Glaubensfestival

MEHR in Augsburg zieht Tausende Menschen an

Lobpreis am MEHR-Glaubensfestival 2026
Über 11'000 Menschen, volle Hallen und eine spürbare Sehnsucht nach Sinn: Beim MEHR-Glaubensfestival wird deutlich, warum Glaube für viele wieder an Bedeutung gewinnt – und was Menschen heute wirklich trägt.

Die MEHR ist das Flaggschiff-Glaubensfestival des Augsburger Gebetshauses, das von Dr. Johannes Hartl gegründet wurde. Es zählt seit 2008 zu den festen Höhepunkten im christlichen Eventkalender. Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung bringt Menschen aus unterschiedlichsten Lebenswegen zusammen, um im Glauben neue Leidenschaft zu entdecken.

Über 11'000 Besucher am Eröffnungstag

Mit einem aufwendigen Spektakel und reichlich Konfetti startete das MEHR-Glaubensfestival 2026 offiziell am Samstag in den Messehallen Augsburg. Über 11'000 Besucher und über 160 Aussteller aller Konfessionen versammelten sich zum Auftakt, um die viertägige ökumenische Veranstaltung unter dem Motto «The sound of Joy» zu erleben. Inhaltlich beschäftigt sich das diesjährige MEHR-Glaubensfestival mit der Unterscheidung von oberflächlicher und tatsächlich tragfähiger Freude, wie Johannes Hartl, Leiter des veranstaltenden Augsburger Gebetshauses bei der Pressekonferenz zum Auftakt betonte. Das Abendprogramm umfasste inhaltlich einen Eröffnungsimpuls von Johannes Hartl zum Thema Selbstannahme sowie ein Konzert der Band Central Arts.

Im Eröffnungsimpuls zeigte Hartl mit Simon Petrus auf, wie Jesus seinen Jüngern nach Verrat und Versagen mit Annahme begegnete. Als Simon voll Selbstanklage zu seinem Ursprung als einfacher Fischer zurückkehrt, begegnet Jesus ihm und fragt, ob Simon ihn liebt. Selbstverdammnis klagt dich an, weil du deinem Eigenbild nicht entsprichst. Jesus sagt: «Simon, liebst du mich noch? Wenn ja, dann lass uns weitermachen, deine Liebe genügt.» Demut und Selbstannahme bedeuten, in Gottes bedingungsloses Ja zu uns einzustimmen. Wenn wir anfangen, uns selbst zu ertragen, wächst Liebesfähigkeit und Fruchtbarkeit in uns, wie sie in Simon gewachsen ist, nachdem sein Idealbild zerstört war.

Im Zeichen von Freude in schwierigen Situationen

O'Bros Konzert

Der zweite Tag des MEHR-Glaubensfestivals brachte in den Vorträgen und Beiträgen inhaltlich besonders das Spannungsverhältnis zwischen Freude und Leid zutage. In bewegenden und sehr persönlichen Zeugnissen zeigten Mojtaba Barahimi, Sr. Teresa Zukic und Yemisi Ogunleye, was es bedeutet, auch in schwierigen Situationen Freude zu empfinden. Am Nachmittag zelebrierte der katholische Weihbischof Florian Wörner eine heilige Messe, die für die katholischen Teilnehmer den Sonntag vervollständigte. Abgerundet wurde der zweite Tag durch ein Konzert der Band O’Bros, die Humor und Glauben in einen jugendlichen Rap verpackten und generationenübergreifend die Teilnehmer faszinierte.

Der iranische Christ Mojtaba berichtete in berührenden Worten aus seiner Zeit in einem iranischen Gefängnis, in dem er aufgrund seines Glaubens sass, und wie er in dieser Zeit trotz Folter seine Freude im Glauben behielt. Abends berichtete Sr. Teresa Zukic in einem Interview von bleibender Lebensfreude in einer Zeit, als sie durch eine schwere Krebserkrankung ging.

Professor Dr. Heino Falcke sprach aus naturwissenschaftlicher Perspektive von der Faszination der Schöpfung und eröffnete einen weiteren Zugang zum Glauben. Dass auch im leistungsorientierten Profisport der Glaube eine stets lodernde Flamme bleibt, bestätigte die deutsche Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye mit Erzählungen von gemeinsamen Gebeten im olympischen Dorf.

Neue Offenheit für Glauben und Kirche

Vortrag von Johannes Hartl

In einem Gespräch mit dem katholischen Sender «Radio Horeb» erläuterte Johannes Hartl, wodurch sich die MEHR-Konferenz auszeichnet und weshalb sie eine grosse Anziehungskraft entfaltet. Hartl machte deutlich, dass «Säkularismus und Atheismus Mainstream sind und viele Leute merken: Das trägt aber nicht!». Infolgedessen würden sich immer mehr Menschen erneut mit der Frage beschäftigen, was ihrem Leben wirklich Halt gibt, und dabei auch im Glauben und in der Kirche nach tragfähigen Antworten suchen. Diese Entwicklung sei in anderen europäischen Ländern bereits weiter fortgeschritten und beginne nun auch in Deutschland, fügte Hartl an.

Zum Interview:

Zum Thema:
«Mehr»-Festival 2024: «God is here»: 11'000 Christen feiern Jesus in Augsburg 
Willow Creek Kongress 2024: Massnahme gegen das Scheitern von Leitenden 
Kleine Schritte tun: Buchtipp: Die Kraft eines fokussierten Lebens 

Datum: 05.01.2026
Autor: Stefan Dobner
Quelle: glaubensfestival.org

Werbung
Livenet Service
Werbung