott frei anbeteten. Ich spürte Frieden, als ich der Predigt lauschte und begann schliesslich zu lächeln und zu lachen.»

Zum ersten Mal Frieden verspürt

Er fragte den Pastor: «Kann ich einer von euch werden?» Die Antwort war simpel: «Du musst nur an Jesus glauben, um Erlösung beten und dein Herz Christus übergeben. Dann wirst du Frieden finden. Der Geist Gottes wird in dir wohnen.»

Soroush betete. «In dieser Nacht schlief ich erstmals in Frieden ein. Am nächsten Tag wachte ich mit einem Gefühl des Wohlbefindens auf und rief freudig meine Familie an.» Er erzählte ihnen, dass er der Person, die seine Schwester getötet hatte, vergeben hatte. Soroush erklärte alles. «Keiner konnte glauben, was ich sagte.» Schliesslich war er stets auf Rache und Vergeltung aus gewesen. «Nun hatten Kummer und Trauer keinen Platz mehr in mir – sie verschwanden und wurden zu fernen Erinnerungen.»

Eine neue Vision

Als er Christ wurde, mieden ihn viele, die ihm nahestanden. «Aber ich dachte nur noch daran: Auch wenn die ganze Welt mich meidet, werde ich nicht traurig sein, denn ich habe etwas viel Wertvolleres gefunden. Ich habe die Wahrheit kennengelernt und gesehen, was Jesus in meinem Leben getan hat.» Rasch wuchs Soroush im Glauben.

Jeder Gottesdienst fühlte sich an wie eine Hochzeitsfeier. «Ich war voller Begeisterung. Eines Tages fragte mich der Pastor, ob ich eine Vision hätte, den Menschen in Afghanistan zu dienen, und ich antwortete: 'Natürlich! Ich bin gerettet worden und möchte helfen, andere zu retten.'»

Heute dient Soroush den Menschen in Afghanistan. «Ich hoffe, dass auch andere Afghanen die Verwandlung, die in mir stattgefunden hat, und den Frieden, der mir von Jesus geschenkt wurde, finden dürfen.»

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