Von kolumbianischen Kartellen zu Christus
Der amerikanische Missionar Mark Wittig, in Kolumbien aufgewachsen, kehrte während der dunkelsten Jahre der Kartellgewalt zurück. Als er sah, wie Jungen als Killer rekrutiert wurden, bevor sie lesen konnten, organisierte er ein Fussballturnier in ihrer Nachbarschaft. «Sie kommen wegen des Fussballs. Ich komme wegen ihrer Seelen», sagt Wittig.
Durch Cosdecol – die Soziale und sportliche Kooperation von Kolumbien – beginnt jedes Fussballtraining mit Gebet und einem Bibelwort. Die Trainer begleiten die Spieler wöchentlich im Glauben. Als der Glaube Wurzeln schlug, folgte Veränderung.
Von Kindersoldaten zu dienenden Leitern
Alex Saldarriaga, heute Sportdirektor von Cosdecol, putzte mit zehn Jahren die Waffen seines Vaters, der einem Kartell angehörte. «Eines Tages gab mir mein Vater eine Liste mit Menschen, die ich in dieser Nacht töten sollte», erinnert er sich. Ein anderer junger Mann, Juan Martinez, begann mit elf Jahren, Drogen zu verkaufen, um seine Mutter aus der Prostitution zu retten.
Heute sind beide Trainer, die von Christus erzählen. «Als ich mein Leben Jesus gab, begann der Segen zu kommen», sagt Saldarriaga. Er besucht sogar seinen Vater im Dschungel, um den Kartellmännern das Evangelium zu verkünden.
Gangs erlauben das Evangelium
In Manantiales, einem Slum ohne Stromversorgung – ausser dieser wird von Gangs bereitgestellt – baute Codescol Fussballplätze. Selbst Bandenführer schicken ihre Kinder zum Training. «Sie vertrauen uns», sagt Wittig.
Cosdecol hat über 45’000 Menschen durch Fussball-Ligen, Bibelstunden, Begleitung und Bildung erreicht. Ihr Modell hat sich über Medellín hinaus in mehreren kolumbianischen Bundesstaaten ausgeweitet, mit Plänen für Venezuela.
«Wir lernen von Jesus. Sein Wissen ist vollkommen», sagt Miguel, ein einheimischer Spieler. Emiliano fügt hinzu: «Sport lehrt uns die Werte von Jesus. Er hilft uns, uns selbst zu sehen.»
Beten wir für die Trainer von Cosdecol, die junge Menschen in von Kartellen beherrschten Vierteln im Glauben begleiten. Möge Medellín weiterhin verwandelte Menschenleben, wiederhergestellte Familien und neu entfachte Hoffnung durch Christus erleben.
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Datum: 02.02.2026
Quelle:
Joel News / Cosdecol