Impulse von Heiligem Geist in «Apostel!»
Robert Selden Duvall wuchs in einer kirchlich geprägten Familie in Marinestädten wie Annapolis und San Diego auf, während sein Vater zum Admiral der US-Marine aufstieg. Seine Mutter betete während des Zweiten Weltkriegs inständig für den Schutz seines Vaters. «Gelegentlich wachte meine Mutter mitten in der Nacht mit dem überwältigenden Drang auf, für ihn zu beten», erinnerte sich Robert Duvall einmal. «Eines Morgens am Frühstückstisch erzählte sie uns von der Gefahr, in der sie meinen Vater gespürt hatte. Später erfuhren wir, dass er in jener Nacht nur knapp einer Explosion durch einen deutschen Torpedo entgangen war.»
«Der Pate» und «Apocalypse Now»
Im Laufe seiner vielseitigen Karriere spielte Robert Duvall starke Figuren wie Tom Hagen in «Der Pate», exzentrische Charaktere wie Lieutenant Colonel Bill Kilgore in «Apocalypse Now» und er gewann 1983 den Oscar als bester Hauptdarsteller für die Darstellung eines alternden Country-Sängers in «Tender Mercies».
In der Rolle des Mac Sledge in «Tender Mercies» sprach er über Gott und erlebte eine geistliche Veränderung, die sich in Szenen wie seiner Taufe und einem tiefgehenden Gespräch mit seiner Ehefrau über Glauben, Vorsehung und Gnade widerspiegelt.
Er verkörperte einen Evangelisten
1998 wurde er für einen Oscar als bester Hauptdarsteller in «Apostel!» nominiert, einem Drama über einen vom Weg abgekommenen Südstaaten-Evangelisten, das er schrieb, inszenierte, produzierte, grösstenteils finanzierte und in dem er die Hauptrolle spielte. Er betrieb äusserst gründliche Recherchen und verbrachte zwölf Jahre damit, das Drehbuch zu schreiben und die Durchführung des Films voranzutreiben.
Nach der Fertigstellung von «Apostel!» im Jahr 1997 sagte er gegenüber «Guideposts»: «Meine Arbeit an diesem Film erfüllte meine Seele. An einem Sonntag in New York besuchte ich sechs Kirchen und landete schliesslich in der grossen Abyssinian Baptist Church in Harlem. Dort, in einer voll besetzten Gemeinde vor einem riesigen Chor, als wir alle begannen, ‘What a Friend We Have in Jesus’ zu singen, fühlte ich mich dem Herrn auf eine Weise verbunden, wie ich es zuvor nie erlebt hatte; tief in meinem Inneren.»
«Durch Jesus verbunden»
«Ja, dachte ich, durch Jesus sind wir alle miteinander verwandt. Nicht nur durch das, was wir in der Bibel über ihn lesen, sondern durch das, wer er ist. Das war das Geheimnis eines kraftvollen Glaubens – die Kraft, die ich in meinem Film vermitteln wollte.»
Weitere seiner von Erlösung geprägten Rollen spielte er in «Get Low» (2009) sowie im christlichen Sportdrama «Seven Days in Utopia» (2011). Während der Dreharbeiten zu «Seven Days in Utopia» sagte Duvall gegenüber «CBN News» über seine Rolle, dass seine Figur Johnny zwar ein weiser Mann sei, jedoch weit davon entfernt, perfekt zu sein. «Wir haben Änderungen vorgenommen, weil ich sagte, dass Johnny etwas zu geschniegelt ist … es gibt nur einen Jesus Christus.»
Von Gott geführt
Doch er nahm nicht immer Anerkennung für seine Arbeit oder seine Ideen für sich selbst in Anspruch … besonders nicht bei seinem Herzensprojekt «Apostel!», das seiner Überzeugung nach von Gottes Hand geführt wurde.
«Einige meiner pfingstkirchlichen Freunde sagen mir, dass meine Impulse vom Heiligen Geist kamen. Ich neige dazu, ihnen zuzustimmen», bilanziert Robert Duvall. «Ich denke, manche Zuschauer könnten überrascht sein – hoffentlich auf angenehme Weise –, den Namen Jesu so häufig zu hören.»
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