Haben Sie sich mal überlegt, wer überhaupt Zugang zu Ihren «Räumen» hat? Und wem vertrauen Sie sogar Ihre Schlüssel an?
In einem bekannten Weihnachtslied heisst es in der ersten Strophe: «Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit.» Wer kann mit diesen alten Worten noch etwas anfangen, heute, im Zeitalter der Technik? Wir kurbeln ja nicht mehr an Hängebrücken herum, unsere Tore öffnen sich per Fernsteuerung. Der rostige Schlüssel ist bestenfalls noch Dekoration.
Und doch stellt sich auch nach Weihnachten ganz neu die Frage, wie es um Deine und meine Türen und Tore steht. Im ganz persönlichen Bereich gibt es keine Tür-Automatik. Und Christus, der «Herr der Herrlichkeit» ist auch kein «Hacker», der sich ungefragt in Dein System einloggt. Er kehrt nur dort ein, wo sein Besuch erwünscht ist. Ob dein Haus frisch renoviert ist, oder nur eine alte Bruchbude, spielt dabei keine Rolle.
Auf die offene Tür kommt es an. Das hat auch der kleine Gauner Zachäus vor gut 2000 Jahren am eigenen Leib erfahren. Jesus, der König der Könige offerierte dem Zollbeamten und Betrüger einen Hausbesuch. Was Zachäus erlebt, nachdem er die Türen seines Hauses für den Heiland der Welt öffnet, fasst der Evangelist Lukas in den folgenden Worten zusammen: «Heute ist diesem Haus Heil geschenkt worden.»
Jesus, der Christus, bringt das mit, was niemand sonst Dir geben kann: Bedingungslose Annahme, Vergebung für all das, was Dich vielleicht schon lange belastet. Heilung für Deine tiefsten Wunden. Heil, neue Hoffnung, neue Perspektiven. Das Angebot einer Freundschaft, die weit über den Tod hinausreicht und Dir einen Platz im himmlischen Festsaal reserviert.
Wer wollte da nicht, wie Georg Weissel, der Texter unseres alten Adventsliedes es tut, bitten: «Komm, o mein Heiland, Jesus Christ. Meines Herzens Tür Dir offen ist. Ach, zieh mit Deiner Gnade ein, Deine Freundlichkeit auch mir erschein.»
Zur Autorin:
Regula Lehmann ist Autorin, Familienfrau und arbeitet im Bereich «Beratung für junge, ungeplant schwangere Frauen».
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