Im finsteren Tal – Wie Kimberly den Weg aus der Dunkelheit fand

14.1.2019
3 min

Sie sind heute frischer als vor 2'600 Jahren. Die Worte, die Martin Luther kraftvoll übersetzte mit: «Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal…» Denn Angstzustände oder Minderwertigkeitsgefühle sind heute keine Seltenheit. Kimberly Jones-Pothier gehört zu denjenigen, die einen solchen Tiefpunkt erreicht hatten. An diesem Ort erkannte sie, dass Gott kein «Flaschengeist» ist.Sie war 36 Jahre alt, mittellos und lebte mit ihren beiden Kleinkindern im Haus ihrer Eltern. Geschäft und Zuhause hatte sie verloren. Sie war zweimal geschieden. Einsam, wertlos, eine Versagerin – so fühlte sie sich.

Depressiv weigerte sich Kimberly Jones-Pothierwährend neun Monaten, ihr Bett zu verlassen. Verzweifelt wartete auf ein Wunder.

In ihrer Not streckte sie sich nach ihrem Schöpfer aus. «Ich betete zu Gott.» Sie flehte ihn an, dass er ihren Schmerz nimmt und sie wieder leben kann. Erstmals in ihrem Leben spürte sie, wie Gott zu ihr sprach.

«Du musst aufstehen»

Gott sagte ihr einen Schlüsselsatz: «Kim, ich kann dir den Schmerz nicht nehmen.» Sie müsse aufstehen und diese Umstände abstreifen. «Das war für mich entscheidend.» Sie erkannte, dass Gott oft wie ein Flaschengeist behandelt wird. «Wir werfen uns auf den Boden und loben ihn, und dann ändert sich nichts.» Man sei nicht zufrieden, weil Gott nicht das tut, was man wolle oder erwarte.

Noch am gleichen Tag begann Kimberly, Predigen zu hören, jeden Tag Zeit im Gebet zu verbringen und in die Bibel einzutauchen.

«Weit über das Erwartete hinaus»

Bald begann Gott, ihr Denken zu verändern. «Ich begann zu glauben, dass Gott vielleicht einen Sinn für mein Leben hat, der weit über alles hinausgeht, was ich sehen konnte.»

Bald begann sie selbst zu predigen. «Ich entwickelte mich von der Raupe zum Schmetterling. Ich sagte dem Teufel: 'Du hättest mich rausholen sollen, wann immer du konntest, denn ich werde jetzt so viele Menschen wie möglich aus der Hölle holen.' Ich werde meine Lebensgeschichte nutzen, um den Menschen zu zeigen, dass Gott die beste Erlösung auf dem Planeten ist.»

«Jesus ist am Tiefpunkt»

Vier Jahre sind seither vergangen. Kimberly ist heute Pastorin der blühenden «Church of the Harvest» in Fayetteville, Georgia, zusammen mit ihrem Mann Mark. Viele wurden bereits durch sie berührt, wie Tausende von Social-Media-Anhängern zeigen.

Sie hat absolute Freiheit gefunden: «Wenn du den Tiefpunkt erreichst, findest du heraus, wer am Tiefpunkt steht, nämlich Jesus. Solange du Jesus hast, hast du alles.» Und Gott könne ein Leben wieder so aufbauen, wie es von Anfang an geplant war.

«Zeit mit Gott verbringen»

Jones-Pothier ermutigt dazu, negative Selbstgespräche und Selbstbildnisse abzuschalten und den Frieden Gottes zu suchen. «Wir müssen Zeit mit Gott verbringen und unsere Beziehung zu ihm bewusst gestalten», betont Kimberly, die auch bekannt ist als «Real talk Kim». «Steig aus dem Bett und geh auf die Knie – gib die ersten Momente des Tages Gott. Wenn du dich Gott hingibst, wirst du Wachstum erleben.»

Sie stellt fest: «So oft nennen wir uns Christen, aber wir verbringen keine Zeit im Wort Gottes, wir verbringen keine Zeit im Gebet. Und wenn dein Herz nicht auf diese Weise mit Gott verbunden ist, dann fangen wir an, andere und uns selbst zu richten.»

Wenn Gott ein Leben wie ihres wiederherstellen konnte, «dann kann er es auch mit deinem Leben tun. Gott hat einen Zweck und eine Bestimmung für dein Leben. Du kannst aus dem Boot steigen und fliegen. Es ist nie zu spät für dich, neu anzufangen.»

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