Jesus und die Toten

Die Antwort auf die grosse Frage

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Nach dem Leben, das wir selbst gestalten wollen, möchten wir würdig sterben. Und was dann? Jesus nimmt diese zunehmend ausgeblendete Frage auf und beantwortet sie wie kein Anderer: mit der Kraft Gottes und seiner eigenen Auferstehung.

Das Zeitalter der High-Tech-Medizin, die manche Krankheiten heilen kann, ist noch in weiter Ferne. Leiden und Tod gehören zum Alltag in Galiläa, wo Jesus aufwächst. In seinem Heimatort Nazareth kennt man ihn als Sohn des Zimmermanns Josef (Die Bibel, Lukas 4,22). Alles deutet darauf hin, dass Josef das öffentliche Wirken des 30-jährigen Jesus nicht mehr erlebte; denn mit keinem Wort wird er im Zusammenhang mit den Ereignissen erwähnt; Maria ist allein (Lukas 8,19). Kurz: Jesus ist der Tod vertraut. Die Todesgewalt schlägt zu, auch in seinem Umfeld, ohne dass Ärzte viel tun könnten. 

Der Gott der Lebenden

Jesus hat sich in die Heiligen Schriften (das Alte Testament unserer Bibel) vertieft und liest die Stellen neu, die vom Jenseits sprechen. So weiss er, wie Gott sich einst Mose vorgestellt hat, als er aus dem Dornbusch sprach: «Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs» (2. Mose 3,6). Die drei Stammväter des Volks Israel sind Jahrhunderte vor Mose gestorben. Doch Gott beruft sich selbst auf sie. Daher folgert Jesus: «Er ist nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden, denn für ihn leben alle» (Lukas 20,38). Das heisst auch: Die Toten bleiben nicht in ihrem Zustand. «Die Toten werden auferweckt», sagt Jesus den jüdischen Theologen, die diese Tatsache leugnen, ins Gesicht – ohne jedes Wenn und Aber und Vielleicht (20,37).

Im Sarg – und nun lebt er!

Jesus hat sich ganz Gott zur Verfügung gestellt und ist vom Heiligen Geist erfüllt worden (3,21; 4.8). Seither wirkt er in der Kraft des Geistes und tut unerhörte Wunder. Er heilt viele Menschen – und weckt auch Tote auf. Im Dorf Nain ist der einzige Sohn einer Witwe gestorben. Er wird im Sarg hinausgetragen. Jesus tritt zu ihm hin, fasst ihn an und befiehlt ihm: «Junger Mann, ich sage dir, steh auf!» (7,14). Der Gestorbene richtet sich auf und beginnt zu reden. Später ruft Jesus seinen Freund Lazarus, vier Tage zuvor begraben, aus dem Grab heraus (Johannes 11,43). Das Machtwort wirkt: Lazarus kommt heraus!

Zeichen von Gottes Kraft

Die Mission von Jesus ist, Gottes Herrschaft zu den Menschen zu bringen. Ein Markenzeichen dieser Herrschaft ist seine Leben schaffende Kraft. Jenen, die Zweifel an der Mission von Jesus haben, sagt er: «Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote werden auferweckt, Armen wird das Evangelium verkündigt – und selig ist, wer an mir keinen Anstoss nimmt» (Lukas 7,22.23).

Die angekündigte Auferstehung

Jesus selbst erfährt diese Kraft – Leben, stärker als der Tod – an sich selbst. Er sagt voraus, dass er selbst von den Toten auferweckt werden wird, nicht nur einmal, sondern mehrfach (Lukas 9,22; Matthäus 20,17-19). Wie vorausgesagt, geschieht diese Auferweckung geschieht am dritten Tag nach seiner Kreuzigung (Lukas 24,5-8). Sie hat eine ganz andere, einzigartige Qualität: Die Auferstehung von Jesus sprengt den Rahmen des irdischen Lebens völlig! Denn anders als die Toten, die Jesus auferweckt hat, kehrt er nicht in dieses Leben zurück, sondern Gott verwandelt ihn, gibt ihm einen geistlichen Leib und ewiges Leben. Jesus wird dadurch der Fürst, der Erstling einer neuen Welt, welcher der Tod nichts mehr anhaben kann (1. Korintherbrief 15,20-28).

«Alle in den Gräbern werden seine Stimme hören»

Die Zeugen der Auferstehung von Jesus beginnen, nachdem sie selbst mit dem Heiligen Geist erfüllt worden sind, ihren Meister als Herrn über die Lebenden und die Toten zu verkündigen (Römerbrief 14,9). Sie unterstreichen, was Jesus schon vor seinem Tod angekündigt hat: dass der Tod nicht das Ende ist, sondern alle Toten einmal auferweckt und vor ihn, den Sohn Gottes gestellt werden. Jesus kündigt an: «Die Stunde kommt, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und herauskommen werden…» (Johannes 5,28).

Leben in Fülle

Gott ist stärker als der Tod. In Jesus hat er ein Leben geschaffen, dem der Tod nichts anhaben kann. Jesus trägt dieses Leben in sich und schenkt es denen, die sich ihm anvertrauen und in seiner Spur leben (Johannes 3,16). Wir haben mit Jesus eine Perspektive über alles Leiden und den Tod hinaus. «Ich bin gekommen, damit sie das Leben in Fülle haben», sagt Jesus (Johannes 10,10) – und er erfüllt diese Zusage, in diesem Leben und im Jenseits. Kein anderer hat den Tod überwunden – ihm hat Gott den Triumph gewährt. Wir haben allen Grund, Jesus dem Auferstandenen Glauben zu schenken, wenn es um Leben und Tod geht.


Autor: Peter Schmid
Quelle: Jesus.ch

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