Neil liebte das Prügeln

Wie ein Hooligan und EDL-Mitglied innere Ruhe fand

Früh sexuell missbraucht und unter zerrütteten Umständen aufgewachsen, glitt Neil in die Gewalt ab. «Ich ging nach Hause, sah das Blut, die Schnitte, die Schrammen und sagte: 'Ich liebe das.'» Die Jahre verstrichen. Eines Tages erhielt er eine simple Einladung an einen ganz anderen Ort. Neil ging und alles änderte sich...

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Neil war einst Hooligan, bevor er zu Jesus fand.
«Ich bin 1969 zur Welt gekommen und stamme aus Preston», erzählt Neil. «Ich wuchs bei meiner Mutter auf, sie war nicht mit meinem Vater zusammen.» Dann hatte sie einen neuen Partner. «Die beiden hatten zwei Kinder. Es ging immer um sie, nicht um mich. Schon früh hat er mich sexuell missbraucht.»

Als Neil sechs oder sieben Jahre alt war, erfuhr er, dass der Mann an der Seite seiner Mutter nicht sein Vater, sondern sein Stiefvater war. «Ich hatte gemeint, dass er mein Dad war, doch er war es nicht.»

Die Rebellion beginnt

«Ich rebellierte völlig gegen alles was er sagte. Gegen die Schule und alles andere.» Neil glitt in die Kriminalität ab, raubte Häuser aus und brach in Autos ein. «Ich wurde unter Fürsorge gestellt, da war ich zwölf Jahre alt.» Mit 16 kam er wieder nach Hause.

Er besuchte einen Nachtclub und lernte ein Mädchen kennen, das ihm das Herz brach. «Ich sah sie im Bus mit einem anderen Typ. Ich rannte dem Bus hinterher und konnte ihn erreichen. Ich verprügelte den Jungen und liess ihn mit Schrammen und Schnitten im Gesicht zurück.»

Der Sprung in die EDL

Er schloss sich der EDL an, der aus der Hooligan-Szene entsprungenen, teils gewaltbereiten «English Defense League», die sich gegen die Islamisierung einsetzt. «Dies weil mein kleiner Bruder Leon starb, nachdem er von einem asiatischen Autofahrer angefahren wurde. Er starb im Spital. Der Fahrer kam vier Jahre ins Gefängnis.» In ihm wuchs der Hass auf Muslime und Asiaten, egal aus welcher Kultur. «Wenn ich einen sah, griff ich ihn an.»

Er prügelte sich bei jedem Spiel

Eines Tages war er bei einem Auswärtsspiel in Scunthorpe. «Da war eine Prügelei in der Menge und wir mischten uns ein. Ich ging nach Hause, sah das Blut, die Schnitte, die Schrammen und sagte: 'Ich liebe das.' Jedesmal, wenn ich an einem Auswärtsspiel war, prügelte ich mich.»

«Ich hing mit den falschen Leuten herum, von denen ich dachte, es seien die wahren Kameraden. Ich begann mir einen Namen zu machen.» Die Jahre zogen ins Land.

Godsquad

Alles änderte sich, als er Scott kennenlernte. «Meine Frau besuchte eine Gruppe namens 'Godsquad' (Anm.d.Red.: 'Gottesgruppe'). Sie hatte stets an Gott geglaubt.» Zu dieser Gruppe gehörte auch Scott, der eines Tages zu Neil sagte: «Neil, ich lade dich zum Treffen von heute Abend ein.» Neil sagte direkt zu.

Während 20 Minuten auf dem Treffen prickelte es überall in ihm von Kopf bis Fuss. «Ich kann das nicht steuern», sagte Neil zu Scott. «Was geschieht da?» Scott fragte was los ist. Neil: «Ich kämpfte 20 Minuten dagegen. Dann ging es weg. Nun ist es zurückgekommen und stärker geworden.»

Der Wandel

Scott sagte, dass dies der Heilige Geist sei. Nun wurde mit Neil gebetet. «Ich fühlte etwas. Eine Wärme. Und ich fühlte mich entspannt, etwas, das ich zuvor nie gefühlt hatte.» Seine Familie konnte kaum glauben, wie sehr er sich verändert hatte.

Inzwischen ist aus Neil ein liebender Familienvater geworden, der anderen den Weg zu dem zeigt, bei dem er seinen Hass, seine Wut und seinen Zorn eintauschen konnte gegen Frieden, Hoffnung und eine Zukunft: Jesus Christus.

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Datum: 04.01.2018
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch / Great Commission / Inspire Magazine

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