Vom Koka-Feld zur Evangelisation
Victors tiefe Überzeugung treibt ihn an: «Wir haben gelernt, darauf zu vertrauen, dass Gott gut ist. Immer. Auch wenn wir sein Wirken nicht sehen», sagt er.
Gottes Ruf
Seine bemerkenswerte Reise begann mit den beharrlichen Gebeten seiner Frau. Nachdem er sich dem Glauben zugewandt hatte, träumte Victor von einem Dorf, das er noch nie gesehen hatte. Tage später kam ein Christ aus genau diesem Dorf und bat darum, dass jemand ihnen das Evangelium bringe. Victor wusste sofort, dass dies Gottes Ruf war.
Victor folgte diesem Ruf und das Dorf begann sich zu verändern. Die wilden Trinkgelage hörten auf, und viele junge Menschen fanden zum Glauben. Doch dieser Wandel stiess auch auf Widerstand. Bewaffnete Gruppen, die sich selbst «die Freunde» nannten, bedrohten Victor und griffen schliesslich sein Kirchengebäude mit Schüssen an. Nur eine Verzögerung in letzter Minute hat ihm möglicherweise das Leben gerettet.
Sorge und Gebet
Seine Frau Yaleisy betet und fastet, während er unterwegs ist. Ihre fünf Kinder spüren seine Abwesenheit. «Ich habe Angst, dass ihm etwas zustossen könnte», sagt die zwölfjährige Carol. «Ich bete viel für ihn.»
Dennoch macht Victor weiter. «Gott ruft, und wir gehorchen. Wir kämpfen diesen Kampf seit 20 Jahren – nicht mit Waffen, sondern auf unseren Knien im Gebet.»
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Datum: 29.08.2025
Quelle:
Joel News / SDOK