Durchbruch in der tödlichen Sahelzone
Die US-amerikanische Missionarin Carole Ward, deren Familie bereits über Generationen hinweg an den weltweiten Brennpunkten dient, leitet heute eine mutige Gebets- und Missionsbewegung im Tschad. «Mein Herz ist es, mit dem Evangelium weiter in die islamische Dunkelheit vorzudringen», sagt sie. «Wenn wir nicht genauso schnell voranschreiten wie sie, haben wir verloren.» Ihre Haltung: «Man kann keinen toten Menschen töten. Mein Leben gehört nicht mir.»
Sie hat über 150 einheimische tschadische Missionare ausgebildet, darunter ehemalige Boko-Haram-Mitglieder, die jetzt unerreichte Stämme und sudanesische Flüchtlinge erreichen. Allein bei ihrer ersten Missionsschule wurden 202 Menschen getauft.
Glaube auf zwei Rädern
Der Strassenevangelist Digba Katsala fährt mit seinem Motorrad durch die Hauptstadt des Tschad und predigt auf Arabisch und Französisch. «Anfangs wehren sich die Menschen, aber wenn sie sehen, dass man mit Gottes Wort beharrlich bleibt, verändern sich Leben», sagt er.
Ein anderer Missionar, Abdoulaye Mayangar, wurde einst als frommer Muslim ausgebildet. «Ich betete fünfmal am Tag. Ich hasste Christen», erzählt er. Heute geht er mit Hoffnung in extremistische Gebiete. «Viele Muslime sind offen für das Evangelium. Sie kommen in grosser Zahl zu Jesus.»
«Dorthin gehen, wo das Blutvergiessen ist»
Ward glaubt, dass Gebet dieser Durchbruch zugrunde liegt: «Gebet verwandelt uns, sodass wir unser Leben für den Missionsauftrag hingeben. Wir holen Landkarten heraus, um die Unerreichten zu finden, Terrorismus-Hochburgen, Kriegsgebiete – und dann gehen wir hin.»
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