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„Unzählige Fehler“: Katholische Kirche gegen „Da Vinci Code“

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Der Roman setzt damit ein, dass ein US-Experte im Pariser Louvre verschlüsselte Inschriften untersuchen soll.
Von jeher war die Verlockung gross, Jesus eine erotische Beziehung anzudichten. Und wer dieses Märchen, das in der Bibel keine Stütze hat, süffig aufbereitet, kann gut verdienen.

Als letzter hat’s der US-Autor Dan Brown 2003 mit seinem Roman „The Da Vinci Code“ vorgemacht. Er wurde auch in deutscher Übersetzung als „Sakrileg“ zum Bestseller.

Beobachter wunderten sich darüber, dass der Vatikan so lange schwieg. Nun hat der einflussreiche Erzbischof von Genua, Kardinal Tarcisio Bertone, gegen das Buch Stellung bezogen.

Letzte Woche zeigte sich Bertone in Interviews besorgt darüber, dass ein Werk „mit so vielen Ungenauigkeiten und unzähligen Fehlern“ solchen Anklang gefunden habe. Bertone, früher in der Römer Glaubenskongregation tätig, riet vom Lesen des Buches ab.

Der Roman, der in 44 Sprachen bereits rund 25 Millionen Mal verkauft wurde, schildert Jesus als mit Maria Magdalena verheirateten Mann und Vater eines Kindes. Die katholische Kirche kommt vor als Institution, die dies mit allen Mitteln – auch mit Mord – zu vertuschen sucht. Der Leiter des „Opus Dei“, Bischof Javier Echevarría, hat Brown aufgefordert, seine Darstellung des Ordens zu berichtigen.

Dan Brown erklärt auf seiner Webseite, die Handlung des Romans und seine Personen seien erfunden, doch die darin geschilderten Kunstwerke, Gebäude, Dokumente und geheimen Rituale gebe es tatsächlich. Sie würden von fiktiven Personen gedeutet und diskutiert.

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Dan Brown
Der Leser, schreibt Brown, müsse sich eine eigene Meinung bilden. Den Roman habe er geschrieben, um zur Auseinandersetzung über Religion und Glauben anzuregen.

Dan Brown bezeichnet sich als Christ und als „student of many religions“. In den Religionen gehe es darum, „die grossen Geheimnisse des Lebens zu entschlüsseln“. Je mehr er studiere, desto mehr Fragen habe er. Sein Schreiben sei ein Ausdruck davon. Vom Welterfolg des Buchs sei er selbst höchst überrascht.

Quelle: Livenet/NZZ am Sonntag

Datum: 24.03.2005
Autor: Peter Schmid

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