Grafite in der Wüste

Ein Fussballstar sorgt sich um seine Gegner

Der bibelfeste Brasilianer Grafite (32) lässt die Bundesliga hinter sich und heuert im Nahen Osten an. Künftig schnürt der Südamerikaner seine Fussball-Schuhe bei Al-Ahli in Dubai. In einem Interview sagte Ex-Wolfsburg-Star Grafite, dass er für seine Gegner betet.
Grafite auf dem Feld

In Wolfsburg hinterliess Grafite deutliche Spuren: 2009 wurde er mit dem Team Meister und mit 28 Treffern Torschützenkönig der Liga. Und dies obschon er wegen einer Verletzung nur 25 von 34 Matchs bestreiten konnte. In der Champions League demontierte er den ZSKA Moskau beim 3:1-Triumph, wobei der die drei Tore gleich selbst schoss.

Auf Grafite wartet bei Al-Ahli beachtenswerte Prominenz. Ebenfalls im Kader steht Abwehrhaudegen Fabio Cannavaro, der für Italien 136 Länderspiele bestritt. Noch bekannter ist jedoch derjenige, den Grafite oft in Interviews erwähnt: Gott. «Der Glaube ist die Grundlage für mein Leben. Ich sage da nicht nur irgendetwas auf, ich glaube an das, was in der Bibel steht», antwortet Grafite auf die Frage, was ihm der Glaube bedeute.

Respekt wichtig

Der 1979 in São Paulo geborene Stürmer hat eine bewegte Lebensgeschichte hinter sich. Als Jugendlicher hat er durch den Verkauf von Mülltüten zum Lebensunterhalt der Familie beigetragen. Grafite: «Durch meine Geschichte weiss ich, das alles nicht selbstverständlich ist. Wichtig ist, wie du dich als Mensch verhältst, dass du respektvoll mit anderen umgehst – egal, welche Hautfarbe oder Religion sie haben.»

Grafite betet für Gegner

Er selbst bete nicht um Tore zu erzielen und zu gewinnen, sondern «damit ich, meine Kollegen und die Gegner nicht verletzt werden. Ich bete zu Gott, dass alle genauso das Feld verlassen, wie sie es betreten haben.»

Vor jeder Partie bete er Pslam 91, die Worte «Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: ‚Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.’», erklärte er einst der «Bild»-Zeitung. Und im «Aktuellen Sportstudio» sagte er: «Ich glaube, dass das, was in meinem Leben geschieht, Gottes Wille ist und dass er mir meinen Weg gezeigt hat, auch den Weg, Fußballspieler zu werden.» Seine Gabe, mit dem Ball umzugehen, sehe er als ein von Gott gegebenes Talent an. «Und das setze ich ein.»

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Webseite von Grafite

Datum: 13.07.2011
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Jesus.ch

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