Marsch in Belfast ruft zu Einheit auf
«Die Nacht kommt, in der niemand mehr wirken kann. Es gibt viel zu tun und eine Welt zu gewinnen – wir müssen im Auftrag unseres Vaters handeln», mit diesen Worten eröffnete Pastor John Ahern, Hauptorganisator des «March for Jesus» in Belfast, die Veranstaltung am vergangenen Samstag, dem 23. August.
Laut den Organisatoren knüpft die Veranstaltung an den Marsch in Dublin im vergangenen Jahr an, bei dem rund 12’000 Christen teilnahmen. Für den 27. September ist ein weiterer Marsch in Dublin geplant.
«Wir brauchen Gott in unseren Städten, in unseren Häusern, in unseren Herzen – und natürlich in unseren Nationen. Ich glaube prophetisch, dass ein Segen freigesetzt wird, wenn wir als Kirche zusammenkommen, um zu beten, uns vor dem Herrn zu demütigen, ihn anzubeten und ihm die Ehre zu geben, die nur ihm als Gott gebührt», erklärte John Ahern.
Mutig und gemeinsam verkünden
Leiter verschiedener Konfessionen hielten es für entscheidend, die Gemeinden in dieser «enorm wichtigen Zeit» zusammenzuführen und Christus zu ehren, inmitten von «viel Dunkelheit und Verzweiflung in unserer Gesellschaft», so Ahern weiter.
Wichtig sei es, das Evangelium mutig und gemeinsam über die Denominationsgrenzen hinweg zu verkünden und sich einer Generation zuzuwenden, die mit Sucht, Suizid und anderen gesellschaftlichen Nöten ringt.
John Ahern erinnerte daran, dass die blutige Geschichte Belfasts und die «Troubles» bis heute schmerzhaft nachwirken. Doch die Kirche dürfe nicht in der Vergangenheit verharren, sondern müsse den Blick auf die Zukunft des Evangeliums richten.
Den Friedefürst verkünden
«Vielleicht bin ich naiv, aber ich möchte glauben, dass Christus, der Friedefürst, Frieden bringen kann – nicht nur in unsere Herzen und Häuser, sondern auch in unsere Städte und in dieses Land», betonte John Ahern. «Auf beiden Seiten sind schlimme Dinge geschehen, ob katholisch oder protestantisch, loyalistisch oder republikanisch. Aber nur Gott kann heilen, was kein Politiker je lösen kann.»
Laut Ahern können Probleme wie Sucht, Zerbruch, Vereinsamung, Angst und Vorurteile in Belfast und Dublin nur mittels einer Herzensveränderung durch das Evangelium überwunden werden; genau darum gehe es beim «March for Jesus». «Es geht darum, Christus in die Öffentlichkeit zu tragen, ihn an öffentlichen Orten zu erhöhen und der Welt zu zeigen: Es gibt einen anderen Weg.»
An der Liebe erkennen
«Einheit bedeutet nicht Gleichförmigkeit. Unterschiede im Leib Christi sind real, und wir sagen nicht, dass sie unwichtig wären. Aber Jesus hat gesagt: ‘Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr Liebe zueinander habt.’ Deshalb ist es entscheidend, dass wir unsere Unterschiede zurückstellen und gemeinsam Christus anbeten.»
Die «March for Jesus»-Veranstaltungen stünden allen offen – Christen wie Nichtchristen –, damit sie «kosten und sehen» könnten, wie gross Gottes Liebe ist. «Unsere Kirchen sind vielerorts leer, und wir danken Gott für die beginnende Erweckung. Aber es ist erst der Anfang. Eine ganze Generation muss noch für Christus erreicht werden.»
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Datum: 27.08.2025
Autor:
Chris Eyte/Daniel Gerber
Quelle:
Christian Daily International/gekürzte Übersetzung: Livenet