Tage

Schwer wie Blei!

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In Mitteleuropa werden die Tage kürzer, grauer und dunkler. So manch einer hat Mühe, morgens aufzustehen und mit Energie in den Tag zu gehen. Zur Unlust kommen oft noch Ängste, Selbstzweifel und tiefe Hoffnungslosigkeit. Dann steckt mehr dahinter als eine vorübergehende und jahreszeitlich bedingte Stimmung. Womöglich ist es eine richtige Depression.

Es ist oft gar nicht so einfach, selbst auszumachen, wo es noch um eine gedrückte Stimmung oder schon um eine handfeste Krankheit geht - die Übergänge sind fliessend. Manchmal merken Menschen, mit denen wir zusammen leben, es sogar schneller als man selbst.

In einer Leistungsgesellschaft wie der unsrigen fällt es schwer, sich mit seinen Grenzen auseinanderzusetzen. Depression - da denkt man an Schwachheit und Scheitern; da kann jemand nicht mehr und «liefert» nicht mehr das, was von ihm erwartet wird. Nicht nur, aber vor allem Männer, tun sich schwer damit, sich einzugestehen, dass sie nicht mehr können.

Stattdessen sagen wir vielleicht zu uns selbst: «Kopf hoch! Reiss dich zusammen. Das wird schon wieder.» Solche oder ähnlich simplen Aufforderungen und Kommentare helfen nicht weiter. Übrigens auch dann nicht, wenn sie von anderen kommen; sie können das Gefühl der Einsamkeit, Schwere und Hoffnungslosigkeit sogar noch verstärken.

Natürlich kann man selbst etwas tun, um seine inneres Befinden zu verbessern: Bewegung, vor allem Ausdauersport, am Besten auch noch draussen, hilft. Gesunde Ernährung, in der frisches Obst, Gemüse und Salat einen festen Platz haben. Wichtig sind auch feste Tagesabläufe und ausreichend Schlaf.

Es braucht Mut!

Wenn die gedrückte Stimmung anhält, sollte man sich nicht scheuen, Hilfe zu suchen. Dazu gehört Mut, aber den braucht es unbedingt, wenn sich etwas ändern soll! Ein erster Schritt ist der Besuch beim Hausarzt. Hier kann geklärt werden, ob und welche Art von Depression vorliegt. Es kann sein, dass man dann sehr schnell die Überweisung zu einem Facharzt bekommt. Wichtig ist, dass man in dem Gespräch das Gefühl hat, dass das Gegenüber die Situation wirklich erfasst.

Dabei kann sich auch herausstellen, dass die Depression Teil eines grösseren Problemfeldes ist: die Unfähigkeit sich selbst anzunehmen, der funktionale Umgang mit sich selbst, unbewältigte Schuld, Verletzungen und Enttäuschungen, aber auch Süchte aller Art. Wo sich dies zeigt, braucht es die Bereitschaft, sich den damit verbundene inneren Fragen, Gedanken und Gefühlen zu stellen.

Dafür kam Jesus

Menschen mit Depressionen können oftmals gar nicht richtig ausdrücken, wie sie sich fühlen und wie einsam sie sind. Zu ihnen sagt Jesus etwas, das der Evangelist Matthäus aufgezeichnet hat:«Die Gesunden brauchen keinen Arzt, sondern die Kranken. Begreift doch endlich, was Gott meint, wenn er sagt: 'Nicht auf eure Opfer oder Gaben kommt es mir an....'» (Die Bibel, Matthäus, Kapitel 9, Verse 12-13). Es ist etwas Unglaubliches, wenn wir erleben, dass Jesus in unsere Dunkelheit und Krankheit kommt und uns berührt, wie nur er es kann.

Link zum Thema: Mehr über Jesus erfahren


Autor: Norbert Abt
Quelle: Jesus.ch

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