Gibt es Gott wirklich? – «Wie ich durch Zweifel zum Glauben kam»

7.3.2017
4 min

Bei einem tragischen Autounfall verliert Daniela Regez ihre kleine Schwester und kommt selbst fast um. Danach fängt sie ganz neu an, über das Leben, den Tod und ihren Glauben nachzudenken. Auf der Suche nach der Wahrheit wächst in ihr langsam eine Gewissheit...

Als meine kleine Schwester bei einem Autounfall aus dem Leben gerissen wurde, habe ich das erste Mal richtig verstanden, dass der Tod Realität ist und auch mich betrifft. Der Tod war plötzlich greifbar, auch weil ich fast gestorben wäre. Drei Tage lang lag ich im Koma. Als ich wieder aufwachte, war ich halbseitig gelähmt und hatte jeden Abend vor dem Einschlafen Todes-Ängste: «Was, wenn mein Lebensfaden diese Nacht abgeschnitten wird?»

Gibt es Gott überhaupt?

Die Jahre zuvor hatte ich nie angezweifelt, was mir meine Eltern über Jesus, Gott und das ewige Leben erzählt hatten. Doch jetzt, bei der Vorstellung zu sterben, konnte ich plötzlich nicht mehr an Gott glauben. Ich wollte, konnte aber nicht. Ich brauchte irgendeinen handfesten Beweis. Ich war hin- und hergerissen und wusste: Ich muss die Wahrheit herausfinden! Ich würde innerlich erst dann zur Ruhe kommen, wenn ich der Wahrheit entsprechend lebe. Denn entweder gibt es diesen grossen Schöpfergott oder eben nicht. Je nachdem würde mein Leben völlig unterschiedlich aussehen. Während ich körperlich langsam wieder gesund wurde, machte ich mich seelisch auf die Suche.

Schritte auf Gott zu  

Ich beobachtete viel, grübelte und las die Bibel auf sehr wache Weise. Manchmal tauchte schon der Gedanke auf: «Was, wenn die Bibel nur von Menschen erfunden ist?» Es war schlimm für mich, dass auch dieser Orientierungspunkt ins Wanken kam, an dem ich meine sowieso schon verworrenen Gedanken ordnen wollte.

Mein Weg zum Glauben war ein längerer Prozess, aber schrittweise erkannte ich, dass die Bibel das unverfälschte Wort Gottes ist. Immer wieder, wenn ich das Buch aufschlug, berührte es mein Herz und gab mir Antworten. Durch Jesus konnte ich erkennen, wer Gott ist und nach und nach lernte ich ihn ganz persönlich kennen.

Ich lernte, dass es nicht darum geht, religiös zu werden oder übersinnliche Fähigkeiten zu erlangen, sondern mein Vertrauen auf Jesus zu setzen. Denn dadurch bekomme ich seinen Geist geschenkt, der meine Gedanken erneuert und mein ganzes Sein verändert.

Ich allein mit meiner Selbstsucht und Schuld konnte vor dem heiligen Gott nicht bestehen. Aber durch den Tod von Jesus und seine Auferstehung war das Lösegeld bezahlt, meine Schuld weggewaschen, die Verbindung zu Gott dem Vater völlig wiederhergestellt. Hinschauen auf ihn, weg von mir – das hat das Licht in mein Leben gebracht!  

Mensch sein und Gott nahe sein

Gott hat keinen blinden Glauben von mir verlangt. Er hat meinen Verstand gebraucht und mir Zeit gegeben. Manchmal erkannte ich durch die Natur, dass es Gott geben muss, manchmal las ich in der Bibel Prophetien, die viele hundert Jahre vor Jesus schon ganz exakt auf ihn hinweisen. Das brachte mich zu der Überzeugung: «Ja, er ist glaubwürdig! Ja, ich lass mich ganz auf ihn ein!»

Für mich ist es überraschend, dass eine zweifelnde Person, wie ich es war, zu einem völligen Vertrauen zu Gott gelangen kann. Ich bin überzeugt, dass Jesus nicht nur für mich, sondern für jeden Menschen der stabile Orientierungspunkt im Leben sein will. Er ist keine schwache Vertröstung aufs Jenseits, sondern er schenkt schon hier und jetzt Frieden im Herzen, auch in schwierigen Situationen.

Die Beziehung zu Gott hat mich reif gemacht und mich vor falschen Entscheidungen bewahrt. Aber auch wenn ich falle, richtet er mich wieder auf! Ich erlebe die biblischen Prinzipien im Leben als echte und nachhaltige Freiheit. Jesus hat gesagt: «Wenn ihr meine Gebote haltet, bleibt ihr in meiner Liebe. Das habe ich euch gesagt, auf dass meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde.» (Die Bibel, Johannes, Kapitel 15, Verse 10 - 11). Diese Wahrheit erlebe ich auch im ärgsten Alltag.

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