Abedinis Frau: Rohani treffen

«Sein 'Verbrechen' war: Er half Irans Bedürftigen»

Irans Präsident Hassan Rohani reist zur 70. Generalversammlung der Vereinten Nationen nach New York. Nun bittet Naghmeh Abedini, die Frau des inhaftierten Pastors Saeed Abedini, um ein Treffen mit dem Präsidenten.
Saeed's Ehefrau Naghmeh Abedini
Naghmed Abedini: «Er ist ein Ehemann und Vater»
Rebekkah und Jacob Abedini appellieren an Rohani: Lass unseren Vater frei!

Naghmeh Abedini, die Frau von US-Bürger Saeed Abedini, will sich zusammen mit ihren beiden kleinen Kindern Rebekka und Jacob mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani in New York treffen. Dorthin reisst Rohani im Laufe des Septembers mit einer iranischen Delegation zur 70. UNO-Generalversammlung.

Seit nun mehr als drei Jahren sitzt Saeed Abedini in iranischer Haft, nachdem der US-Pastor im Iran mitgeholfen hat, ein Waisenhaus aufzubauen. Nun hat Naghmeh eine einmalige Möglichkeit, für die Freilassung ihres Mannes zu kämpfen, da Rohani US-Boden betritt, in dem Land, in dem der Fall besonders populär ist; so hat beispielsweise US-Präsident Barack Obama Naghmeh bereits besucht und mit Rohani über den Fall gesprochen.

«Er ist Ehemann und Vater»

In einem Brief bat Naghmeh den iranischen Botschafter der Vereinten Nationen um ein Treffen mit Rohani, Aussenminister Mohammed Sarif und dem Botschafter selbst. Darin schrieb Naghmeh unter anderem: «Mein Mann hat grosse Liebe und Respekt für den Iran und darum eröffnete er ein Waisenhaus im Land. … Als er 2012 in den Iran ging, wie bereits so oft, wollte er das letzte Mitglied für den Vorsitz des Waisenhauses einsetzen, einen schiitischen Muslim aus Qom.»

«In diesen drei Jahren haben wir als Familie schwer gelitten, durch die Abwesenheit meines Mannes und des Vaters meiner Kinder … Er ist kein Verbrecher und keine Gefahr für die Stabilität der iranischen Regierung. Er ist ein Ehemann und Vater.»

Kinder schreiben ebenfalls

Weiter schreibt sie, dass die UNO-Generalversammlung da sei, um Entscheidungen zu treffen, die dem Frieden und der Sicherheit auf dieser Erde dienen. «Mein Mann sitzt im Gefängnis, einzig weil er seinen Glauben friedfertig ausgeübt hat.»

Dem Schreiben legte sie einen von Hand verfassten Brief ihrer Kinder bei, die neben der Bitte um Freilassung auch eine Zeichnung beinhaltet, auf der die Kleinen die Familie gezeichnet haben.

Für Saeed stark machten sich bereits US-Präsident Barack Obama (per Telefon), US-Pastor Billy Graham (per Brief), «7eventh Time Down» (per Song) und Kaka.

Zum Thema:
Kampf für Befreiung: Saeed Abedini seit 1'000 Tagen im Gefängnis
Durch Irans «Samurai» inspiriert: Offener Brief an Hassan Rohani

Datum: 06.09.2015
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Breaking Christian News

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