Mitten im Geben und Nehmen zur Ruhe finden
Während das WEF erst seit Montag so richtig im Zentrum der Weltöffentlichkeit steht, leitete «Salt and Light» bereits den Lobpreis des Unternehmens «House of Trust Davos». «Sie wollen Christentum und Business verbinden», erklärt Markus Reichenbach, der zusammen mit einem Team das «Salt and Light»-Programm in Davos koordiniert; dies im Rahmen von «Jugend mit einer Mission» (JMEM).
Eines der Highlights von Markus Reichenbach war der Montagabend im Penthouse des «Hotel Europe», wozu ein Funktionär einlud. «Wir waren über 50 Leute, jeder konnte über seinen Glauben sprechen … und alle waren Weltleiter. Einer von ihnen war Mitgründer von Wikipedia. Nicht ganz alle waren Christen, man konnte einfach darüber reden. Das war eines meiner Highlights: Wir sassen wie in einer Jugendgruppe zusammen, geleitet von Mark Vlasic, ein internationaler Jurist und Fernsehproduzent für das Weisse Haus, das Pentagon und Den Haag.
In der Hektik zur Ruhe kommen
Erneut tagen in Davos prägende Politiker und Weltenlenker; bereits vor einiger Zeit skizzierte Livenet weltexklusiv mit Pfarrer und Buchautor Alex Kurz, was der weiseste König aus dem Alten Testament am WEF tun würde.
«Salt and Light» ist zum zweiten Mal beim WEF dabei. «Wir wollen einen Ort für die Begegnung mit Gott schaffen», gibt Markus Reichenbach einen Einblick in das Wirken in den Bündner Bergen. Jedes WEF-Meeting ist zweckorientiert; also ein Geben und Nehmen. Bei «Salt and Light» kann man einfach zur Ruhe kommen «und Gott begegnen. Es gibt Panels, bei denen es darum geht, wie man im Alltag mit dem Glauben umgehen kann.»
«Wir brauchen Gott»
Wie beispielsweise bei einem Panel am Dienstagnachmittag namens «Seeking God with a Humble Heart» («Gott mit einem demütigen Herzen suchen»). Dabei wurde Eduard Heger, der frühere Premierminister der Slowakei, von Benjamin Levi Moses von ‘Global Leadership Geneva’ interviewt.
Markus Reichenbach: «Wir wollen die Leute hierher bringen, um Beziehungen zu schaffen. Wir erklären, dass wir alle Gott brauchen, dass es wichtig ist, ein demütiges Herz zu haben und dass es nicht nur um die eigenen Interessen geht, sondern um eine Offenheit auch für Andersdenkende.»
«Vertrauen schaffen»
Markus Reichenbach erinnert an die «Caux Initiatives of Change Foundation» nach dem Zweiten Weltkrieg, als Christen begannen, in der Nähe von Montreux wieder Vergebung zu predigen. Ein amerikanischer Pastor hatte dazu Politiker aus aller Welt eingeladen, um die Herzen zu erneuern.
«Sozialismus und Kapitalismus haben nicht funktioniert. Nun geht es darum, wieder so etwas zu schaffen, es geht nicht nur um Eigeninteresse, sondern um etwas Höheres», blickt Markus Reichenbach nach vorne.
«Es ist unglaublich, dass zwischen den Todfeinden Deutschland und Frankreich wieder Frieden herrscht. Dies auch, weil Christen vieles in der säkularen Welt aufgebaut haben. Unsere Idee ist, Vertrauen zu schaffen.»
«Ich vergebe euch!»
Dies ganz im Sinne des auf der Webseite verlinkten Videos, bei welchem Andrew Stallybrass von der «Caux Initiative» ein Kreuz auf den Tisch stellt. «Dieses Kreuz stammt aus Hiroshima-Trümmern. Der japanische Überbringer hatte einst zu einer amerikanischen Delegation gesagt: ‘Ich vergebe euch!’», erklärt Markus Reichenbach. «Es geht nur um Vergebung, sonst nutzen die Verträge nichts.»
Hoffnung für die Welt
Am heutigen Mittwochabend lädt «Salt and Light» zu «Candles of Hope»: «Mitten in Davos zünden wir viele Kerzen an, dass Jesus das Licht der Welt ist, da gibt es immer gute Gespräche.»
In einem Panel erklärte der Autor und Apologet Jeremiah J. Johnston die Auferstehung von Jesus Christus. «Es sind überzeugte Christen hier, welche den WEF-Besuchern etwas weitergeben.»
Das bisher grösste WEF
Markus Reichenbach ist seit 20 Jahren eng mit Richard Stromback und anderen wichtigen WEF-Funktionären verbunden. «Er fragte mich einmal, ob ich eine bestimmte Person kenne. Es war der Bruder von Elon Musk, der mir seine Geschichte erzählte und mir ein Buch schenkte.»
Solche Begegnungen ergeben sich am WEF. «Es sind Menschen wie du und ich; man kann ihnen ein WhatsApp mit zwei Sätzen schreiben und sie schreiben zwei zurück. ‘Wann bist du in Davos? Komm doch um 16 Uhr vorbei.’ Dieses Netz wächst immer mehr. Heuer gibt es das bisher grösste WEF mit den meisten Präsidenten seit je, sowie mit der grössten US-Delegation.»
Es passiert etwas
Markus Reichenbach beobachtet: «Ich glaube, dass weltweit etwas passiert. Man ist hier sofort als Christ akzeptiert. Es ist eine weltweite Offenheit vorhanden. Etwas, das man in der Schweiz und den Medien hier nicht merkt, wo man muss sich für alles entschuldigen muss.»
Man habe im Kopf ein schlechtes Bild, doch es gebe auch andere Seiten. «Man kann irgendwo hinkommen und ist schon im Gespräch und kann so ein Zeugnis sein.»
Das «Salt and Light»-Programm wird rege genutzt. «Wir haben auch gute Gespräche mit Leuten aus aller Welt, aller Religionen und Schichten. Darum sind wir als JMEM auch in diesem Jahr wieder hier, unser Team zählt etwa 15 Leute.» Das WEF läuft noch bis zum 23. Januar.
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Datum: 21.01.2026
Autor:
Daniel Gerber
Quelle:
Livenet