40 Jahre «U2»

Bonos zehn beste Statements zum Glauben

Die Band «U2» feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Frontmann Bono äusserte sich in dieser Zeit schon oft zu seinem christlichen Glauben. Jesus.ch bringt eine Zusammenstellung seiner zehn stärksten Aussagen.

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Band «U2»
Erst vor kurzem forderte Bono mehr Ehrlichkeit in christlichen Liedern, kurz nachdem er einen Doku-Film über die Psalmen publiziert hatte. Schon früher hielt der Sänger der irischen Band fest, dass er dahin gehe, wo er den Heiligen Geist spüre und dass er bete, um Gottes Willen zu erfahren.

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Bono, Frontmann von der Band «U2»
Jetzt, zum 40-jährigen Bestehen der Gruppe, präsentiert das britisch-christliche Radio «Premier» die zehn prägendsten Statements von Bono über den christlichen Glauben – ein Fundus mit Tiefgang zu verschiedenen Aspekten des Christentums.

Bono über den Grund, warum Jesus gestorben ist: «Ich mag den Gedanken an das Opferlamm. Der Punkt warum Christus gestorben ist, ist, weil er der Welt Sünde trägt. So dass das, was ausgelöscht ist, nicht auf uns zurückfällt und dass unsere sündige Natur nicht den Tod erntet. Das ist der Punkt. Das sollte uns demütig machen. Es sind nicht unsere eigenen guten Werke, die uns durch die Himmelstüre bringen.»

Gottes Gegenwart erleben: «Ich gehe dahin, wo das Leben ist. Dahin, wo ich den Heiligen Geist spüre. Das kann im hintersten Winkel in der Ruhe und Einkehr einer katholischen Kathedrale sein, die an Gottes Mysterium erinnert oder es kann sein, dass ich Gottes Gegenwart mitten im hellen Licht eines Erweckungs-Gottesdienstes erlebe. Ich gehe dahin, wo ich Leben finde. Ich sehe keine Denominationen.»

Warum Jesus dich nicht vom Haken lässt: «Jesus lässt dich nicht vom Haken. Die Schrift lässt dich nicht einfach so vom Haken. Wenn die Leute sagen: 'Ein guter Lehrer', 'ein Prophet', 'ein wirklich netter Typ' ist das nicht das, was Jesus von sich selbst sagte. Du bist in dieser Frage selbst herausgefordert – ist er der, der er sagte, dass er sei oder stimmte es überhaupt nicht? Du musst dich entscheiden. Ich glaube, dass er der Sohn Gottes ist.»

Warum kirchliche Musik besser sein sollte: «Ich erinnere mich an die Psalmen der Kirche Irlands aus meiner Kindheit. Ich dachte immer: 'Grossartige Worte zu beschämenden Tönen', ausser für 'Der Herr ist mein Hirte', dies gefiel mir. Die Psalme sind rau und brutal ehrlich. Der Psalmist ist brutal ehrlich über explosive Freude, seine Gefühle, tiefes Leid und den Trubel. Und so dachte ich, warum die kirchliche Musik dem nicht gerecht wird.»

Gnade gegenüber Karma: «Atemberaubend ist, dass Gott, der das Universum geschaffen hat, sich nach Gesellschaft sehnt. Eine echte Beziehung zu Menschen. Im Zentrum aller Religionen ist die Idee des Karmas. Was man tut, fällt auf einen zurück: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Das Karma ist im Herzen des Universums. Und nun kommt Gott mit dem Gedanken der Gnade, um all das 'Was man sät, erntet man' umzustülpen. Gnade trotzt Vernunft und Logik. Die Liebe unterbricht die Konsequenzen deiner Handlung, was in meinem Fall eine sehr gute Nachricht ist, denn ich habe viel Dummes getan. Das ist zwischen mir und Gott. Ich wäre in grossen Schwierigkeiten, wenn ich vom Karma gerichtet würde. Da würde ich tief im Sumpf stecken. Es entschuldigt meine Verfehlung nicht, doch ich strecke mich nach der Gnade aus. Ich halte daran fest, dass Jesus meine Sünden ans Kreuz gebracht hat.»

Das Alte Testament verstehen: «Ich habe kein Hippie-Bild von Christus. Die Evangelien zeichnen das Bild einer sehr anspruchsvollen Liebe. Das Alte Testament ist für mich wie ein Action-Film mit Wagenrennen, Evakuationen, viel Spezialeffekten, Meeresteilung und vielem mehr. Die Kinder Gottes sind eigenwillig. Vielleicht sind sie deshalb so nahbar. Doch jene, die das christliche Rätsel lösen wollen, sehen, dass der Gott des Alten Testaments auf einer Reise vom strengen Vater zum Freund ist. Wenn man ein Kind ist, braucht man klare Anweisungen und strikte Regeln. Doch mit Christus haben wir eine Eins-zu-Eins-Beziehung, während es im Alten Testament eine der Anbetung war – eine vertikale Beziehung. Das Neue Testament zeigt uns einen Jesus, der familiär und horizontal ist.»

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Bono
Was es bedeutet, Christ zu sein: «Wir hatten einen Pastor, der sagte: 'Hör auf, Gott darum zu bitten, dass er segnet, was du tust, Bono.' Er sagte: 'Finde heraus, was Gott tut, denn das ist bereits gesegnet'. Wenn du dich mit Gottes Zweck abgleichst, wie es in der Schrift heisst, wird in deinem Leben etwas Besonderes geschehen.»

Die biblische Sicht auf Armut: «Es ist kein Zufall, dass die Armut in der Bibel 2'100 Mal vorkommt. Das ist kein Versehen, das ist viel Sendezeit. Das einzige Mal, wo Jesus richtend ist, ist beim Thema Armut: 'Was du einem meiner Geringsten getan hast, das hast du mir getan.'»

Warum Religion Gott in die Quere kommen kann: «Was ich von meinem Vater und meiner Mutter mitbekommen habe, ist, dass Religion oft den Weg Gottes durchkreuzt. Wenn ich sehe, was religiöse Menschen im Namen Gottes meinem Herkunftsland angetan haben… Und dann sind da Gottes Zweit-Wagen-Händler im Fernsehen, die für Cash Ablässe verkaufen… Überall auf der Welt fliessen Selbstgerechte wie ein mächtiger Strom aus verschiedenen Ecken des religiösen Etablissements. Da muss ich umschalten zu MTV. Und das, obschon ich gläubig bin. Vielleicht weil ich gläubig bin.»

Ehrlich mit Gott sein: «Was so kraftvoll an den Psalmen ist, ist, dass sie auch Evangelium und Anbetung und auch Blues sind. Es ist sehr wichtig für Christen, ehrlich mit Gott zu sein. Denn Gott ist mehr daran interessiert, wer du bist, als wer du sein möchtest.»

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Datum: 30.09.2016
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Jesus.ch / Premier

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