Sie fühlte sich nie genug

«Ich war zu einem Monster geworden»

Makenna Brown wurde durch einen Bibelvers im Gefängnis ermutigt
Jahrelang versucht Makenna Brown, von anderen akzeptiert zu werden. Drogen, Diebstahl und Beziehungen sollen die Leere füllen. Als sie verhaftet wird und alles zerbricht, begegnet sie ausgerechnet im Gefängnis einer Hoffnung, die alles verändert.

«Ich war zu einem Monster geworden. Ich konnte mir nicht vorstellen, vollständig ich selbst zu sein und dafür akzeptiert und geliebt zu werden», erinnert sich Makenna Brown. Im Februar 2021 wurde sie in Cartersville im US-Bundesstaat Georgia verhaftet und wegen mehrerer Verbrechen angeklagt. 

Mit 24 Jahren und drohenden 30 Jahren Haft wusste sie nicht, was sie fühlen sollte. «Ich war emotional völlig am Ende.» Seit sie zwölf Jahre alt war, hatte sie ihre Gefühle und ihre Identität danach ausgerichtet, was die Menschen um sie herum dachten. «Ich fühlte mich immer anders. Immer, wenn ich jemandem einen Blick auf mein wahres Ich zeigte, wurde ich zurückgewiesen – egal ob von Familie oder Freunden. Egal, wie sehr ich versuchte dazuzugehören, es war einfach nie genug.»

Die Sucht nimmt ihren Lauf

In ihren Teenagerjahren begann sie, Drogen zu nehmen und teure Dinge zu stehlen, um dazuzugehören. «Drogen und Alkohol gaben mir einen Schub an Selbstvertrauen, sodass ich mich anderen gegenüber so präsentieren konnte, als wäre ich wie sie. Oder sie benebelten meinen Verstand so sehr, dass ich dachte: ‘Hey, ich mag es, mich so zu fühlen. Ich fühle mich nicht allein und nicht abgelehnt.’»

Die Drogen machten ihre Collegepläne zweimal zunichte. Ihre Sucht – und ihre Unsicherheit – bestimmten jeden Entscheid, den sie traf. «Die kurzfristige Lösung war alles, worauf ich mich konzentrierte, besonders das Abhängen mit der Gruppe, mit der ich unterwegs war. Sie taten Dinge, um Geld zu bekommen, damit wir ein paar Wochen Spass haben konnten. Ich hatte das Gefühl, nichts beitragen zu können. Also ging ich los und besorgte es, denn sonst war ich wieder wertlos.»

Immer allein gefühlt

Makenna Brown sehnte sich nach Aufmerksamkeit und wechselte von Mann zu Mann. Am Ende des Tages fühlte sie sich immer allein. «Ich gab mir immer selbst die Schuld, dass ich nicht genug zu bieten hatte. Wenn ich genug gehabt hätte, wären sie geblieben. Spirituell wurde es in mir so dunkel, dass Selbstmord wie ein guter Ausweg erschien. Ich erinnere mich, wie ich mit einer Waffe in der Hand auf den Stufen sass und darüber nachdachte, mich umzubringen.»

In dieser Zeit setzte sie ihre Hoffnung auf New-Age-Spiritualität. «Ich dachte, das könnte ein Ausweg sein, um das zu bekommen, was mir fehlte. Ich dachte, dass wenn ich einen bestimmten Stein habe, dieser mich erdet. Oder dass wenn ich jenen Stein habe, er mich versorgen wird. Aber ich war immer noch in völliger Dunkelheit.»

Plötzlich angeklagt

Dann erfolgte die Verhaftung. Makenna, ihr Freund sowie weitere Kollegen wurden wegen mehrerer Verbrechen angeklagt. «Ich hatte alles versucht, um genug zu sein, und konnte es trotzdem nicht in mir selbst finden. Ich erinnere mich, dass ich wütend wurde und all diese Emotionen hatte, während die Anklagen über meinem Kopf schwebten und ich von den Menschen getrennt wurde, von denen ich dachte, dass ich sie liebe.»

