Venezuela nach Maduro

Evangelische Leiter rufen zum Gebet auf

Präsident Donald Trump während der Operation Absolute Resolve zusammen mit CIA-Director John Ratcliffe (links) und Aussenminister Rubio (rechts)
Mit Gebet, Vorsicht und dem Ruf nach Frieden reagieren evangelische Kirchen und Leiter auf die aktuelle Situation in Venezuela. Mehrere Organisationen betonen Gottes Souveränität und ermutigen die Gläubigen zu Einheit im Gebet.

Evangelische Leiter in Venezuela und im Ausland reagieren mit Vorsicht und mit Gebetsaufrufen auf die jüngsten Ereignisse. Der «Evangelische Rat Venezuelas» äusserte sich in einer Erklärung besorgt um das Land. Der Rat ruft zum Gebet und zum Einsatz für Frieden auf: «Wir sprechen allen Brüdern und Mitbürgern, die derzeit Momente der Unsicherheit oder Angst erleben, unsere Gebet und unsere Solidarität zu. Wir bekräftigen unser Vertrauen in die Souveränität Gottes, der über die Nationen herrscht und die Geschichte gemäss seinem ewigen Plan lenkt.»

Weiter ruft der Rat alle Bürger und Gläubigen dazu auf, «sich nicht von Angst oder Unruhe beherrschen zu lassen», ihre Zeit in sozialen Medien zu begrenzen und sich stattdessen auf Gebet und Familie zu konzentrieren.

Aktuelle Situation komplex

Aus dem Exil in Florida bezeichnete der venezolanische Leiter Aristóteles López, Gründer des «March for Jesus» in Venezuela, die Festnahme Nicolás Maduros als göttliches Eingreifen. López erklärte gegenüber «Diario Cristiano», dass Gott trotz der enormen emotionalen Belastung und Unsicherheit der vergangenen Monate gezeigt habe, dass er Venezuela nie vergessen habe.

Aus Caracas erklärte José Rivero, Leiter der «H2D»-Stiftung, dass «die aktuelle Situation noch komplexer ist. Wir brauchen Weisheit vom Himmel, um sie zu bewältigen … und Vertrauen in Gott.» Auch Rivero bat um Gebet für Venezuela.

Ruf zu Einheit im Gebet

Kundgebung zugunsten von Nicolás Maduro vor dem venezolanischen Konsulat in Barcelona

Aus dem benachbarten Kolumbien veröffentlichte der «Evangelische Dachverband Kolumbiens» (CEDECOL) eine Erklärung zu den Ereignissen in Venezuela. «Wir rufen alle Kirchen und Gläubigen dazu auf, sich im Gebet zu vereinen, damit Gott die Kontrolle über die Nation übernimmt und seinem Volk Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit und Wiederherstellung schenkt. Wir glauben an einen souveränen Gott, der über die Nationen herrscht und den Schrei derer hört, die im Glauben beten.»

Weiter heisst es: «Wir laden dazu ein, konkret dafür zu beten, dass Gott Venezuela mit seiner Weisheit und Wahrheit regiert und jede Entscheidung in dieser entscheidenden Zeit lenkt. Wege der Freiheit, der Wiederherstellung und der Hoffnung werden sich für die gesamte Nation öffnen, venezolanische Familien werden geschützt, getröstet und gestärkt. Möge die Kirche in Venezuela bewahrt bleiben und weiterhin eine prophetische Stimme, ein geistlicher Zufluchtsort und ein Licht inmitten der Unsicherheit sein», erklärte CEDECOL.

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Datum: 06.01.2026
Autor: CDI/Daniel Gerber
Quelle: Christian Daily International/gekürzte Übersetzung: Livenet

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