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Wieder fliegen Blocks und Brücken

Rache mit ein paar tausend PS

Erneut findet eine 210-Millionen-Dollar-Materialschlacht den Weg ins Kino: In «Transformers 4» hauen sich Roboter und Menschen die Infrastruktur ganzer Städte um die Ohren. Das Grundmotiv der finsteren Maschinen ist die Rache. Dies erinnert an einen Teil der Bibel: Die Rachepsalmen. David schrieb in vielen Liedern über seinen Wunsch nach Rache. Doch als sich die Gelegenheit bot, sich an seinem erbittertsten Feind zu rächen, liess er Gnade walten.

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Szene aus dem Film «Transformers: Age of Extinction»
Im Kino hat es die Menschheit nicht einfach: Zum vierten Mal tragen zwei verfeindete Robotergruppen ihre Schlacht auf der Erde aus, insbesondere zum Nachteil Hong Kongs. Es handelt sich um Autos oder Flugzeuge, die ihre Form in Roboter wandeln können.

Sie wollen Rache

Auf der einen Seite stehen die finsteren Maschinen, die «Decepticons», die gegen die eigentlich friedlichen «Autobots» kämpfen. Grundlegend wollen die «Decepticons» die Menschen vernichten und über die guten Roboter, die «Autobots» herrschen. Geleitet werden die «Decepticons» von einem epochalen Rachedurst, schliesslich haben sie schon die vorangegangenen Materialschlachten verloren. Stets auf der Jagd nach ihren Feinden, demontieren die agilen Blechbüchsen was ihnen in den Weg kommt.

Rache in der Bibel

Rache - neu ist dieses Gefühl nicht. Ein bekannter Teil der Bibel ist voller Rache: die Psalme, grösstenteils geschrieben von David. Er führte seine Nation in ein goldenes Zeitalter, durchlebte aber zuvor dunkle Jahre, in denen er verfolgt wurde. Während Jahren wurde er von Saul gejagt, von dem er später den Thron erben sollte. David, ein begnadeter Musiker, verfasste damals viele Lieder, ein Teil der biblischen Psalmsprüche stammt von ihm. Und nicht wenige drehen sich um Rache. Hier ein paar Beispiele:

Psalm 109, Verse 17a und 20:
«Er liebte es, andere zu verfluchen - nun soll der Fluch ihn selber treffen! ... Ja, Herr, damit strafe alle meine Feinde, alle, die mich verleumden!»

Psalm 137, Vers 8:
«Babylon, auch dich wird man niederreissen und verwüsten! Glücklich ist, wer dir heimzahlt, was du uns angetan hast!»

Psalm 58, Verse 7 und 8:
«O Gott, schlage ihnen die Zähne ein! Brich diesen Löwen das Gebiss aus, Herr! Lass diese Mächtigen verschwinden wie Wasser, das im Boden versickert! Wenn sie ihre Waffen einsetzen wollen, schlage sie ihnen aus der Hand!»

Psalm 143, Vers 12:
«Lass meine Feinde umkommen und vernichte alle, die mich in diese ausweglose Lage gebracht haben! Ich verlasse mich ganz auf dich, denn du bist mein Herr, und ich diene dir.»

David überlässt Gott die Rache

Einmal schien es, als wäre Davids grosse Stunde der Vergeltung gekommen. Wieder verfolgte Saul ihn unerbittlich mit seinen Truppen. David hatte sich in einer Höhle versteckt. Und genau in diese Höhle kam Saul, um seine Notdurft zu verrichten. David schlich sich von hinten an. Ein Schnitt mit dem Messer, aber nicht durch die Kehle. Nein, David trennte unbemerkt einen Teil von Sauls Gewand ab. Wenig später präsentierte er diesen seinem Feind mit den Worten: «Der Herr soll Richter sein und entscheiden, wer von uns beiden im Recht ist. Er soll dich für das Unrecht bestrafen, das du mir antust. Ich aber werde dir kein Haar krümmen (1. Samuel, Kapitel 24, Vers 13).»

Dieser Verzicht auf Rache führte vorerst zu einer Versöhnung und ermöglichte es, dass Davids Charakter unbescholten blieb. Es war die Chance für einen Neuanfang, die Saul jedoch nicht genügend zu würdigen wusste.

Wie gehen wir mit Rachegelüsten um?

David hat einen Weg aufgezeigt, wie es möglich ist, mit Rachegefühlen umzugehen. Er klagte in einer ersten Phase sein ganzes Leid, seinen Hass und die Rachegelüste bei Gott. Und dann vertraute er Gott, seinem Herrn, dass dieser Saul bestrafen würde.

Die Geschichte von Saul und David kann auch uns herausfordern, die Rache Gott zu überlassen. Wie gelingt es Ihnen, Gott zu vertrauen? Glauben Sie, dass er Ihnen zu Ihrem Recht verhelfen wird, wo Sie ungerecht behandelt werden? Glauben Sie, dass er gerecht richten wird?

Zum Thema:
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Datum: 05.08.2014
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch

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Menschsein bedeutet, sich von Zeit zu Zeit auf Neues einlassen zu müssen. Für die einen ist das spannend, sie lieben das Abenteuer, das Entdecken und Auskundschaften. Für andere ist es eher anstrengend, sich auf Unbekanntes einzustellen.

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