Innovative Schulbildung

Jedes Kind soll sich angenommen wissen

Jede Schule bereitet die Kinder auf ihr Leben vor. Die Schulkooperative in Thun orientiert sich dabei am Glauben an Gott und arbeitet eng mit den Eltern zusammen.

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Schulkooperative Thun
Schulkooperative wurde 1997 von der landeskirchlichen Gemeinschaft Jahu in Biel gegründet. Sie wollte als Kirche Mitverantwortung für die Schulbildung übernehmen. Ziel ist eine ganzheitliche, nach biblischen Werten ausgerichtete Erziehung und Bildung. Dabei arbeitet die Schulkooperative eng mit den Eltern zusammen. 

Schule in Thun 

2011 startete die Schulkooperative mit acht Kindern in Steffisburg und zog im Sommer 2016 nach Thun. Das Angebot begann mit den ersten vier Schuljahren und wurde jährlich um einen Jahrgang erweitert. 2014 kamen ein Kindergarten und später eine Spielgruppe dazu. Aktuell werden 59 Kinder betreut und unterrichtet. 

Nach den sechs Jahren Primarstufe wird der Unterricht in der Real- oder Sekundarschule weitergeführt. Für ältere Schüler werden zusätzlich Lektionen zur Vorbereitung auf höhere Mittelschulen angeboten.  

Das Anliegen 

«Wie können wir biblische Werte und den Glauben an Gott verstärkt in der Bildung einbringen?» Diese Frage hatte einige Familien aus der Region Thun bewegt. Lorenz Kopp war von Anfang an involviert. Er erinnert sich: «Wir sagten uns, wenn wir wollen, dass der christliche Glaube sich vermehrt in unserem Denken und Leben ausdrückt, dann muss nicht nur die Sonntagschule, sondern auch die ‚Montag-bis-Freitag-Schule‘ vom Glauben an Gott geprägt sein». In den biblischen Wahrheiten liegt ein grosses Potential für ein gelingendes Leben, das in der Volksschule oft zu wenig genutzt wird. Obwohl die Schulkooperative von Anfang an eigene Wege ging, war es den Verantwortlichen immer wichtig, weder die Volksschule noch andere Privatschulen zu kritisieren. 

«Bei uns soll der Glaube aktiv gelebt und in Zusammenhang mit Lerninhalten gebracht werden. Kinder sollen verstehen, dass sogar Fächer wie Mathe oder Staatskunde etwas mit Gott zu tun haben.»  

Eltern und Lehrkräfte arbeiten Hand in Hand 

Die Eltern beteiligen sich deutlich stärker als in der Volksschule am Schulbetrieb. Ihr Engagement beträgt zwischen sechs und zwölf Lektionen pro Woche. Der Unterricht in den Hauptfächern wird von ausgebildeten Lehrpersonen erteilt. In Fächern wie Sport, Werken, Hauswirtschaft oder Musik sind aber auch kompetente Mütter und Väter aktiv. Andere Eltern arbeiten für den Mittagstisch, in der Bibliothek oder bei der Reinigung des Schulhauses mit. Die Unterstützung der Eltern und die kleinen Klassen (zwischen sechs und 15 Schülerinnen und Schüler) ermöglichen eine individuelle Förderung. Dazu gehören auch persönliche Coaching-Gespräche mit einzelnen Kindern. 

Gemeinsam an einem Strick ziehen 

Je stärker Eltern und Lehrkräfte in Grundsatzfragen übereinstimmen, desto weniger Konflikte gibt es im Schulbetrieb. Und je besser sie sich kennen und schätzen, desto schneller lassen sich Konflikte lösen. Deshalb treffen sich alle Lehrkräfte und Eltern jährlich an acht Schulkooperativen-Abenden und besuchen gemeinsame Weiterbildungen. Dabei werden verschiedenste Themen zu Erziehung, Bildung, und zur Schulentwicklung behandelt. Und es bleibt auch genügend Zeit zum gemeinsamen Austausch. Dadurch soll ein gemeinsamer Weg zum Begleiten der Kinder bei der schulischen und persönlichen Entwicklung gefunden werden. Der Schulleitung ist es sehr wichtig, dass die Kinder viel Wertschätzung und Annahme erfahren – unabhängig ihrer schulischen Leistungen. Je mehr dies gelingt, desto besser kann das Entwicklungspotential angesprochen und Kreativität freigesetzt werden. 

Väter sind gefragt 

Jedes Jahr findet eine Projektwoche in einem Lagerhaus statt, welche von den Vätern organisiert wird. Es ist erstaunlich, welch abwechslungsreiche und teilweise sehr aufwändige Programme entstehen. Einige Väter sind an einzelnen Tagen oder sogar während der ganzen Woche dabei. Andere helfen mit, das benötigte Material zur Verfügung zu stellen. Für viele Väter, die sich unter der Woche nur schwer am Schulbetrieb beteiligen können, bietet diese Woche eine einmalige Chance, mit ihren Kindern und der Schule unvergessliche Tage zu verbringen.  

Innovative Wege gehen 

Die Schulkooperative ist eine Schule, die sich durch ihr christliches Fundament, kleine Klassen und die enge Mitarbeit der Eltern auszeichnet. Das Ziel, Kindern in Schule und Elternhaus einen lebendigen Glauben an Jesus nahzubringen und sie bestmöglich auf ihr späteres Leben vorzubereiten, treibt sie an. Es ist eine Investition, die sich bezahlt macht.

Webseite:
http://www.schulkooperative.ch

Zum Thema:
Polit-Lunch: Die Schule braucht christliche Werte

Religionslehrer Primo Cirrincione: «Reli sollte cool sein für die Kinder!»

Datum: 23.02.2018
Autor: Markus Richner-Mai
Quelle: Livenet

Kommentare

Christliche Schulen sind eine sehr gute Sache und tragen bei den Kindern zu einem guten Fundament bei! Leider für viele Familien mit kleinerem Lohn aber zu teuer. Aus meiner Sicht als Lehrperson an einer öffentlichen Schule finde ich es auch Schade,dass dann diese Kinder und Gläubigen Eltern fehlen,welche eben da gefragt wären. Wir brauchen wieder Gläubige im Schulrat,Elternvereinigungen,und Eltern die in der Schulen Nachfragen warum man eigentlich die Weihnachtsgeschichte nicht mehr erzählen darf! Stattdessen werden solche Fragen anhand atheistischen und moslemischen Eltern entschieden, welche sich eben dafür einsetzen und reklamieren ,wenn zB. christliche Feiertage angesproc

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