Wie der Spatz – Mit Veränderung umgehen

Viele mögen Veränderungen nicht. Das bedeutet, dass man Altvertrautes loslassen, sich dem Neuen, Ungewissen stellen, sich neu orientieren und letztendlich anpassen muss. Der Spatz ist hier ein Vorbild...
3.5.2025
2 min
Ein Spatz
envato/ wirestock
Ein Spatz

Es ist bequemer, wenn alles so bleibt, wie man es gewohnt ist! Und doch wissen wir, dass Veränderungen letztendlich für uns alle unvermeidlich sind.

Ein Vorbild ist für mich der Spatz. Sie haben richtig gelesen, der kleine, unscheinbare und freche Vogel, der uns Menschen (fast) überall hin begleitet, wo wir hingehen und gegangen sind. Seine Geschichte ist faszinierend. Ursprünglich aus dem Nahen Osten stammend (wie die Menschheit auch!), hat er sich dem Menschen angeschlossen und ist ihm überall hin gefolgt. Man kann sagen, dass es mit einigen wenigen Ausnahmen dort, wo Menschen sich niederliessen, auch der Spatz tat. Er hat klimatische Veränderungen auf sich genommen, sich der Kälte oder Hitze angepasst; er ist dem Menschen vom Land in die Stadt gefolgt und hat all seine Kriege und Katastrophen überlebt.

Obwohl er eine nicht allzu grosse Lebensspanne kennt, findet man diesen kleinen, zähen Vogel auf praktisch allen Kontinenten der Erde. Sein Gezwitscher, das immer präzise vor dem Sonnenuntergang beginnt – auch wenn es bewölkt ist –, nehmen wir oftmals nicht bewusst wahr. Aber wir würden es vermissen, wenn es nicht mehr da wäre.

Meister der Veränderung

Spatzen sind Meister im Umgang mit Veränderungen. Sie gehen mit und passen sich an. Sie finden ihren Platz, ihre Nischen und überleben, und bleiben dabei meistens kaum beachtet. Ausser wenn sie frech direkt vor unserer Nase im Gartenrestaurant auf dem Tisch landen.

Ich meine, dass wir persönlich, aber auch als Gemeinden im Umbruch von den Spatzen lernen können. Wie sie, können und werden wir mit den Veränderungen umgehen, ohne dabei unsere ureigene Identität zu verlieren. Es geht nicht darum, möglichst grosse Aufmerksamkeit zu erhalten. Wenn wir unbeachtet in Ruhe unseren Platz finden, ist das in Ordnung. Und wie die Spatzen dürfen und werden wir frech immer wieder am Tellerrand der Öffentlichkeit auftauchen, um zu zeigen, dass wir auch noch da sind und etwas mitzuteilen haben.

Sind es denn nicht gerade die Spatzen, die Jesus Christus in Matthäus Kapitel 10 erwähnt hat, um die Wertschätzung Gottes für uns Menschen auszudrücken?

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