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Modifizierte aktualistische Konzepte

SchöpfungDie Tag-Zeitalter Theorie. Einige Anhänger der Schöpfungslehre befürworten das aktualistische Konzept der historischen Geologie, indem sie die Schöpfungstage im ersten Buch Mose nicht für 24-Stunden-Tage halten, sondern für schöpferische Zeiträume. Es wird angenommen, dass Gott unterschiedliche Zeiträume zwischen den aufeinanderfolgenden Erschaffungen verstreichen liess und dass die Tiere und Pflanzen in der in der Zeittafel aufgeführten Reihenfolge erschaffen wurden. Dieses Konzept stösst jedoch sowohl auf schwere biblische als auch auf wissenschaftliche Probleme.1

Die Lücken-Theorie. Dieser Theorie zufolge soll 1. Mose 1,1 eine anfängliche Schöpfung beschreiben, die sich über geologische Zeitalter erstreckt. Danach verstrich eine geraume Zeit zwischen 1. Mose 1,1 und 1. Mose 1,2. Die geologischen Formationen sollen sich zwischen der anfänglichen Schöpfung und der darauffolgenden Schöpfungsperiode gebildet haben.

1. Mose 1,2 wird daher folgendermassen übersetzt: „Und die Erde wurde wüst und leer". Gott soll also seine ursprüngliche Schöpfung aus irgendeinem Grund vernichtet haben, vielleicht anlässlich Luzifers, also Satans Fall. Dann wird in den folgenden Versen eine zweite Schöpfung in sechs 24-Stunden-Tagen beschrieben, so wird es zumindest angenommen.

Die Lücken-Theorie wird von vielen konservativen Christen vertreten und stellt einen Versuch dar, sowohl die geologische Zeittafel mit ihren enormen Zeiträumen als auch die in 1. Mose beschriebene Schöpfung innerhalb von sechs 24-Stunden-Tagen miteinander in Einklang zu bringen. Auch diese Theorie sieht sich ernsten biblischen sowie auch wissenschaftlichen Schwierigkeiten gegenüber.2

Die Katastrophentheorie - ein neueres Schöpfungsmodell

Diejenigen, die dieses Modell zur Interpretation der geologischen Geschichte befürworten, glauben, dass die korrekte Interpretation des 1. Buches Mose die Akzeptanz einer Schöpfung innerhalb von sechs 24-Stunden Tagen erfordert. Ausserdem wird angenommen, dass die im 1. Buch Niese und an anderen Stellen in der Bibel aufgeführten Stammbäume den Schöpfungszeitpunkt auf eine Zeit vor etwa zehntausend Jahren festlegen (plus/minus wenige tausend Jahre).

Obwohl es möglich ist, dass heutige geologische Prozesse über lange Zeiträume hinweg mit der heutigen Geschwindigkeit abgelaufen sind, behaupten die Verfechter dieses Modells, dass es unmöglich ist, die meisten der wichtigen geologischen Formationen nach dem aktualistischen Prinzip zu erklären. Zu diesen Formationen gehören das riesig tibetanische Plateau mit fast 2 Mio. km2 sedimentären Ablagerungen von mehr als tausend Metern Mächtigkeit, die heute in über viertausend Meter Höhe lagern; die Grosse Karru in Südafrika, von der Robert Broom annimmt, dass sie Fossilien von 800 Milliarden Wirbeltieren enthält3; die Hering-Schicht im Miozän-Schiefer in Kalifornien, in der offen-sichtlich 1 Milliarde Fische auf einem etwas mehr als 10 km2 grossen Gebiet umgekommen sind4; und die Cumberland-Knochenhöhle in Maryland, die fossile Überreste von mehreren Dutzend Säugetierarten enthält, von der Fledermaus bis zum Mastodon, zusammen mit Reptil- und Vogelfossilien - wozu auch Tiere gehören, . die heute in verschiedenen Klimazonen und Lebensräumen von der arktischen Region bis hin zu tropischen Zonen leben.5 Genauso wenig kann das aktualistische Konzept die Entstehung von Gebirgen erklären oder von Formationen wie den riesigen Lavaschichten des Columbia Plateaus im Nord-Westen der USA, einer mehr als 500 000 km2 grossen Lavaschicht von über tausend Meter Mächtigkeit.

Es wird angenommen, dass die Entstehung der meisten wichtigen geologischen Formationen auf der Erde mit der im 1. Buch Mose beschriebenen Sintflut zu erklären sind, mit der grosse Erdbewegungen, Vulkanausbrüche, einschneiden-de klimatische Veränderungen und andere: Katastrophen ein-hergingen. Anstatt eine Überlieferung von Übergängen zu sein, stellen die Fossilien eher ein Denkmal von Massenvernichtung, Tod und Begräbnis durch Wasser und der mit-geführten Sedimente dar.

