Sieht Jesus so aus?

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Am Computer entstand ein dreidimensionales Abbild des Körpers, der im Turiner Grabtuch eingewickelt war
Britische Computerexperten haben lange an einer dreidimensionalen Abbildung Christi gearbeitet. Das Resultat wurde in einer zweistündigen Dokumentation des History Channel gezeigt.

Das britische 3D-Animations-Studio «Macbeth» unter der Leitung von Ray Downing arbeitete ein Jahr lang an der Computer-Darstellung. Der Arbeit zu Grunde liegt das Turiner Grabtuch, in dem Jesus begraben worden sein soll. Auch wenn das Tuch umstritten ist, dienten die Abdrücke darauf den Grafikern als Vorlage.

«Aussehen nahe gekommen»

Der Computerspezialist Ray Downing, der bereits mit der Rekonstruktion des Antlitzes von Abraham Lincoln für Aufsehen sorgte, sagte gegenüber der britischen Zeitung «Daily Mail» zum Vorgehen: «Wir haben die Blut- und Dreckspuren auf dem Leichentuch ‚angehoben‘ und am Computer so isoliert, dass sie auf einem unsichtbaren Hintergrund zu liegen kamen.»

Da das Turiner Grabtuch um den Leichnam herumgewickelt und nicht flach über dem Toten ausgebreitet worden war, sei so eine Übertragung auf ein dreidimensionales Körperbild möglich gewesen. Downing ist überzeugt, dem «Aussehen dieses Mannes ziemlich nahe gekommen» zu sein.

Ergebnis überrascht

Die aktuelle Rekonstruktion stimmt kaum mit den bisherigen gemalten Jesus-Abbildungen überein. Die Rekonstruktion zeigt ein Gesicht mit relativ dunkle Hautfarbe, dunkle Haare und, anders als oft dargestellt, dunkle Augen - sowie eher markante als weiche Gesichtszüge.

Bis heute ist die Echtheit des mutmasslichen Grabtuches des gekreuzigten Jesus von Nazareth allerdings umstritten. Ob die Wissenschaftler also mit ihrer Rekonstruktion der Spuren des darin gehüllten Leichnams den «echten Jesus» darzustellen vermögen, bleibt mehr als fraglich.

Die Dokumentation wird am 03. Juni 2010, 20.00 Uhr auf HISTORY erstmals im deutschsprachigen Raum ausgestrahlt.

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Quelle: SF/ Daily Mail/ New York Post/ History Channel/ Livenet
Datum: 07.04.2010

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