Seine Frau lernte Jesus kennen – Synagogen-Vorsteher wollte sich scheiden lassen

26.5.2019
4 min

Er hatte keinen guten Start mit dem Christentum: «Du hast Jesus getötet!», hörte er als jüdischer Junge von einem Schulkollegen. Als Präsident einer jüdischen Synagoge beschloss Steven, sich von seiner Frau scheiden zu lassen, als sie anfing, eine christliche Gemeinde zu besuchen. Bis er eine überraschende Entdeckung machte…Stevens erste Begegnung mit dem Christentum als jüdischer Junge verlief unfreundlich: Ein Grundschulfreund beschuldigte ihn: «Du hast Jesus getötet!» Er hatte keine Ahnung, wovon sein Klassenkamerad da sprach.

Im College begann er Drogen zu nehmen, was seine ganzen Prioritäten im Leben verschob. Er beschloss, Musiker zu werden und seinen jüdischen Glauben hinter sich zu lassen.

Das süsse Mädchen

Während er eines Abends in einem Club auftrat, bemerkte er ein süsses Mädchen im Café des Lokals. Er fragte Monica, ob sie mit ihm ausgehen würde. Einige Zeit später heirateten die beiden.

Steven stieg in das Schrottgeschäft ein, gemeinsam mit einem Paar namens Sam und Louise. «Louise fing an, über den jüdischen Messias Jeschua zu sprechen», erinnert er sich. «Sie sagte: 'Du musst davon hören, es hat mein Leben verändert. Du hast noch nie von Jeschua gehört?' Ich verneinte, und sie sagte: 'Ich wette, du hast von ihm als Jesus gehört.'»

«Ich bin Jude»

Doch er wollte nicht weiterreden. «Ich bin Jude. Ich glaube nicht an Jesus.» Dennoch hatte sie seine Neugierde geweckt. «Ich war fasziniert von diesem Jeschua, aber dieser Jesus war nichts für mich.»

Steven nahm weiterhin Drogen. Und als sein Vater im Alter von 52 Jahren an Krebs starb, schmerzte ihn dies so sehr, dass er die Dosis erhöhte. Er wollte sich das Leben nehmen. Letztlich landete er bei einem Psychologen. Er begab sich in eine Reha, durch die er seine Alkohol- und Drogenabhängigkeit überwinden konnte. Teil des Programms war, in die Synagoge zurückzukehren und geistliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Plötzlich Synagogen-Präsident … mit einem Ultimatum

Jahrelang besuchte er nun jeden Freitagabend die Zusammenkünfte. Er wurde mit der Zeit in den Vorstand der Synagoge berufen, später wurde er deren Präsident.

Dann kam eine Phase, in der sich seine Frau mit den grossen Fragen des Lebens beschäftigte und auch einige Probleme hatte. Ihre Antworten fand sie in einer christlichen Gemeinde. Eine christliche Frau zu haben, war ein Problem für Steven als Präsident einer Synagoge. Er stellte ihr ein Ultimatum. «Monica, ich glaube, wir sind fertig. Ich denke, wir sollten uns scheiden lassen.» Doch die Drohungen schreckten sie nicht ab, so dass Steven sich an seinen alten Geschäftspartner wandte.

«Klingt, als würden sie über Jesus reden?»

«Sam, ich habe ein Problem», sagte er am Telefon. «Hast du eine Bibel?» fragte Sam. Sam bat Steven, eine Reihe von Schriften nachzuschlagen: Jesaja 53, Psalm 2 und Psalm 22. Steven hatte das Alte Testament schon lange nicht mehr gelesen. «Was glaubst du, um wen es an diesen Stellen geht?» fragte Sam. «Es klingt, als würden sie über Jesus reden», antwortete Steven. «Aber wie konnten sie das tun? Das ist meine jüdische Bibel.»

«Nun, warum sollten sie nicht über Jesus reden?», gab Sam zu bedenken.

«Jesus war katholisch!» – «Nein, ein Jude!»

«Weil er katholisch war», antwortete Steven – was er wirklich dachte. «Nein, das war er nicht. Er war Jude», korrigierte Sam.

Also betete Steven in dieser Nacht, um die Wahrheit zu erfahren: «Ok, Gott, ich habe heute Abend ein paar wirklich seltsame Dinge gehört. Aber ich weiss, dass du mich aus der Drogen- und Alkoholabhängigkeit herausgeholt hast, dass du mein Leben gerettet hast. Ich werde glauben, was immer du sagst.»

Gott sprach hörbar: «Es ist die Wahrheit, und ich liebe dich.» Steven weinte.

Gefunden

Zu Rosh Hashanah besuchte Steven mit seiner Frau eine messianische Gemeinde, die von einem christlichen Rabbiner geleitet wurde. «Ich habe da etwas gespürt. Ich fühlte Liebe und Akzeptanz. Ich fühlte mich, als wäre ich zu Hause. Und dann begann der Gottesdienst und ich konnte nicht aufhören zu weinen.» Dann wurde dazu aufgerufen, Jesus ins Leben aufzunehmen. Steven wollte, hielt sich aber zurück, da er Präsident seiner Synagoge war.

In diesem Moment klopfte Louise auf seine Schulter und flüsterte ihm ins Ohr: «Gott wartet auf dich. Er hat immer auf dich gewartet. Richte dich einfach nach ihm.»

«Ich hätte nie gedacht, dass ich Jude sein und an Jesus glauben könnte», sagt Steven heute. «Ich dachte, die beiden wären ganz am anderen Ende des Spektrums. Aber als ich einmal verstanden hatte, dass Jesus Jude war, schloss sich für mich der Kreis: Ich sagte: 'Oh mein Gott, ich glaube an einen jüdischen Messias. Er hat mich so sehr geliebt.'»

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