Mit Vertrauen im Lot

Der richtige Schwung im Leben

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Als Kind liebte ich Spiele wie zum Beispiel die Wippe. Dieses Spiel funktioniert nur mit einem Gegenüber und wenn die Gewichte ungefähr ausgeglichen sind. Ist das im Leben nicht auch so? Hockt man nicht ab und zu da und versucht, in Bewegung zu kommen – ohne Erfolg?

Ich kenne Menschen, die wie ohne ein Gegenüber auf der Wippe sitzen. Sie mühen sich ab, Bewegung in ihr Leben zu bringen, aus eigener Kraft. «Tja, du musst nur richtig wollen, dann geht’s!», versuchen es einige mit Hilfe positiven Denkens. Positive Gedanken sind eine gute Sache, doch reichen sie aus?

Wie ist es denn mit dem Gegengewicht – auf der Wippe und im Leben? Ich bin damals nicht mit allen Kindern auf die Wippe gestiegen. Zu oft habe ich gesehen, wie ein stärkerer Junge versuchte, frühzeitig abzuspringen. Dann knallte man unsanft auf den Boden! Vertrauen war die Grundbedingung für ein vergnügliches Spiel. Von Menschen werden wir immer wieder enttäuscht.

Gott enttäuscht nie

Bei Gott ist das anders. Er enttäuscht nie. Er kennt uns und liebt uns bedingungslos – unabhängig von Fähigkeiten, Schwächen oder Beziehungsnöten. Gott will uns ein Gegenüber sein. Er allein verdient auch unser uneingeschränktes Vertrauen. Wie komme ich nun zu ihm als diesem Gegenüber? Hat Gott mich vielleicht schon gesucht und will sich finden lassen? «Was meint ihr: Wenn ein Mann hundert Schafe hat und eins läuft ihm davon; was wird er tun? Lässt er nicht die neunundneunzig zurück, um das verirrte Schaf zu suchen?», steht in der Bibel in Matthäus 18,12. Das ist Liebe, die jedes Mass übersteigt. Gott sucht mich zuerst. In seinem Sohn will er mir und Ihnen ganz persönlich begegnen. Doch wie nehmen wir ihn wahr?

Nicht ohne Grund steht in der Bibel, dass wir wie Kinder vertrauensvoll zu Gott kommen sollen. Dann kann Gott einfach und verständlich zu uns sprechen. Zum Beispiel, indem er an der Wippe fragt: «Was mühst du dich alleine ab? Darf ich dir helfen?» Er setzt nicht irgendwelche theologischen Fähigkeiten voraus. Nein, er will mit uns in unserem Alltag in Kontakt treten. Und täglich will er das Gegenüber sein, das uns in Schwung hält.

Im Lot

Schauen wir die Wippe etwas genauer an: In ihrer Mitte befindet sich ein sehr wichtiges, geöltes Scharnier, das die Grundfunktion sicherstellt und beide Seiten ausbalanciert. Dieses Scharnier ist für mich ein Symbol für das Kreuz, an dem Jesus für meine Sünden starb. Das ist die Grundvoraussetzung in meinem Leben, denn was wäre ich ohne die Gnade Gottes? Dadurch können die Gewichte in meinem Leben ins Lot kommen.

Grosses wagen

Mit Jesus Christus in meinem Leben kann ich Grosses wagen, weil Gott alles in der Hand hält und alles ausbalancieren kann. Seine Liebe gibt mir allerdings nicht immer einen Lustgewinn, denn aus Liebe lässt er mich auch mal eine Zeit lang unten oder oben sitzen – vor allem dann, wenn er mich wieder einmal stoppen muss. Diese «Aushaltzeiten» werden von mir nicht unbedingt geliebt. Erst nachträglich erkenne ich möglicherweise ihren Sinn und ziehe daraus wertvolle Einsichten.

Denn als «Gegengewicht» in unserem Leben will Gott uns nicht bremsen, sondern uns helfen, unserer Bestimmung zu leben. Ich möchte Gott in meinem Leben als Gegenüber haben und mit ihm alle «Wippenzeiten» bewusst erleben. «Wer mich findet, der findet das Leben», lesen wir in der Bibel. Gibt es etwas Besseres, als das wirkliche Leben zu finden – Leben bis in Ewigkeit?


Autor: Elisabeth Schirmer
Quelle: Reflexionen

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Mi., 5.11.2014, 19.30 – 22.00 Uhr in Zürich (ZOE)
Mi., 6.11.2014, 19.30 – 22.00 Uhr in Bern (EGW)
15. Nov. um 19:30 Uhr in Winterthur
14.- 15.November 2014 in der EXPO Thun