Die Angst, etwas zu verpassen

Wenn andere meine Träume leben

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Manchmal wirkt es so, als hätten alle um einen herum ein aufregendes Leben. Den Traumjob, den Märchenprinzen, die perfekte Familie, Urlaube, wie man sie sich nie leisten könnte... Da kann einen schon das dumpfe Gefühl beschleichen, etwas zu verpassen. Wir haben Tipps, wie man den Blick für die Realität nicht verliert.

Wenn man in die Sozialen Netzwerke schaut, ist die Welt voller romantischer Liebesgeschichten, zuckersüsser Babys, perfekt eingerichteter Wohnungen und Abendessen in Fünf-Sterne-Restaurants. Der eigene Alltag kann dagegen ganz schön blass aussehen. Das ist nicht nur frustrierend, es schürt auch die Angst, etwas zu verpassen. Und während man neidvoll auf die anderen schielt und sich selbst bedauert, verliert man völlig aus dem Blick, wie gut es einem eigentlich geht.

Vergleichen macht unglücklich

Andere zu beneiden und sich selbst zu bedauern bringt nichts als Entmutigung und Zerstörung. In Sprüche, Kapitel 14, Vers 30 erklärt die Bibel: «Eifersucht ist wie Knochenfrass.»

Hören Sie auf, sich mit anderen Menschen zu vergleichen und zu glauben, dass Sie schlechter dastehen, dass Sie benachteiligt wurden oder dass Gott Sie vergessen hat. Das entspricht nicht der Wahrheit. Tappen Sie nicht in die Falle des Selbstmitleids. Laufen Sie nicht in Gefahr, alles aufs Spiel zu setzen, um auf Ihre Kosten zu kommen und Ihre Vorstellungen des Lebens durchzudrücken. Sie sind nicht Gott. Er aber hat Ihr Leben in seinen Händen, er kennt Sie durch und durch und er hält den besten Weg für Sie bereit.

Die Entscheidung, Gott zu vertrauen

Gott hat einen sehr besonderen und individuellen Plan für Ihr Leben. Er wirft nicht beliebig mit Segen um sich, so wie man Bonbons in der Menge verteilt – und wer eines erwischt hat eben Glück gehabt. Gott weiss um Ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Er hält gezielten Segen für genau Sie bereit. Er sieht und kennt Ihre Bedürfnisse, Sehnsüchte und Wünsche. Seine Pläne für uns sind immer gut, auch wenn sie manchmal anders aussehen, als wir uns das vorstellen können.

Es gehört zu den grössten Herausforderungen des Lebens, Gott vertrauen zu lernen. Gehen Sie den Schritt und vertrauen Sie ihm Ihr Leben an. Manchmal fühlt es sich vielleicht so an, als wäre Gott fern oder als wäre er sogar ein Hindernis für unsere Wünsche oder Bedürfnisse. Doch die Wahrheit ist: Gott ist gut. Er ist treu. Er ist da. Und er hat den besten Weg.

Dankbarkeit üben

Fangen Sie an, den Blick weg von den Anderen hin auf Gott zu richten und auf das, was er in Ihrem Leben tut. Dankbarkeit hilft, im Jetzt zu leben und all das Gute, was heute passiert, wahrzunehmen. Oft haben wir Geschenke Gottes direkt vor unserer Nase, aber wir sehen sie nicht, halten sie für selbstverständlich oder verpassen es, uns daran zu freuen. Machen Sie es sich zur Angewohnheit, genau hinzuschauen und den Segen Gottes zu erkennen. Sagen Sie danke dafür. Wer lernt, dankbar zu sein, der öffnet sich für Frieden und Freude.

Umgang mit Neid

Es ist medizinisch erwiesen, dass Neid unglücklich und krank macht. Neid treibt noch dazu einen Keil in Freundschaften. Und auch in unsere Beziehung zu Gott. Gott hat uns nicht dazu geschaffen, voll Eifersucht und Gier auf das Leben anderer zu schauen. Das brauchen wir auch nicht, denn Gott überschüttet uns mit seinem Segen. Wenn wir das realisieren, können wir uns mit anderen an ihrem Glück freuen und können darüber staunen, was Gott in ihrem Leben tut.

Wann immer Neid in Ihnen aufkeimen will, werfen Sie diese Gefühle auf Gott. Sagen Sie ihm, wie Sie sich fühlen und bitten Sie ihn, ihren Mangel auszufüllen. Und dann fangen Sie an, ihm zu danken, für all das Gute, das er jetzt schon in Ihrem Leben getan hat.

Zum Thema:
Den Glauben kennenlernen
Die Angst, etwas zu verpassen: Lohnt sich Treue noch?
Sorgenfrei leben: Schritte zur Lebensfreude

Datum: 19.02.2018
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch

Glaubensfragen & Lebenshilfe

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