Nächste grosse weltweite Kraft

Afrikaner wollen andere Kontinente erreichen

Die missionsorientierten Leiter trafen sich auf der Konferenz «Together»
Rund hundert afrikanische Leiter aus 33 Nationen versammelten sich Anfang Februar in Johannesburg, Südafrika, um über die Zukunft der Mission auf ihrem Kontinent zu sprechen.

Ein gemeinsames Thema tauchte immer wieder auf: nämlich, dass es an der Zeit ist, dass Afrika sein Potenzial als nächste grosse missionssendende Kraft der Welt annimmt. Hierzu trafen sich missionsorientierte Leiter auf der Konferenz «Together: Africa to the Nations» mit dem Ziel, die Zusammenarbeit in ihren Bemühungen um das Aussenden von Missionaren zu stärken.

«Gott tut einige Dinge in Afrika», sagte Ezekiel Ajibade, Hauptredner der Konferenz und Rektor des «Baptist College of Theology» in Lagos, Nigeria. «Gott hat uns ausgestattet. Er hat uns befähigt. Wir haben die Energie, wir haben die Widerstandskraft, wir haben die Ausbildung. Gott hat viel in uns als Afrikaner investiert, und ich denke, jetzt ist die Zeit für uns gekommen, dieses Werk zu tun.»

Die Afrikanische Kirche mobilisieren

«Die Konferenz war darauf ausgerichtet, afrikanische Redner zu diesem afrikanischen Thema sprechen zu lassen, um die afrikanische Kirche zu mobilisieren», betonte Faly Ravoahangy, ein Pastor und Missionsleiter aus Madagaskar. Er weiss, dass Afrikaner Verantwortung für den Missionsbefehl übernehmen müssen, damit das Evangelium sowohl innerhalb als auch vom Kontinent aus weitergegeben werden kann.

«Es ist kein Auftrag, der einigen Menschen mit einer bestimmten Hautfarbe, einer bestimmten Herkunft oder bestimmten Mitteln gegeben wurde», sagte er. «Er wurde jedem, der an den Herrn Jesus Christus glaubt, gegeben.»

Schon früher entscheidende Rolle gespielt

Ajibade erinnerte die Teilnehmer daran, dass Afrikaner im ersten Jahrhundert eine entscheidende Rolle bei der Ausbreitung des Evangeliums spielten. Das Buch der Apostelgeschichte berichtet, dass Afrikaner am Tag von Pfingsten anwesend waren (Apostelgeschichte Kapitel 2, Verse 8–10) und dass Afrikaner wie Lucius aus Kyrene (im heutigen Libyen) Leiter der missionarischen Gemeinde in Antiochia waren wie Simeon (Apostelgeschichte Kapitel 13, Vers 1).

Auf der Konferenz forderten sich die Teilnehmer gegenseitig heraus, darüber nachzudenken, dass es an der Zeit ist, dass Afrikaner sich wieder mit ganzem Herzen an der globalen Missionsbewegung beteiligen. Während einige Afrikaner bereits Missionare ausbilden und aussenden – zum Beispiel dienen 400 Personen über das «Global Mission Board Nigerias» –, könnten noch viele weitere mobilisiert werden.

Obwohl es in Subsahara-Afrika mehr als 400 unerreichte und unerschlossene Volksgruppen gibt, könnten Millionen von Christen mobilisiert werden, um sie zu erreichen.

Etliche sind bereits aktiv

Einer der Redner, Kwashie Amenudzie, Leiter eines missionarischen Ausbildungszentrums in Togo, wies darauf hin, dass Afrikaner bereits aus wirtschaftlichen Gründen, für Bildung oder um Instabilität in ihren Heimatländern zu entkommen, in viele Teile der Welt ziehen. Dabei geben viele von ihnen Christus weiter und gründen Gemeinden.

Amenudzie glaubt, dass afrikanische Christen wirksame Missionare sein können, weil sie einen starken gemeinschaftlichen Glauben haben. Ihr Glaube wurde durch Schwierigkeiten geprüft. Sie fühlen sich wohl in geistlichen Gesprächen und sind es gewohnt, sich in mehreren Kulturen und Sprachen zu bewegen.

Daren Davis, Leiter für globale Zusammenarbeit in der Arbeit des IMB in Subsahara-Afrika, stimmt zu. «Afrikaner sind voller Freude; sie sind widerstandsfähig; sie können in viele Länder der Welt gehen. Wenn man all diese Dinge zusammenbringt, ergibt sich ein Rezept für bedeutenden Erfolg dabei, das Evangelium zu den verbleibenden 3’000 unerreichten und unerschlossenen Völkern der Welt zu bringen.»

Den Blick wieder weiten

«Wir hatten unser Denken verengt [um uns auf unsere Ortsgemeinde zu konzentrieren]», sagte Mirriam Musonda, deren Mann Pastor in Sambia ist. «Jetzt weiten wir unseren Blick, weil wir ein tieferes Verständnis für die Bedeutung von Mission haben. Ich werde daran erinnert, wie Gott wirkt, und dass wir weiterhin bewusst handeln müssen: Missionare aussenden, Mission planen und in Mission investieren, damit viele zur Ehre Gottes erreicht werden.»

Der Organisator der Konferenz, Ben Sprankle, Globalisierungsstratege des IMB für Afrika, sagte: «Was mich besonders bewegt hat und was ich immer wieder höre, ist: ‘Wir haben genug darüber geredet. Wir sind bereit, es zu tun.’ Und es scheint, als würden echte Schritte unternommen, um dorthin zu gelangen.»

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Datum: 09.03.2026
Autor: Melanie Clinton / Daniel Gerber
Quelle: Baptist Press / gekürzte Übersetzung: Livenet

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