Zur Adventszeit

Licht in der Dunkelheit

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Wer noch nie in kompletter Finsternis umhergeirrt ist, weiss nicht, wie wertvoll selbst eine winzig kleine Lichtquelle ist. In der Adventszeit mit ihren vielen Kerzen, Lichtern und Leuchten kommt deshalb die Frage auf: Wie wichtig ist Licht in unserem – äusseren und inneren – Leben?

Vor einigen Jahren versuchte ich, einen knapp 6000-Meter-hohen Vulkan in den Anden zu erklimmen. Der Aufstieg begann um 1 Uhr morgens – in kompletter Dunkelheit. Schon bald merkte ich, dass ich mich nicht genügend vorbereitet hatte und in der dünnen Luft den Aufstieg über den Gletscher nicht schaffen würde. So machte ich mich allein an den Abstieg, während der Rest der Gruppe weiterlief. Mit der funzeligen Lampe an meinem Stirnband konnte ich kaum einen Meter weit sehen. Doch auf einmal sah ich in der Ferne das Licht der Berghütte, wo ich den Rest der Nacht verbringen würde. Dieses Licht half mir, den Weg zu finden, gab mir Orientierung in der kompletten Dunkelheit und brachte mich sicher zum Hütte.

Warum wir Licht brauchen

Auf dem Weg kam mir ein Bibelvers in den Sinn, ein Vers, der immer zu Weihnachten gelesen wird: «Das Volk, das in der Finsternis lebt, sieht ein grosses Licht; hell strahlt es auf über denen, die ohne Hoffnung sind.» (Jesaja, Kapitel 9, Vers 1) Für jemanden, der ständig im Finsteren lebt, gibt es wohl nichts Schöneres, wenn mit einem Mal Licht aufstrahlt, so hell, dass er zunächst gar nichts erkennen kann. Und dieser Vers von Jesaja war eine Voraussage auf Jesus. Jesus würde dieses grosse Licht sein, dass in die Dunkelheit und Finsternis kommen würde. Deshalb sagte er auch später von sich: «Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht mehr in der Finsternis umherirren, sondern wird das Licht des Lebens haben.» (Johannesevangelium, Kapitel 8, Vers 12)

Warum ist Jesus ein Licht für das Leben? In dieser Welt ist es ja nicht finster, solange die Sonne noch scheint… Nein, Jesus meinte dies auf geistlicher Ebene. Jeder Mensch ist auf der Suche nach Richtlinien. Wonach soll ich mein Leben ausrichten? Wer entscheidet, was gut und was böse ist? Ob bewusst oder unbewusst suchen wir nach etwas oder jemandem, dem wir folgen können. Denn sogar, wenn wir selbst entscheiden, was für uns gut oder böse ist, muss sich das irgendwie an die Gesellschaft anpassen, sonst ecken wir an, landen womöglich im Gefängnis, aber zumindest wird das Zusammenleben mit anderen unmöglich.

Erst durch Jesus…

Jesus hat Licht gebracht, weil er Richtlinien gegeben hat, die nicht nur das Zusammenleben regeln, sondern auch mein Innenleben. Erst durch Jesus ist es möglich, dass ich für den Mist, den ich im Leben anhäufe, wahre Vergebung finden kann. Erst durch Jesus gibt es Hoffnung, dass Wesensarten oder Charaktereigenschaften, die ich absolut nicht ändern kann, verändert werden können, weil ihm nichts unmöglich ist und ihm daran liegt, mich zum Guten zu verändern und mich ihm ähnlicher zu machen. Erst durch Jesus ist echte, bedingungslose Liebe in diese Welt gekommen. Und die Liste könnte noch unendlich lange fortgeführt werden – die Sache ist: Durch Jesus ist Hoffnung in die Welt gekommen, Jesus ist das Licht dieser Welt.

Der Advent steht vor der Tür – mit seinen Lichtern, Kerzen und Dekoration. Für mich gibt es nichts Schöneres als an einem Dezemberabend durch eine Altstadt zu schlendern, die in den schönsten Weihnachtsdekorationen und Lichtern erstrahlt. Doch wenn Sie in diesen Tagen die helle Deko vom Weihnachtsmarkt oder auch die vielleicht etwas nervig grell aufleuchtenden Lichterketten beim Nachbarn im Fenster sehen, denken Sie an den Grund, weshalb wir Advent und Weihnachten feiern: Jesus, das Licht der Welt, ist zu uns gekommen, damit wir nicht mehr in der Finsternis umherirren müssen, sondern Frieden, Hoffnung und Liebe haben – das Licht des Lebens.

Zum Thema:
Videoinput: Licht der Welt

Eine Stadt auf dem Hügel: Wie wir das Licht der Welt sein können
Dr. Robi Sonderegger: Quantenphysik weist auf Jesus als «Licht der Welt» hin

Datum: 30.11.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Jesus.ch

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