Riesen-Coup in Davos: als Antwort
auf die grosse Ratlosigkeit der Reichen und Mächtigen konnte WEF-Direktor Klaus
Schwab einen unerwarteten Stargast aufbieten – König Salomo aus der Bibel.
Seine Weisheit ist legendär, deshalb erhofft sich die Weltelite neue Impulse
beispielsweise gegen die Weltwirtschaftskrise und den drohenden Bankrott
etlicher EU-Staaten. Das Exklusivinterview zeigt, dass dieser Visionär aus der
Bibel den heutigen Machthabern etwas zu sagen hat.
Tipps aus der Bibel an WEF-Teilnehmer: «Wer seine Felder bestellt, hat genug zu essen; wer unsicheren Geschäften nachjagt, ist leichtsinnig.»
Wir betreten die helle, getäfelte Suite, Salomo steht am Fenster und geniesst
das Panorama des Landwassertals. In der einen Hand hält Salomo eine Untertasse,
in der anderen einen schmucke Schale. Er nippt an seinem heissen Espresso und
zwinkert: «What else?» Unsere verdutzten Minen quittiert er mit einem
spitzbübischen Lächeln, bereits seine Bediensteten hätten diesen Spruch zu
sagen gepflegt. Salomo: «Es gibt nichts neues unter der Sonne!» Und bald schon
sind wir mitten im Gespräch, in denen Salomo mit faszinierendem Scharfsinn die
aktuelle Lage analysiert.
Königliche
Hoheit, Sie regierten ein bedeutendes Reich und nun hört Ihnen hier am WEF die
ganze Welt zu. Warum hat man Sie eingeladen und weshalb haben Sie angenommen?
Salomo: Der
Rat eines weisen Menschen hilft anderen zum Leben und bewahrt sie vor tödlichen
Fallen. Unterweise den Klugen, und er wird noch klüger.
Es scheint
aber, dass Reiche vor allem danach streben, immer reicher zu werden – und dabei
Gesetze aushebeln oder umgehen… Weniger dazulernen aber vielmehr dazu verdienen
tun die Reichen, sie werden immer reicher – und das Tragische dabei ist, dass
für manche von ihnen scheinbar keine Gesetze gelten, was sagen Sie dazu?
Ich habe beobachtet, wie es
auf dieser Welt zugeht: Wo man eigentlich Recht sprechen und gerechte Urteile
fällen sollte, herrscht schreiende Ungerechtigkeit. Du aber trete für die Leute
ein, die sich selbst nicht verteidigen können! Schütze das Recht der Hilflosen!
Sprich für sie, und regiere gerecht! Hilf den Armen und Unterdrückten.
Sie plädieren
damit für mehr Solidarität statt rücksichtloser Gewinnoptimierung?
Wer seine Felder bestellt,
hat genug zu essen; wer unsicheren Geschäften nachjagt, ist leichtsinnig.
Schneller als ein Adler fliegen kann, ist dein Geld plötzlich weg - wie
gewonnen, so zerronnen!
Kümmere dich um deine
Viehherden, sorge für deine Schafe und Ziegen, denn Reichtum bleibt nicht für
immer, und selbst Königreiche vergehen! Wer lebt, hat noch Hoffnung, denn ein
lebendiger Hund ist besser dran als ein toter Löwe! Der Aufrichtige mag zwar
vom Unglück verfolgt werden, aber er steht immer wieder auf.
Wie kann das Streben nach Gier und Macht überwunden werden?
Glücklich
der Mensch, der weise und urteilsfähig geworden ist! Er ist reicher als jemand,
der Silber und Gold besitzt. Selbst die grössten Schätze und die schönsten
Perlen verblassen gegenüber dem Wert der Einsicht.
Inwieweit sind
königliche Hoheit in der Lage, die heutige, komplizierte Welt beurteilen zu
können?
Was früher geschehen ist,
wird wieder geschehen; was man früher getan hat, wird man wieder tun: Es gibt
nichts Neues unter der Sonne! Auch heute gilt: Wer hart arbeitet, bekommt
seinen Lohn - wer allerdings nur dumm schwätzt, wird arm! Hochmut kommt vor dem
Fall. Ein weiser Mensch ist bescheiden.
Gibt es eine Balance
zwischen Gewinnstreben und Bescheidenheit?
Sei
gütig und treu, und werde nicht nachlässig, sondern sporne dich immer wieder
an! Sei zufrieden mit dem, was du hast, und verlange nicht ständig nach mehr,
denn das ist vergebliche Mühe - so als wolltest du den Wind einfangen.
Denken
königliche Hoheit, dass diese Mahnungen Gehör finden?
