Die Zehn Gebote im 21. Jahrhundert: Das neunte Gebot

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Das Haus des Anderen mag zwar schöner und grösser sein als dein eigenes, doch können wir uns wirklich sicher sein, ob man sich darin auch wohler fühlt?
Sie sind einige Tausend Jahre alt – und gleichzeitig top-aktuell. Die Zehn Gebote haben ihren Wert und ihre Bedeutung nicht verloren. Sie sind Anleitung zum Leben und Grundlage von Moral und Ethik. Werteordnungen in aller Welt basieren auf der göttlichen Offenbarung vom Berg Sinai. Aber wenn es um die Umsetzung der Leitlinien im täglichen Leben geht, tun sich viele Menschen schwer.

Das neunte Gebot lautet: «Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.»

Nach den Prinzipien einer Leistungsgesellschaft soll uns Zufriedenheit mit aller Macht ausgeredet werden, da sie Leistung und Kaufkraft einschränken könnte. All unsere Errungenschaften sollen uns nur noch anspruchsvoller machen. Ist dann nicht die Aufforderung „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus“ wie von einer anderen Welt und völlig undurchführbar?

Gegen den Wahnsinn wehren

Da wir nicht glücklich sein können, wenn wir nicht auch mal zufrieden sind, wollen wir uns gegen diesen ganz normalen Wahnsinn wehren. So haben wir das Begehren tüchtig satt, das uns zu Konkurrenten macht und es dämmert uns längst: Das Haus des anderen mag zwar grösser und luxuriöser in der Landschaft stehen. Doch wir können uns nicht sicher sein, ob man sich darin wirklich wohler fühlt, oder ob es einem letztlich nicht auch zur Last werden könnte.

Drei Schritte

Drei Schritte helfen, aus diesem Strudel des Begehrens herauszufinden:
- Wer zufrieden sein will, muss sich dafür entscheiden. Wenn Sie sich etwas anschaffen, können Sie sich vornehmen, es nicht gleich mit noch besseren Modellen zu vergleichen.
- Gehen Sie mal durch Ihr Zuhause und lassen Sie Ihren Blick über die Einrichtungsgegenstände schweifen. Überlegen Sie, wie Sie zu den einzelnen Stücken gekommen sind, und danken Sie Gott dafür!
- Im Gleichnis vom verlorenen Groschen (Die Bibel, Lukas, Kapitel 15, Verse 8 und 9) lädt eine Frau ihre Nachbarn ein, sich mit ihr über das Wiedergefundene zu freuen. Nehmen Sie Gelegenheiten zum Mitfreuen wahr, weil sie Ihnen Türen zu frohem Miteinander öffnen.

Links zum Thema:
Dossier «Die Zehn Gebote»
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Autor: Dr. Dietmar Pfennighaus
Quelle: Neues Leben

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