Theologin Knoll erhielt Preis «Das unerschrockene Wort». Für ihr mutiges Engagement gegen Fremdenhass, Rassismus und Antisemitismus ist die österreichische Theologin Gertraud Knoll in Magdeburg mit dem Preis «Das unerschrockene Wort» ausgezeichnet worden. Mit dem von den Lutherstädten gestifteten und mit 10.000 Euro dotierten Preis wird an den Reformator Martin Luther erinnert, der seine Überzeugung mutig und standhaft gegenüber den Autoritäten seiner Zeit verteidigt habe. Christliche Radiostationen in den USA immer populärer. In den USA werden mehr Erwachsene durch christliche Medienangebote als durch Gottesdienste mit der Christlichen Botschaft erreicht. Eine Studie der "Barna Research Group" ergab, dass 63 Prozent der Amerikaner einen Gottesdienst besuchten, während 67 Prozent christliche Radio- oder Fernsehsendungen verfolgten oder ein christliches Buch - abgesehen von der Bibel - lasen. Christliche Radiosender sind in den USA das am schnellsten wachsende Medium für die Verbreitung des Glaubens. Frankreichs Polizei nimmt Kirchenräuber-Bande fest. Die französische Polizei hat eine Bande von Kirchenräubern gestellt. Die drei Täter sollen mehr als 200 Einbrüche in Kirchen im Südwesten des Landes begangen haben. Dabei seien mehr als 800 liturgische Objekte und Kunstwerke entwendet worden, darunter wertvolle Kelche, Statuen, Kreuze und Gemälde, aber auch Messbücher, Kerzen und liturgische Gewänder. Bei den Verdächtigen seien knapp 80 Objekte sicher gestellt worden. Die anderen seien vermutlich bereits in den Kunst- und Antiquitätenhandel gelangt. USA: Unbeschränkte Haft für illegale Einwanderer. Illegale Einwanderer können in den USA auf unbestimmte Zeit in Untersuchungshaft gehalten werden, wenn die Einwanderungsbehörden eine Gefährdung der nationalen Sicherheit sehen. Diese Anordnung erliess Justizminister und Generalstaatsanwalt John Ashcroft nach einem Bericht der Tageszeitung "Washington Post". Verfassungsreform: Streit der Religionen in Kenia. Bei der Verfassungsreform in Kenia ist es zu einem Streit zwischen den Religionsgemeinschaften des Landes gekommen. Während sich der nationale Kirchenrat und die katholische Bischofskonferenz dafür aussprechen, jeglichen Religionsbezug in der Verfassung zu vermeiden, wollen andere christliche Gemeinschaften Kenia als christlichen Staat genannt wissen. Zudem beharrten die Muslime auf dem alten Verfassungszusatz, nach dem muslimische Sondergerichte die Vollmacht haben, in Fragen von Ehe und Familie sowie bei Erbsachen nach dem islamischen Recht, der Scharia, zu richten. Kaschmir-Konflikt: Fünf Tote bei Terroranschlag. Bei einem Terroranschlag mutmasslicher Muslim- Extremisten auf das staatliche Radio im indischen Teil Kaschmirs sind fünf Menschen getötet worden. Nach Angaben örtlicher Journalisten fuhren drei Angreifer mit einem Wagen zum Radio- und Fernsehgebäude in Srinagar. Zwei Angreifer stiegen aus, der dritte sprengte sich mit dem Auto in die Luft. Zwei Polizisten und die beiden anderen Täter kamen bei einer anschliessenden Schiesserei ums Leben. Eine bisher nicht bekannte Organisation namens Al Madina bekannte sich zu dem Anschlag. Sie drohte weitere Angriffe gegen Medien an und verlangte, dass die indische Regierung direkt mit den Muslimmilizen verhandeln soll, die für den Anschluss des indischen Teils von Kaschmir an Pakistan kämpfen. Studie: Hoch gebildete Frauen bleiben oft kinderlos. Frauen mit Universitäts-Abschluss in Grossbritannien bleiben wesentlich häufiger kinderlos als Geschlechtsgenossinnen mit geringerer Schulbildung. Das geht aus neuesten Zahlen des Nationalen Statistikbüros hervor, wie die britische Tageszeitung "The Daily Telegraph" berichtete. Auch bekämen höher gebildete Frauen ihr erstes Kind selten vor dem 29. Lebensjahr; eine mögliche zweite Schwangerschaft folge dagegen in der Regel sehr schnell. Frauen mit geringerer Schulbildung bringen demnach im Durchschnitt ihr erstes Kind mit 24 Jahren zur Welt. Jede Frau in Grossbritannien gebiert derzeit durchschnittlich 1,74 Kinder. "Arbeitsgruppe Christen und Energie" empfiehlt, die beiden Atom-Ausstiegsinitiativen am 18. Mai abzulehnen. Der Ausstieg aus der Kernenergie in der Schweiz, wie ihn die beiden Initiativen forderten, hätte "immense ökologische und wirtschaftliche Folgen", betonte die Gruppe in einem Communiqué. Der 1984 als Verein gegründeten Arbeitsgruppe Christen und Energie gehören rund 80 Theologen, Wissenschaftler und Politiker an. Sie wird vom pensionierter Bauingenieur Alex Streichenberg, Wettingen AG, präsidiert. Die Arbeitsgruppe verweist darauf, dass sich die Schweiz bereit erklärt habe, den Kohlendioxidausstoss mit freiwilligen Massnahmen und einer griffigen Umweltschutzgesetzgebung massiv zu verringern. In dieses wegweisende Konzept passe es schlecht, bereits in zwei Jahren auf drei der fünf schweizerischen Kernkraftwerke zu verzichten. Theologin Dorothee Sölle ist tot. Die evangelische Theologin und Schriftstellerin Dorothee Sölle ist 73-jährig in einer Klinik in Göppingen, Deutschland, an einem Herzinfarkt gestorben, teilte die Evangelische Akademie Bad Boll mit. Sölle galt als meistgelesene theologische Autorin der Gegenwart.
Datum: 29.04.2003
Autor: Bruno Graber
Quelle: Livenet.ch