Ich habe beobachtet, wie es
auf dieser Welt zugeht: Nicht die Schnellen gewinnen den Wettlauf und nicht die
Starken den Krieg. Weisheit garantiert noch keinen Lebensunterhalt, Klugheit
führt nicht immer zu Reichtum, und die Verständigen sind nicht unbedingt
beliebt. Sie alle sind gefangen in der Zeit, ein Spielball des Schicksals.
Ein guter
Mensch hinterlässt ein Erbe für Kinder und Enkelkinder, aber das Vermögen des
Gottlosen geht über an den, der Gott dient. Wer nachlässig arbeitet, wird arm;
fleissige Hände aber bringen Reichtum.
Was gibt dem
Leben denn Sinn, wenn alles vergeht?
Geniesse
jeden flüchtigen Tag, denn das ist der einzige Lohn für deine Mühen. Kein Mensch weiss, wann seine Zeit
gekommen ist. Wie Fische im Netz gefangen werden, wie Vögel in die Falle
geraten, so enden auch die Menschen: Der Tod ereilt sie, wenn sie es am
wenigsten erwarten.
Die Profitmaximierer
dürften Ihre Worte in den Wind schlagen ...
So wie der Mensch auf diese Welt gekommen ist, muss er sie wieder
verlassen - nackt und besitzlos! Nicht eine Hand voll kann er mitnehmen von
dem, wofür er sich abmühte.
Sie waren aber doch selbst reich!
Auch mein Besitz, für den
ich mich mein Leben lang abgemüht hatte, war mir verleidet, denn ich begriff,
dass ich einmal alles meinem Nachfolger hinterlassen muss. Der Mensch plagt
sich sein Leben lang, doch was bringt es ihm ein? Hat er irgendeinen Gewinn
davon? Da hat man mit seinem Wissen, seinen Fähigkeiten und seinem Fleiss etwas
erreicht – und muss es dann an einen abtreten, der sich nie darum gekümmert
hat! Das ist so sinnlos und ungerecht.
Das klingt nun fast schon
verbittert! Die Euro-Währungskrise ist momentan in aller Munde. Wurde die
Währungsunion übereilt eingeführt?
Geduld zu haben ist besser,
als ein Held zu sein; und sich selbst beherrschen ist besser, als Städte zu
erobern! Der Kluge sieht das Unglück voraus und bringt sich in Sicherheit; ein
Unerfahrener rennt mitten hinein und muss die Folgen tragen. Ein eifriger
Mensch, der nicht nachdenkt, richtet nur Schaden an; und was übereilt begonnen
wird, misslingt.
Verschiedentlich
werden Völker von ihrer Elite hinters Licht geführt. Wie beurteilen Sie, König Salomo, die
aktuelle Imagepflege für den Euro?
Nutze niemals einen Menschen
aus, der dir sein Vertrauen schenkt. Verbreite keine Lügen, vermeide jede Art
von Falschheit! Wer ehrlich ist, lebt gelassen und ohne Furcht; ein Unehrlicher
aber wird irgendwann ertappt.
Den Menschen
wurde versprochen, dass es ihnen in der EU besser geht, viele haben nun aber
schwere Wohlstandseinbussen hinnehmen müssen...
Lügen haben kurze Beine, die
Wahrheit aber bleibt bestehen. Betrug richtet Schaden an, und ein Schwätzer
rennt in sein eigenes Unglück. Einer gibt vor, reich zu sein - ist aber
bettelarm. Ein anderer stellt sich arm und besitzt ein Vermögen. Erschwindelter
Reichtum schwindet bald; was man langsam erwirbt, das vergrössert sich noch.
Sie haben sich
sowohl ermutigend wie auch ernüchternd geäussert – wie lauten Ihre
Schlussworte?
Gott weiss
Bescheid! Er sieht dir ins Herz! Jedem gibt er das, was er verdient. Sei gütig und treu, und werde nicht
nachlässig, sondern sporne dich immer wieder an! Wer ängstlich auf den Wind
achtet, wird nie säen; und wer auf die Wolken schaut, wird nie ernten.
König Salomo, vielen Dank für das Gespräch!
Sämtliche
Salomo-Zitate stammen aus der Bibel, aus den beiden Büchern Sprüche und
Prediger, verwendet wurde die «Hoffnung für alle»-Übersetzung.
Autor: Daniel Gerber / Peter Schmid Quelle: Jesus.ch
Mit einer Pfingstkonferenz will die Vineyard-Bewegung über Pfingsten den geistlichen Aufbruch in Europa fördern. Wer ist die Vineyard, und was bewegt...