Weil sie sich weigerten, Christus abzuschwören
«Christian Solidarity Worldwide» (CSW) fordert die staatlichen Behörden auf, einzugreifen, nachdem die örtliche Polizei offenbar nichts unternommen hat, um den Christen zu helfen.
Der Vorfall begann laut CSW am 11. Januar, als Dorfbewohner ihre Forderung stellten, dass die Christen ihrem Glauben abschwören, und sogar damit drohten, die Christen zu töten, sollten sie dieser nicht nachkommen. Am nächsten Tag wiederholten sie ihre Forderung und versammelten diesmal einen Mob von etwa 20 Personen, der die Häuser der Christen zerstörte. Als sich die christlichen Familien am folgenden Tag bei der Polizei beschwerten, stellte sich diese auf die Seite der Verfolger und sprach weitere Drohungen gegen die christlichen Familien aus.
Seltsame Verhöre
Die Polizei erklärte, dass ihre «Unique Identity Cards» sowie ihre Lebensmittelrationen gestrichen würden, und fragte sie, warum sie sich als Angehörige einer Stammesgemeinschaft entschieden hätten, dem Christentum zu folgen. Als die Dorfbewohner die offizielle Reaktion gesehen hatten, sprachen sie weitere Morddrohungen gegen ihre christlichen Nachbarn aus.
Die Polizei verweigerte den Christen anschliessend jede weitere Hilfe. Am 14. Januar wurde der örtliche Pastor von den Behörden befragt, da seine Predigten angeblich «Aberglaube» seien. Anschliessend untersagte man ihm, Familien im Dorf zu besuchen.
Winter in Ruinen
Die etwa 25 Christen im Dorf verbringen die harten Wintermonate derzeit in den Ruinen ihrer Häuser. Sie planen, die Angelegenheit an eine höhere Instanz heranzutragen, indem sie den Distriktkommissar kontaktieren.
CSW-Gründer und Präsident Mervyn Thomas: «Es ist zutiefst besorgniserregend, Zeuge des schweren und inakzeptablen Angriffs sowie der Demütigung zu werden, denen diese Familien aufgrund ihres Glaubens ausgesetzt waren.»
Alarmierendes Versagen
Weiter betont Mervyn Thomas: «Noch alarmierender ist das Versagen der Polizei, diese schutzbedürftigen Bürger zu schützen, wodurch die Täter zusätzlich ermutigt wurden.»
Deshalb rückt CSW dieses Unrecht durch eine konkrete Forderung in die Öffentlichkeit: «Wir fordern die Bezirksverwaltung und die staatlichen Behörden mit Nachdruck auf, umgehend einzugreifen, die Sicherheit der betroffenen Familien zu gewährleisten, ihre Rechte wiederherzustellen, sie für den Verlust ihrer Häuser zu entschädigen und die Verantwortlichen nach dem Gesetz zur Rechenschaft zu ziehen.»
Der indische 112-Millionen-Staat Maharashtra ist nicht zuletzt durch die 15-Millionenstadt Mumbai bekannt. Auch in diesem Staat ist die Einführung eines harschen Anti-Konvertierungs-Gesetzes ein Thema.
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Datum: 25.01.2026
Autor:
Christian Today / Daniel Gerber
Quelle:
Christian Today / Übersetzung: Livenet