«Bin nicht für persönlichen Ruhm hierher gekommen»
Seit dem 21. Dezember und noch bis zum 18. Januar treten 24 afrikanische Nationalmannschaften mit dem ultimativen Ziel gegeneinander an, die kontinentale Krone zu gewinnen.
Zum ersten Mal in seiner Geschichte wird dieser Afrika-Cup über zwei Kalenderjahre hinweg ausgetragen. Eine Entscheidung, die sich schnell aufdrängte, um dem extrem dichten internationalen Spielkalender gerecht zu werden, da das Jahresende eines der wenigen Zeitfenster darstellt, in denen der Fussball üblicherweise pausiert.
Vorstoss ins Achtelfinale
Auch Spieler, die Gott ins Zentrum rücken, sorgen für Glanzlichter. Darunter Gaël Kakuta, einst ein Wunderkind des französischen Fussballs. Der in Lille geborene, französisch-kongolesische Fussballspieler ist für seinen offen gelebten christlichen Glauben bekannt.
Ursprünglich von seinem Nationaltrainer nicht nominiert, wurde der 34-jährige Stürmer, der bei Sakaryaspor in der zweiten türkischen Liga spielt, nach fast achtzehn Monaten ohne Länderspieleinsatz zurückgeholt; in der Türkei erzielte der Offensivspieler im laufenden Jahr in 22 Spielen neun Tore.
Grund für die Nachnominierung war die Verletzung eines Mitspielers. Kaum in Marokko angekommen, stand Kakuta gegen Botswana (3:0) direkt in der Startelf und feierte ein wegweisendes Comeback mit einem Tor und zwei Vorlagen – darunter ein herrlich inspirierter Hackenpass, der im Internet viral ging.
«Alles verdanke ich Jesus»
Im Rampenlicht stehend, nachdem seine Mannschaft, die DR Kongo, erst im Achtelfinale von Algerien eliminiert worden war (0:1 nach Verlängerung), entschied sich der Spieler bewusst dagegen, die Ehrungen für sich zu beanspruchen, und zog es vor, über denjenigen zu sprechen, ohne den er all das nicht erleben könnte: «Ihr sprecht von einer neuen Geburt? Ich sage lieber, dass Gott alles Gute zu seiner Zeit tut. Ich bin nicht für meinen persönlichen Ruhm hierhergekommen, sondern um meiner Mannschaft zu helfen. Deshalb möchte ich mit beiden Füssen auf dem Boden bleiben. Alles, was ich heute erlebe, verdanke ich meinem Herrn Jesus Christus.»
«Ich glaube fest an Gott»
Ein Blick in die sozialen Netzwerke zeigt zudem, dass viele Spieler dieses Afrika-Cups dort Bibelverse zitieren. Für andere wiederum sind Pressekonferenzen eine weitere Gelegenheit, von Gott zu sprechen.
Nach der Qualifikation Kameruns für das Viertelfinale durch den Sieg gegen Südafrika (2:1) erklärte Nationaltrainer David Pagou, was der Schlüssel zum aktuellen Erfolg einer Auswahl sei, die vor seiner jüngsten Ankunft von zahlreichen negativen Geschichten erschüttert worden war: «Ich bin ein Kind Gottes. Ich glaube fest an Gott. Ich habe mich ihm vollkommen anvertraut und möchte den Weg gehen, den er für mich vorgesehen hat. Ich bin ein Sieger, ja, aber auch ein disziplinierter Mensch. Das versuche ich an meine Spieler weiterzugeben. Wenn sich das auf dem Spielfeld widerspiegelt, umso besser. Das ist es, was uns leitet.»
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