Sie täuschen sich!

Gehirn
Abraham hörte auf Gott
Kerze

Manche intelligenten Leute ahnen nicht, wie sehr sie sich täuschen. Da sagt der Soziologieprofessor zum Werber, im Brustton der Überzeugung: „Sie müssen wissen, ich achte grundsätzlich nie auf Werbung.“ Der Werber antwortet: „Sehr interessant, Sie fahren bestimmt Saab.“ Der Herr Professor ist perplex – es trifft zu.

Wir machen uns keine Vorstellung, wie sehr die Werbung unseren Blick aufs Leben und unsere Wünsche bestimmt. Die Auslagen in den Geschäften. Und die Medien. Was tragen heute Abend die TV-Kommissarin, der Talker und seine Runde? Wir nehmen es wahr, bewusst oder unbewusst.

Beeinflusst – ohne dass wir es merken

Und die Nachbarn, Arbeits-Kolleginnen, Freunde – sie alle beeinflussen uns. Wir sind soziale Wesen und übernehmen, was wir sehen, ins Repertoire der Möglichkeiten. Wer würde sich als erster die Haare rot färben? Oder das Auto kaufen, das noch keiner fährt?

Da fragt sich, wie weit wir manipuliert werden können. Nicht gewalttätig und brutal, sondern unmerklich – wie ein steter Tropfen den Stein höhlt. So dass wir schliesslich Ja sagen zu Produkten und Angeboten, Verhaltensweisen und Einstellungen, bei denen uns vor Jahren noch die Haare zu Berge gestanden hätten.

Herr im Haus der Gedanken?

Nicht nur die Milchverpackungen wandeln sich im Lauf der Jahre, sondern auch unsere Werte. Von Selbstbestimmung zu reden, tönt zunehmend hohl. Natürlich entscheide, bestelle, zahle ich – aber bin ich Herr im Haus der Gedanken?

Woran halten wir uns, um nicht mitgerissen zu werden im adventlichen Konsumrausch? An die Bettelbriefe, die Spendenaufrufe der Hilfswerke? Ja, sie brauchen Geld und setzen einen so ernüchternden wie nötigen Kontrapunkt im Dezember-Getöse. Aber mit einigen Überweisungen ist die Grundfrage nicht gelöst: Woran halten wir uns?

Unterwegs zu echter Unabhängigkeit

Es ist bemerkenswert, wie Menschen in der Bibel sich verabschiedet haben von der Gesellschaft, um einen festen Standpunkt im Leben zu gewinnen. Abram riss sich los von seiner Familie und der Kultur, in der sie lebte, und machte sich auf. Er hörte Gott zu sich reden. Einen Gott, den er zu Beginn nicht kannte, der Unheimliches zu ihm sagte: in ein fremdes Land zu ziehen, ein ungenanntes – einfach loszuziehen.

Abram tat es, wie im zwölften Kapitel der Bibel nachzulesen ist. Und hielt sich, anders als sein Neffe Lot, fern von den Geldmaschinen seiner Zeit, dem Haschen nach Wohlstand und Ansehen. Jahrzehntelang war er unterwegs, ohne ans Ziel zu gelangen. Er vertraute dem, der zu ihm redete. Gott erwies sich als zuverlässig; seine Zusagen erfüllten sich – und Abram wurde Gottes Freund.

Vorschlag: Suchen Sie in den nächsten Tagen – vielleicht im Schein der Kerzen – die Stimme Gottes zu hören. Nehmen Sie die Bibel zur Hand. Lesen Sie eine, zwei Geschichten von Jesus in den Evangelien. Lassen Sie ihn für seine Sache werben – er wird Sie nicht enttäuschen.

Datum: 11.12.2004
Autor: Peter Schmid
Quelle: Livenet.ch

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