An der Wand war ein Bibevers geschrieben. «Ich taufe euch mit Wasser; aber der nach mir kommt, dessen Sandalen zu tragen ich nicht würdig bin, der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.» Sie nahm dies als ein Zeichen. «Ich wusste nicht unbedingt, dass es Jesus war, aber ich wusste, dass in diesem Moment jemand zu mir sprach.»

«Wenn du überhaupt zuhörst…»

Also betete Makenna Brown: «Gott, wenn du überhaupt zuhörst…» denn zu diesem Zeitpunkt fühlte sie sich so schmutzig, dass sie nicht einmal wusste, ob es ihn genug interessieren würde, sie zu hören, «…ich vertraue dir mehr als mir selbst.»

Ein paar Tage später hörte sie einen Pastor sagen: «Jemand von euch sagt, dass Gott nicht real ist – aber ich wette, ihr wisst, dass Dämonen real sind.» Das leuchtete Makenna ein: «Ich war mein ganzes Leben lang gequält worden, aber ich wusste nie, was es war.»

Tag darauf erschien sie zum Gottesdienst. Der Pastor sagte: «Der Herr sagt, du hast eine Berufung für dein Leben, und du musst aufhören, damit zu spielen.» Diese Worte trafen genau das, wonach sie gesucht hatte. «Ich wusste, dass das wahr war.»

Das Übernatürliche gefunden

Makenna Brown lernte die Liebe Gottes kennen

Als ihr der Pastor später die Hände auflegte, spürte sie etwas Übernatürliches. «Ich wusste nicht, dass man das Übernatürliche auch in der Kirche finden kann. Ich dachte, dies gäbe es nur draussen in der Welt, in dämonischen Dingen. Aber die Reinheit der Gegenwart von Jesus zu spüren, war wahr und real – ich wusste, dass ich ihm vertrauen konnte.»

Zum ersten Mal fühlte sich ihr Herz wie ein zu Hause an. «Zum ersten Mal fühlte ich mich wirklich gesehen; so wie ich wirklich bin.» Und bedingungslos geliebt.

Die nächsten sechs Monate verbrachte Makenna im Gefängnis und lernte mehr über Christus und seine Liebe. Was sie entdeckte, überraschte sie.

«Du bist nicht abgelehnt»

«Sein Wort begann, mich zu verändern. Es war, als würde er sagen: ‘Du bist nicht abgelehnt. Ich habe dich erwählt und ich liebe dich, egal was passiert. Ich bin für dich gestorben – trotz allem.’»

Als sie Jesus fand, war es, als würde alles sichtbar heller werden – nicht nur innerlich, sondern auch äusserlich. «Ich begann nicht nur, mich selbst zu lieben und mir selbst zu vergeben, sondern mein Leben drehte sich nicht mehr um mich.»

Alle anderen Anklagen gegen sie wurden fallen gelassen, und so wurde Makenna freigelassen. Sie schloss sich der Gemeinde des Pastors an und leitet dort heute den Lobpreis. Ausserdem dient Makenna Brown in dem Gefängnis, in dem sie früher selbst Gefangene war. Ihr Leben ist nun erfüllt von der Freude zu wissen, dass sie dazugehört.

«Ich fühle mich nicht mehr allein. Es ist wie ein ständiges Gespräch mit dem Herrn. Es ist aufregend und wunderschön. Er beweist sich immer wieder. Ich habe jetzt das Gefühl, Integrität zu haben. Sein Blut ist genug. Du musst nichts tun, um zu verdecken, was du getan hast, oder versuchen, dich selbst zu verändern. Als er sagte: ‘Es ist vollbracht’ – da meinte er auch dich.»

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Datum: 13.03.2026
Autor: Amy Reid / Daniel Gerber
Quelle: CBN / Übersetzung: Jesus.ch

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