Auf dem Weg zum Besten – Nur eine Frage der Zeit

Auch wenn du noch keine sichtbare Veränderung wahrnimmst, ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Wunder sich zeigen wird, dein Leben erfasst und dich weiterbringt. Gedanken dazu von Konrad Blaser.

6.6.2026
3 min
Abwarten ist die schwierigste Herausforderung von allen
Unsplash +, Yunus Tuğ
Abwarten ist die schwierigste Herausforderung von allen

Wir alle tragen Träume, Wünsche und Sehnsüchte in uns. Wir wünschen uns Veränderung, hoffen, dass sich Wünsche erfüllen oder dass wir von Krankheiten und Süchten befreit werden. Auch wenn wir noch nichts von einem Wunder spüren, die Heilung weit entfernt scheint und wir das Gefühl haben, nicht weiterzukommen, dürfen wir wissen: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Wunder kommt.

Wir haben gebetet, wir haben geglaubt, wir haben Gott nicht aufgegeben – deshalb ist der Durchbruch schon auf dem Weg zu uns. Die Heilung wird kommen. Freiheit, neue Freude und neuer Segen warten auf uns. Auch wenn alles noch hoffnungslos aussieht, wir mit einer negativen Gewohnheit kämpfen, den Durchbruch nicht sehen oder beginnen, uns mit der Not abzufinden, dürfen wir wissen: Das Wunder wird kommen, denn die Wurzeln des Problems wurden in dem Moment zerstört, als wir begonnen haben, zu beten und zu glauben.

 

Jesus war auf dem Weg nach Jerusalem, als ihn der Hunger überkam. Da sah er einen Feigenbaum, der bereits Blätter trug – ein Zeichen dafür, dass er eigentlich auch Feigen hätte haben sollen. Doch der Baum trug keine Frucht. Daraufhin wurde

Jesus zornig und verfluchte den Baum, indem er Folgendes sagte: «Nie wieder soll jemand von dir Feigen essen!» Das hörten auch seine Jünger. Markus Kapitel 11, Vers 14 NGÜ 

Jesus verfluchte den Baum auf der Stelle, doch zunächst geschah scheinbar nichts. Die Blätter blieben grün, der Baum stand da wie zuvor – keine sichtbare Veränderung. Man kann sich gut vorstellen, wie die Jünger sich fragend ansahen und vielleicht dachten: Was war das? Hat es diesmal etwa nicht funktioniert? Hat Jesus seine Macht verloren? Schliesslich hatten sie miterlebt, wie seine Worte Blinde sehend machten, Lahme aufstehen liess und sogar ein stürmisches Meer zur Ruhe brachten – und nun schien sich nichts zu verändern.

Doch lesen wir, wie es weiterging: «Früh am nächsten Morgen kamen sie wieder an dem Feigenbaum vorbei und sahen, dass er bis zu den Wurzeln verdorrt war. Da erinnerte sich Petrus an Jesu Worte und rief: 'Rabbi, sieh nur, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt!'» Markus Kapitel 11, Verse 20–21 NGÜ

Der Baum war verdorrt bis zu den Wurzeln. Als Jesus ihn verfluchte, war äusserlich zunächst nichts sichtbar. Doch genau ab dem Moment, als Jesus den Fluch aussprach, starben die Wurzeln des Baumes ab.

Dranbleiben, auch wenn noch nichts sichtbar ist

So ist es auch bei uns. Wenn wir Gott um ein Wunder bitten, wenn wir beginnen, daran zu glauben, dass das Wunder geschehen wird, kann es gut sein, dass man im Äusseren anfangs nichts sieht. Wir sind immer noch krank. Wir sind immer noch am Kämpfen. Die Not ist nicht einfach auf einen Schlag verschwunden. Die Herausforderung ist noch da. Das Wunder ist noch nicht sichtbar geschehen – aber in der unsichtbaren Welt sind die Wurzeln unseres Problems bereits verflucht und schon tot.

Bleib in der Zwischenzeit einfach dran, gib Gott und den Glauben nicht auf, geh weiter, glaube weiter, hoffe weiter und lass dir die Zusagen nicht rauben. Das Beste wartet noch auf dich!

Zum Autor: Dies ist ein Ausschnitt aus dem Buch «Auf dem Weg zum Besten» von Konrad Blaser. Er ist Pastor und leitet zusammen mit seiner Frau Andrea die Freikirche HOPE & LIFE. Der Emmentaler ist Vater von zwei Kindern und liebt es, mit anderen Menschen zusammen denselben Traum zu leben und ist begeistert von Jesus und der Kirche am Ort.

Hier gibt es noch mehr Infos zum Buch:

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Thema
Hirtin füttert ihre Schafe

Glauben im Alltag: Der gute Hirte und seine Schafe

Kennst du den bekanntesten Psalm aus der Bibel? Es ist der Psalm 23. David beschreibt hier Gott als einen guten Hirten, der seine Schafe liebevoll leitet. Über saftige Wiesen, hin zu frischem Wasser, aber dann auch mitten durch das dunkle, angsteinflössende Tal. Nie lässt dieser Hirte seine Schafe ...
Thema
Was macht das Wesen eines Kindes aus?

Eine neue Lebenshaltung – Kindlich glauben

Es ist ein normaler Tag. Die Freunde von Jesus beschäftigen sich mal wieder mit dem, was sie oft beschäftigt: «Wer von uns ist der Wichtigste – jetzt und in der Ewigkeit?»
Thema
Nachfolge ist nicht immer leicht

Was kostet Nachfolge wirklich?

Für die einen ist die Nachfolge so etwas wie ein Zusatzpaket. Für andere gehört sie untrennbar zum Glauben dazu. Jesus sagt: «Ihr könnt nicht meine Jünger sein, wenn ihr nicht euer Kreuz auf euch nehmt und mir nachfolgt.» Was kostet Nachfolge denn?
Thema
Pflege ich mit Gott eine «UND-Beziehung» oder eine «ABER-Beziehung»?

Kleine Worte – grosse Wirkung – «Und-Glaube» oder «Aber-Glaube»?

Das häufigste Wort in der hebräischen Bibel (unserem «Alten Testament») ist das kleine «waw», was «und» bedeutet. Im Deutschen wird es oft mit «aber» übersetzt – mit einschneidenden Folgen.