Jesus

Der Mensch, der in kein Schema passt

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Nicht erst heute scheiden sich an ihm die Geister. Schon seine Zeitgenossen hatten Mühe, ihn einzuordnen.

«Jesus? Absolut cool, der Typ! So einen wie den müssten wir heute haben. Der würde den Leuten schon sagen, wo's lang geht.» Die junge Frau flippt fast aus vor Begeisterung.

«Jesus? Nee, mit dem kann ich nix anfangen. Ist mir zu langweilig. So'n frommer Warmduscher ist nicht mein Fall.» Der junge Mann steckt sich die Stöpsel seines Walkman wieder in die Ohren.

«Jesus Christ Superstar» - «Jesus, der Loser»: Seit fast 2000 Jahren polarisiert Jesus von Nazareth. Nicht erst heute scheiden sich an ihm die Geister. Schon seine Zeitgenossen hatten Mühe, ihn einzuordnen.

- Jesus - das war der Wanderrabbi, der umherziehende Lehrer, der den Anbruch der Gottesherrschaft verkündete. Und der durch erstaunliche Wundertaten seinen Anspruch legitimierte, er sei von Gott gesandt.

- Er verkündete so strenge ethische Massstäbe, dass selbst seine Anhänger erschraken. Und im nächsten Augenblick verbrüderte er sich mit Leuten, die bei den Frommen und Braven als das letzte Gesindel galten.

- Er predigte Sanftmut und demonstrierte doch handgreiflich gegen die Entweihung des Tempels.

- Er bezeichnete sich als «von Herzen demütig» und behauptete im gleichen Atemzug, er sei einzigartig in der Weltgeschichte: Er sei zur Erde gekommen, um das ganze Universum zu retten.

- Er machte Kranke gesund und erweckte sogar Tote zum Leben. Doch endete er selbst elend an einem römischen «Galgen».

Man mag zu diesem Jesus stehen, wie man will - eines wird ihm niemand vorwerfen können, der sich seriös über ihn informiert hat: Er sei ein Langweiler. Nein, er ist eine Person «mit Ecken und Kanten», ein Mensch, über den sich die einen aufregen und dem andere begeistert nachfolgen.

Und deshalb ist er nicht nur für Angepasste und Duckmäuser attraktiv. Nein, auch Aufmüpfige, Neugierige, Widerborstige, Rebellische fühlen sich von ihm verstanden. Wer Bewährtes und Gutes bewahren möchte, kann sich auf ihn berufen. Und wer idealistisch die Welt verbessern möchte, findet in ihm eine Quelle der Inspiration.

Es lohnt sich, sich mit Jesus, dem Menschen, der in kein Schema passt, auseinander zu setzen. Zum Beispiel einmal vorurteilslos das Lukasevangelium im Neuen Testament zu lesen.

Wer das tut, wird dabei einen absolut spannenden Menschen kennen lernen und neu über Gott zu staunen beginnen. Und wer sich auf die Begegnung mit Jesus einlässt, erlebt, dass auch das eigene Leben eine neue Dimension dazugewinnt.


Quelle: ERF Schweiz

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