80er-Jahre-TV-Star Teri Copley: «Heute weiss ich, dass ich wertvoll bin»

Teri Copley
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Teri Copley
21.5.2019
4 min

In den frühen 80er Jahren war sie die sexy Blondine in Serien wie «Das Love Boat» oder der Sitcom «We Got It Made». Aber trotz ihres Erfolgs fühlte sie sich lange wertlos und abgelehnt. Bis sie eines Tages eine besondere Erfahrung machte.Meine Mutter war alleinerziehend. Mit meinem Vater hatte ich so gut wie keinen Kontakt. Heute glaube ich, dass das ein Grund ist, warum ich so mit Ablehnung zu kämpfen hatte. Ich kam nicht klar damit, dass sich mein Vater nicht für mich interessierte.

Kekse und Bibelgeschichten

Der Glaube war bei uns daheim nie ein Thema. Aber wir hatten eine Nachbarin, die immer wieder alle Kinder zu sich einlud und uns aus der Bibel vorlas. Dazu gab es selbstgebackene Kekse und Orangensaft. Viele der Kinder gingen nur deswegen zu ihr. Irgendwann nahm sie mich mit in die Kirche. Ich hatte als Kind eine ganz natürliche Beziehung zu Gott, er war mein Freund. Aber dann zogen wir weg und je älter ich wurde, desto weniger dachte ich noch über Gott nach. Dafür fing ich an, mich für Schauspielerei zu interessieren.

Plötzlich Showbiz

Zum Casting für die TV-Serie «We Got It Made» sollten wir kurze Röcke tragen, sie suchten nach dem dummen Blondchen. Nach einem Satz hatte ich den Job, ich war genau der Typ, den sie wollten.

Die Jahre gingen ins Land und ich bekam immer dieselben Rollen; die der sexy Blondine. Ich hatte echt keine Lust mehr, diesen naiven Frauentyp zu verkörpern. Ich wollte ernst genommen werden und hoffte, durch Schauspielunterricht ein anderes Niveau zu erreichen. Ich wollte als Erwachsene wahrgenommen werden. In der Zeit bekam ich ein Angebot vom Playboy für die Foto-Titelstory. Ich dachte, dadurch meine Karriere pushen zu können, aber eigentlich war es genau kontraproduktiv zu dem, wie ich wahrgenommen werden wollte. Das Shooting war wirklich nicht gut für mich.

Immer wieder suchte ich Erfüllung in Beziehungen. Dreimal war ich verheiratet, dreimal liess ich mich scheiden. Heute glaube ich, es lag daran, weil ich mich selbst nicht annehmen konnte, weil ich mich immer wertlos fühlte. Ich zog die Männer an, die mich dann auch genau so behandelten. Ich versuchte, meine Verletzungen zu verdrängen, nach vorne zu schauen und Shoppen zu gehen. Doch das ging auf Dauer nicht gut.

Etwas ganz anderes

1991 konnte ich meine Verletzungen nicht mehr verdrängen. Obwohl ich beruflich Erfolg hatte, war ich innerlich nur leer. Und dann sprach Gott einfach so in mein Leben.

Eines Morgens sah ich die Sonne aufgehen und dachte, das ist wunderschön! Und plötzlich fiel mir Gott, der Schöpfer, wieder ein. Der Gott, den ich in meiner Kindheit so geliebt hatte. Mit einem Mal begriff ich, was mir all die Jahre gefehlt hatte. Ich wusste, dass Gott mir dieses Leben geschenkt hat und dass ich es mit Mist vollgestopft hatte. Das wollte ich jetzt ändern, ich wollte wieder zu Gott gehören. Ich fiel auf meine Knie und fing an zu beten.

Die Liebe Gottes, die ich in diesem Moment spürte, übertraf alles. Sie erreichte mein Innerstes und veränderte alles. Mein tiefer Schmerz und meine Scham waren wie weggespült. Ich war plötzlich geliebt und wertvoll. Diese innere Ablehnung, die mich immer begleitet hatte, war wie weggewischt. Ich war wie neugeboren, unschuldig und rein. Das wollte ich nie wieder aufgeben!

«Gottes Liebe weitergeben»

Der wiedergefundene Glaube hat mein Leben verändert. Ich fing an, in die Kirche zu gehen und Bibel zu lesen. Und ich nahm keine Rollen mehr an, die nicht zu meinem neuen Leben passten. Heute schreibe ich christliche Drehbücher und spiele nur noch in wertvollen Filmen mit. Denn ich möchte Gottes Liebe weitergeben. Durch ihn habe ich erkannt, wie wertvoll ich bin und das hat alles verändert.

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