Die Reformierten und Dan Browns Maria Magdalena

44 Prozent der reformierten Erwachsenen der Deutschschweiz haben innerhalb des letzten Jahres die Bibel aufgeschlagen, 19 Prozent haben dies letzte Woche getan. 41 Prozent der Reformierten halten auf die entsprechende (Fang-)Frage Maria Magdalena für die Frau Jesu. Nur 32 Prozent meinen, dem biblischen Bild entsprechend, Jesus habe keine Frau gehabt.

Die Umfrage des Forschungsinstituts gfs-zürich über die Bibelfestigkeit der Bevölkerung umfasste 1016 Erwachsene in der Deutschschweiz; sie wurden im Auftrag der Reformierten Presse (aus Anlass der Einführung der Zürcher Bibel 2007) im April zu ihrem Bibelkonsum und zu ihrem Wissen über Inhalte aus der Bibel befragt.

Zwei von drei wissen nicht, wann sie die Bibel letztmals lasen

Auf die Frage "Wann haben Sie die Bibel das letzte Mal aufgeschlagen?" konnten sich 63 von 100 nicht erinnern. 37 Prozent aller Befragten an, innerhalb des letzten Jahres die Bibel aufgeschlagen zu haben. Würde man diejenigen Befragten anderer Religionen und die Konfessionslosen abziehen, wären es sogar 40 %, die im Verlauf eines Jahres die Bibel aufgeschlagen haben. Dabei erwiesen sich die Reformierten als fleissigere Bibelleser: Nur 36 % der Katholiken, aber 44 % der Reformierten haben innerhalb eines Jahres die Bibel aufgeschlagen. Gesamthaft lasen 19 % der Reformierten letzte Woche in der Bibel, 10 % letzten Monat und 15 % letztes Jahr.

Da Vinci Code wirkt nach

Bei der Frage, welche Frau Jesus hatte, nannten 37 Prozent Maria Magdalena, nur 35 Prozent antworteten den biblischen Berichten entsprechend: "keine". Weitere 35 % konnten sich für keine Antwort entscheiden. Nur 32 Prozent der Reformierten gaben an, dass Jesus keine Frau hatte, 41 Prozent tippten Dan-Brown-konform auf Maria Magdalena (und 45 Prozent der Kaderleute!).

Wo steht der Satz "Am Anfang war das Wort"? Drei von vier Befragten wussten darauf keine Antwort. Bloss jeder Zwölfte nannte das Johannesevangelium. Hingegen wussten 69 %, dass Judas Jesus verraten hat (was auch mit dem Medienrummel um das so genannte Judas-Evangelium zusammenhängen dürfte).

Frauen vorn

Die Landbevölkerung nimmt die Bibel regelmässiger zur Hand als die von Stadt und Agglomeration. Die Frauen unter den Befragten haben die Bibel im Lauf des vergangenen Jahres viel häufiger aufgeschlagen als die Männer (44 zu 29 %), die Menschen im Pensionsalter mehr als die 40- bis 64-Jährigen und viel mehr als die 18- bis 39-Jährigen (47 zu 41 zu 28 %).

Quelle: Livenet / RNA

Datum: 26.06.2007

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