«Terror wird belohnt»

Aus Angst darf Synagoge in Sydney nicht gebaut werden

Ein australisches Gericht stellte sich hinter den Entscheid eines lokalen Rats, der das Errichten einer jüdischen Synagoge verbot. Als Grund wird die Angst genannt, die Einrichtung könnte zum Ziel von Terror werden, wie es in verschiedenen westlichen Ländern bereits geschehen ist.

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Bondi Beach-Wohngegend
Geplant war die jüdische Gebetseinrichtung im bekannten Sydney-Vorort Bondi Beach. Doch die Behörden stellten sich gegen die vorgesehene Synagoge, weil diese Sorge um die Sicherheit der Besucher und Anwohner weckte.

Australisch-jüdische Leiter zeigten sich schockiert über das Gerichtsurteil – dieses verhindere ihnen die freie Ausübung ihres Glaubens.

«Das ist beispielslos»

«Dieser Entscheid ist beispielslos», sagte Rabbi Yehoram Ulma, Sprecher der «Freunde der Flüchtlinge von Osteuropa».
Er spricht von enormen Auswirkungen. «Damit wird angedeutet, dass keine jüdische Organisation in Wohngegenden existieren sollte. Es würdigt die jüdische Existenz und Aktivität in Sydney herab.»

Es werde ein Präzedenzfall für ganz Australien geschaffen «und der Terrorismus wird belohnt.»

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Islamisten – vermutlich der IS – in Australien einen Anschlag auf ein Passagier-Flugzeug sowie einen Giftgas-Anschlag geplant hatten.

Zum Thema:
«Deutlich aggressiverer Ton»: Antisemitismus in der Schweiz: mehr gravierende Vorfälle
Statistische Erhebung: Australien: Immer weniger Christen, mit Ausnahme der Pfingstler
Rechte für Juden in der Schweiz: «Die Kippa nicht unter einer Mütze tarnen!» 

Datum: 07.08.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / BCN / JNS

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