Der Winter naht. Die Tage werden spürbar kürzer und die Dunkelheit bricht immer früher herein. Umso schöner ist es, dass die Advents- und Weihnachtszeit bevorsteht – eine Zeit, in der wir unser Zuhause mit Kerzen und Lichterketten erhellen.
Passend dazu kam mir kürzlich eine Stelle aus dem Philipperbrief in den Sinn:

«Euer Leben soll hell und makellos sein. Dann werdet ihr als Gottes vorbildliche Kinder mitten in dieser verdorbenen und dunklen Welt leuchten wie Sterne in der Nacht. Dazu müsst ihr unerschütterlich an der Botschaft Gottes festhalten, die euch das Leben bringt.»
Philipper 2,15-16
HFA
Erinnerst du dich noch an die fluoreszierenden Leuchtsterne, die man früher oft an die Kinderzimmerdecke geklebt hat? Tagsüber saugen sie das Licht auf. Doch ihre besondere Wirkung zeigen sie erst, wenn es stockdunkel wird: Sie leuchten im Dunkeln, schenken Geborgenheit und nehmen Kindern die Angst vor der Nacht.
Licht sein in dunklen Stunden
Genauso verstehe ich unseren Glauben:
Wir sind dazu eingeladen, uns von dem Licht und der Liebe von Jesus bescheinen zu lassen – uns gewissermassen geistlich «aufzuladen». Nicht für uns selbst, sondern damit wir in den dunklen Stunden unserer Mitmenschen wie ein Licht in der Nacht strahlen können.
Doch wie sieht das ganz konkret im Alltag aus? Im Buch Jesaja finden wir ein eindrückliches Beispiel:

«Teilt euer Brot mit den Hungrigen, nehmt Obdachlose bei euch auf, und wenn ihr einem begegnet, der in Lumpen herumläuft, gebt ihm Kleider! Helft, wo ihr könnt, und verschliesst eure Augen nicht vor den Nöten eurer Mitmenschen! Dann wird mein Licht eure Dunkelheit vertreiben wie die Morgensonne, und in kurzer Zeit sind eure Wunden geheilt. Eure barmherzigen Taten gehen vor euch her, und meine Herrlichkeit beschliesst euren Zug.»
Jesaja 58,7-8
HFA
Das ist eine gewaltige Aufforderung, aber auch ein wunderschönes Versprechen. Wo kannst du in den kommenden Wochen ein solches Licht sein?
Vielleicht braucht deine Nachbarin ein ermutigendes Wort oder Hilfe beim Einkauf?
Vielleicht begegnest du einem Menschen ohne Obdach und schenkst ihm Aufmerksamkeit oder ein warmes Getränk?
Oder du engagierst dich ganz bewusst ehrenamtlich – sei es bei einer Essensausgabe, in einem Nachbarschaftsnetzwerk oder einer lokalen Hilfsorganisation.
Lass uns in dieser dunklen Jahreszeit nicht nur Kerzen anzünden, sondern selbst zu Lichtern werden, die hell leuchten.





