Oscar-Preisträgerin Viola Davis

Dankbar, dass Gott auch Regie geführt hat

Aussergewöhnlich bedankte sich Viola Davis für ihren Oscar. Die Schauspielerin, die für ihre Leistung im Film «Fences» ausgezeichnet wurde, dankte Gott, dass er bei den Dreharbeiten mit am Steuer sass. Und sie bedankte sich auch für ihre Eltern.

Zoom
Viola Davis
Gehörte der Dank an Gott einst bei den Oscar-Verleihungen zum guten Ton, ist dieser heute kein Standart-Satz mehr. Damit gewinnt der Dank an Kraft, da jene, die ihn aussprechen, nicht einfach eine 08/15-Floskel daher sagen.

Mit ihrer Oscar-Dankesrede sorgte Viola Davis für Schlagzeilen. Unter anderem dankte sie August Wilson, auf den das Drehbuch zurückgeht, sowie Denzel Washington, der ebenfalls in einer Hauptrolle antrat und zudem Regie führte. Während ihrer Ansprache sagte sie zu Washington: «Danke, dass du zwei Instanzen in den Fahrersitz gestellt hast: August und Gott!»

«Danke, dass Gott euch wählte»

Darüber hinaus bedankte sie sich – wie die meisten Stars bei ihrer Rede – bei ihren Eltern Dan und Mary Alice Davis. Viola tat dies mit den Worten: «Meine Eltern: Ich bin so dankbar, dass Gott euch wählte, um mich auf die Welt zu bringen. Ihr wart die Menschen, die mich lehrten, was gut und schlecht ist, wie man fällt, wie man liebt, wie man einen Preis in den Händen hält und wie man verliert.»

Der Film geht auf ein Theaterstück des mittlerweile verstorbenen Wilson zurück. Hauptperson ist ein Troy (Denzel Washington), der einen Müllmann spielt, welcher der Rassendiskriminierung der 1950er unterworfen ist. Er fragt bei der Stadtverwaltung nach, warum Farbige keine Müll-Lkws lenken dürfen. Er wird vorgeladen, rechnet mit der Kündigung – erhält jedoch zu seiner Überraschung eine Stelle als Fahrer.

«Wir verkleideten uns als reiche Weisse»

Viola Davis wurde in der Hochphase der Diskriminierung geboren, anno 1965. Sie sei in grosser Armut aufgewachsen, berichtete sie in mehreren Interviews. Darauf bezog sie sich auch bei ihrer Rede. «Meine Schwester und ich verkleideten uns oft. Zum Beispiel als reiche, weisse Frauen, die sich zum Tee trafen.»

Der «Stern» bezeichnet den Oscar für Viola Davis als grosse Errungenschaft in der aktuellen Lage. Sie sei die erste dunkelhäutige Schauspielerin, die einen Emmy (für die Serie «How to get away with Murder»), einen Tony-Award sowie nun einen Oscar gewinnen konnte.

Zum Thema:
Den Glauben von Viola Davis entdecken
Schauspieler Pierce Brosnan: Der Glaube ist alles, was bleibt
Oscar-Gewinner McConaughey: «Wenn du Gott hast, hast du einen Freund!»
Schauspielerin Sherri Shepherd: «Glaube und Liebe können die Welt verändern»
Hollywood-Star Denzel Washington: «Ich möchte bewusst darüber sprechen, was Gott für mich getan hat»
Rocky VII: Stallones und Rockys Vermächtnis

Datum: 01.03.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Christian Post / Stern

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Diese Artikel könnten Sie interessieren

«Auferstanden» im Kino
Die christlichen Gemeinden der Stadt Schaffhausen haben zu Ostern 2017 für zwei Abende einen Kinosaal gemietet. Sie laden zum Film «Auferstanden»,...
«Elements of Rock»
Spielfreudig zeigten sich die Bands an der vierzehnten Ausgabe des «Elements of Rock», von der Hymne «In the Kingdom» der legendären Band «Whitecross...
Judas, der Fromme?
Ben Becker spielt den vielleicht grössten Verräter der Geschichte und das so erfolgreich, dass sein Stück «Ich, Judas» seit zwei Jahren die Kirchen...
Stormzy auf Debüt-Album
Der Rapper Stormzy gehört in Grossbritannien zu den bekannteren Rappern. Und er scheut sich nicht, öffentlich über seinen Glauben zu sprechen....

Anzeige

Anzeige