In Libyen ist eine regelrechte Christenverfolgung im Gang. Wie in Kairo die koptische Wochenzeitung «Watani» am Sonntag berichtet, gibt es unter den in Libyen Ende Februar festgenommenen Christen 102 Kopten.
Ägyptens islamistischer Machthaber, Präsident Muhammad Mursi, hat am Wochenende die von ihm ab Ende April in mehreren Etappen angesetzten Parlamentswahlen weiter nach vorn gezogen. Die Opposition ruft zum Boykott der Wahlen auf.
Tunesien als Mutter des Arabischen Frühlings darf nicht zu einer schlimmeren Diktatur verkommen, als es die Herrschaft des gestürzten und verjagten Machthabers Ben Ali gewesen war. Das fordern Menschen in Tunesien unüberhörbar.
Ägypten wird von neuen Unruhen erschüttert. Mitten in der Unsicherheit über den weiteren Weg Ägyptens besinnt sich ein christlicher Islamgelehrter auf die Missionsaufgabe an den Muslimen.
Um Ägypten ist es oberflächlich ruhig geworden. Die neue, islamkonforme Verfassung ist in Kraft getreten und ihre Gegner gönnen sich jetzt eine Ruhepause nach dem vergeblichen Kampf gegen dieses Grundgesetz der Muslimbrüder.
In Saudiarabien regt sich Widerspruch zur absoluten Monarchie und Menschenrechts-Defiziten. Dahinter steckt besonders Prinz Talal, Sohn einer christlichen Mutter.
Ein Anschlag auf koptische Christen am Neujahr macht auf die schwierige Lage der christlichen Minderheit in Libyen aufmerksam. Sie blicken auf eine lange Geschichte der Bewährung zurück.
Die Abstimmung über eine gottesstaatliche Verfassung von Ägyptens Muslimbrüdern und Salafisten hat gleich im ersten Durchgang vom Samstag ein klares Ja ergeben.
In Ägypten steht es auf des Messers Schneide, ob etwas vom «Arabischen Frühling» zu retten ist. Sogar ein Bürgerkrieg kann nicht ausgeschlossen werden.
Ägyptens Präsident Mursi hat den neuen koptischen Patriarchen Tawadros II. am Wochenende zu sich bestellt, nachdem er der Amtseinführung in der Kairoer Markus-Kathedrale ferngeblieben war.