Das Tor zu Bethsaida

Antiker Eingang zu biblischer Stadt entdeckt

Archäologen in Israel entdeckten ein altes Tor. Sie gehen davon aus, dass sie das Eingangstor zu Zer entdeckt haben, einer biblischen Stadt aus dem Alten Testament, die im Neuen Testament später als Bethsaida bekannt wurde.

Zoom
Archäologen entdeckten diesen antiken Eingang in den Golanhöhen.
Der Fund in den Golanhöhen wurde in den letzten zwei Wochen gemacht und am Sonntag, 8. Juli 2018, durch den Golan-Regionalrat bekanntgegeben, wie die «Jerusalem Post» berichtet. Zer wird in Josua, Kapitel 19, Vers 35 als eine der befestigten Städte für das Volk von Naftali, einem der zwölf Stämme Israels, erwähnt. Der Vers lautet: «Folgende befestigten Städte gehörten zu Naftali: Ziddim, Zer, Hammat, Rakkat, Kinneret.»

Archäologen sagen, dass Zer im Neuen Testament als Bethsaida bezeichnet wurde. In Bethsaida hat Jesus einen Blinden geheilt (Markus-Evangelium, Kapitel 8) und die 5'000 ernährt (Lukas-Evangelium, Kapitel 9). Es ist auch die Stadt, aus der Andreas, Petrus und Philippus kamen (Johannes-Evangelium, Kapitel 1, Vers 44).

Nicht viele Tore aus dieser Zeit

Der Torfund wurde von etwa 20 Archäologen gemacht, die mit dem «Hebrew Union College» vor Ort arbeiteten. Rami Arav, Direktor des Bethsaida-Projekts: «Es gibt nicht viele Tore in diesem Land aus dieser Zeit. Bethsaida war der Name der Stadt während der zweiten Tempelperiode, aber während der ersten Tempelperiode war es die Stadt von Zer», so Arav.

Seit Jahren besuchen Touristen die Region Bethsaida, um einen der Orte zu sehen, an dem Jesus Wunder vollbracht hat. Avi Lieberman, Direktor des Parks, in dem sich Bethsaida befindet, hofft, dass die neue Entdeckung noch mehr Touristen anziehen wird.

Zehntausende Besucher

«Die Mitarbeiter des Jordan Parks und des Golan Tourismus freuen sich über die zehntausenden Besucher, die den Park täglich besuchen», so Lieberman. «Der wunderschöne Park ist auch eine beeindruckende archäologische Stätte.»

«Ich staune jedes Mal über die Ankunft tausender evangelischer Besucher in Bethsaida. Und ich bin zuversichtlich, dass die neuesten Entdeckungen noch mehr Besucher aus der ganzen Welt und aus Israel in den Park locken werden.»

Zum Thema:
Altes römisches Bad liefert Hinweis: Speiste Jesus hier 5'000 Menschen?
Nachdem ISIS verdrängt wurde: Antike Untergrund-Kirche in Syrien entdeckt
Erfüllte Prophetie?: Der Staub fliegt davon und das antike Jerusalem tritt hervor

Datum: 13.07.2018
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Christian Headlines / Jerusalem Post

Publireportage

Täglich inspirierend
Auf Livenet.ch können der Mann und die Frau von nebenan ebenso in einer News-Meldung vorkommen wie der Hollywoodstar. Dieser einzigartige Livenet-Mix ist es, der die Macher wie auch die Leser begeistert.

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Nach USA, Russland und China
Jetzt steht das Landedatum fest: Am 13. Februar 2019 plant «SpaceIL» seine Raumsonde auf der Mondoberfläche aufsetzen zu lassen. Nach den USA,...
Eritrea nach der Öffnung
Eritrea hat eine Öffnung vollzogen. Jetzt ist die Zeit da, um für die Christen, insbesondere die evangelische Minderheit, zu intervenieren, meint...
Lobpreis beim Fastfood
11,7 Millionen Mal wurde das Video bisher auf Facebook angeschaut: Ein Lobpreisteam aus Georgia verwandelte ein Tischgebet in eine erstaunliche...
Ganz offiziell inoffiziell
Auch Marokko pflegt inzwischen diplomatische Beziehungen mit Israel. Zwar nicht auf ganz offiziellem Weg, aber über andere Netzwerke.

AKTUELLE NEWS

Die Kraft eines einfachen Gebets
Manchmal weiss man nicht, wie ein Gebet beginnen soll, zum Beispiel in einer schwierigen Situation. Nun gewährt der bekannte Pastor und Autor Max Lucado einen Einblick in Probleme, die sich in seinem Gebetsleben stellten.
Nach USA, Russland und China
Jetzt steht das Landedatum fest: Am 13. Februar 2019 plant «SpaceIL» seine Raumsonde auf der Mondoberfläche aufsetzen zu lassen. Nach den USA, Russland und China wäre Israel erst der vierte Staat, dem dies gelingen würde.
Ausgeschlossene Jungscharen
2017 wurden über 200 christliche Jungscharen in der Schweiz aus dem Sportförderprogramm J+S ausgeschlossen. Die SEA kämpfte mit den betroffenen Verbänden erfolgreich für eine Anschlusslösung. Nun fanden wieder die ersten J+S-anerkannten Lager statt.
Unbequemer Bonhoeffer
Die Hochschultheologie kommt fast ohne ihn aus. In Kirchen kennt man ihn von freundlichen Kalenderzitaten. Dabei hat Dietrich Bonhoeffer bis heute herausfordernde Gedanken zur Nachfolge beizutragen – wie z.B. solche gegen eine «billige Gnade».
Eritrea nach der Öffnung
Eritrea hat eine Öffnung vollzogen. Jetzt ist die Zeit da, um für die Christen, insbesondere die evangelische Minderheit, zu intervenieren, meint unser Korrespondent Heinz Gstrein.
Studie über Jugend und Gewalt
Muslimische Jugendliche neigen laut einer neuen Studie der Universität Zürich zu mehr Gewalt. Für Pascal Gemperli von der Föderation islamischer Dachorganisationen der Schweiz (Fids) wirft dieses Resultat Fragen auf.
Lobpreis beim Fastfood
11,7 Millionen Mal wurde das Video bisher auf Facebook angeschaut: Ein Lobpreisteam aus Georgia verwandelte ein Tischgebet in eine erstaunliche Performance – und brachte damit ein ganzes Restaurant zur Anbetung.

Anzeige

Kommentar

Kritik an Migros-Aktion: Marketing-Aktionen und der einseitige Blick der Medien
Wenn einer der beiden Schweizer Grossverteiler eine Aktion zur Verkaufsförderung startet, geht er...

Anzeige

Ratgeber

Einander ertragen Wie man Miteinander auskommt
Wenn man selbst angespannt und gestresst ist, sind meistens auch noch die anderen seltsam. Weil man...