Verfechter dieser Auslegung der Erdgeschichte sehen sich nicht nur mit der wenig beneidenswerten Position konfrontiert, als üble Ketzer abgestempelt zu werden, sondern sie müssen auch die Geologie vollkommen neu überarbeiten und auslegen. Es muss jedoch daran erinnert werden, dass die-se Situation vom Apostel Petrus genau vorhergesagt worden war. Über 1800 Jahre lang, nachdem Petrus seine Briefe geschrieben hatte, wurde die Sintflut zu Noahs Zeiten allgemein anerkannt und ungefähr bis 1800 A.D. gründete sich die Auslegung der an den grossen Universitäten wie Cambridge, Oxford, Harvard und Yale gelehrten Geologie auf die „Flutgeologie". Zu dieser Zeit verursachten die Theorien von Hutton, Lyell und anderen eine Revolution bei der Interpretation der historischen Geologie und heute wird eine weltweite Katastrophe wie die Sintflut in den Geologievorlesungen an allen wichtigen Universitäten der Welt nicht mehr berücksichtigt.

Mit dieser Entwicklung wird die Prophezeiung des Apostels Petrus erfüllt, die wir im 2. Brief des Petrus, Kapitel 3, Verse 3-6 lesen: „Indem ihr zuerst dieses wisset, dass in den letzten Tagen Spötter mit Spötterei kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln und sagen: Wo ist die Verheissung seiner Ankunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so von Anfang der Schöpfung an. Denn nach ihrem Willen ist ihnen dies verborgen, dass von alters her Himmel waren und eine Erde entstehend aus Wasser und im Wasser durch das Wort Gottes, durch welche die damalige Welt, vom Wasser überschwemmt, unterging." Diese Verse der Heiligen Schrift verdeutlichen, dass die Verheissung vom zweiten Kommen Christi von Spöttern gegen Ende dieses Zeitalters lächerlich gemacht wird, indem sie behaupten, dass von Anbeginn der Schöpfung an die Bedingungen immer die gleichen waren wie heute (Aktualismus) und dass die grosse, im ersten Buch Mose beschriebene Flut niemals stattgefunden habe.

Die Überarbeitung der geologischen Daten im Sinne der „Flutgeologie" würde die Überprüfung jeglicher Datierungsmethoden mit sich bringen, einschliesslich einer besonders kritischen Prüfung der radiometrischen Datierungsmethode. Diese Arbeit ist bereits voll im Gange. Es sollte klar sein, dass es keine direkte Methode zur Altersbestimmung irgend-eines Gesteins gibt. Obwohl es sehr genaue Methoden zur Bestimmung des derzeitigen Verhältnisses Uran/Blei, Thorium/BIei, Kalium/Argon -und anderer Isotopen-Verhältnisse in mineralischen Gesteinen gibt, existiert natürlich keine direkte Methode zur Schätzung der ursprünglichen Verhältnisse dieser Isotope in den Gesteinen bei deren Entstehung. Radio-Chronologen müssen auf indirekte Methoden zurück-greifen, die gewisse grundlegende Annahmen beinhalten. Es gibt nicht nur keinen Weg, die Richtigkeit dieser Annahmen zu überprüfen, sondern sie beinhalten auch die Versicherungen, dass die so abgeleiteten Alter, ob nun genau oder ungenau, immer bei Millionen bis Milliarden von Jahren zu liegen kommen (ausgenommen die 14C-Methode, die zur Datierung von einigen tausend Jahre alten Proben sehr nützlich ist).

Neuere Veröffentlichungen 6-10 haben die Schwächen und Irrtümer der radiometrischen Datierungsmethode offengelegt, während andere neuere Veröffentlichungen6,7.10-15 viele verlässliche Chronometer oder „Zeit-Uhren" beschrieben haben, die auf ein junges Erdalter hinweisen. Erörterungen der Katastrophentheorie über die historische Geologie sind in einer Anzahl von Büchern und neueren Veröffentlichungen zu finden. 6.7.16-24

Der Atitor ist überzeugt, dass eine gesunde biblische Exegese die Anerkennung der Katastrophentheorie der Erdgeschichte erfordert. Wird diese Auslegung akzeptiert, wird das Evolutionsmodell natürlich unannehmbar. Um die Evolution als ein die Ursprünge erklärendes Interpretationsmodell zu bewerten und auch um den Wert der Vorhersagen dieses Modells mit denen des Schöpfungsmodells zu vergleichen, müssen die Annahmen der Evolutionsgeologen bezüglich der Länge der geologischen Zeitalter und die Gültigkeit ihrer Annahmen bezüglich der geologischen Zeittafel zusammen mit diesem Modell benutzt werden. Daher werden wir auf den folgenden Seiten dieses Buches so schreiben, als wären die sedimentären Ablagerungen des Kambriums, Ordovizums, Silurs etc. wirklich in den von Evolutionstheoretikern veranschlagten Zeiträumen abgelagert worden und als stimme die Anordnung der geologischen Zeittafel in Form von aufeinanderfolgenden geologischen Perioden, wie es von den Evolutionsgeologen als richtig behauptet wird.

Selbst wenn diese Annahmen anerkannt werden, die Fakten der Fossilien stimmen jedoch nicht mit den Vorhersagen des Evolutionsmodells überein. Ob die Erde nun zehntausend, zehn Millionen oder zehn Milliarden Jahre alt ist oder nicht, die Fossilien unterstützen nicht die allgemeine Evolutionstheorie.

Literaturhinweise

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23. H. W. Clark, Ref. 20, S. 156.
24. E.C. Powell, Creation Res. Soc. Quart. 9:230 (1973).

Weiter: Die Fossilien - Vom Mikroorganismus zum Fisch (Kapitel 4)


Autor: Duane T. Gish
Quelle: CLV verändert in sein Bild

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