Astro-Pleiten

Zoom
Astrologie: Mehr Schein als Sein
Bereits orakelt Elisabeth Teissier erneut über zukünftige Katastrophen. Gleich wie ihre Zunft, die einen ruhigen September 2001 voraussagten. Den 11. September hat die Star-Astrologin Elisabeth Teissier aber nicht vorausgesehen – auch sonst niemand aus ihrer Zunft. Trotzdem darf Teissier in der schweizerischen Zeitschrift „Glückspost“ auch anno 2002 weiter orakeln, spricht von Dingen die «zu befürchten», «nicht auszuschliessen» und «möglich» sind. Immerhin, für einmal behauptete die prominente Astrologin betreffend dem 11. September nicht, diese Ereignisse vorausgesehen zu haben. Bei anderen Gelegenheiten pflegte sie dies jeweils nachträglich zu tun: den Golfkrieg oder den Swissair-Absturz, so auch. die schwere Umweltkatastrophe im Wallis: Eine Woche davor sprach Teissier von einer möglichen «Katastrophe mit Wasser». Bei einer solchen offenen Aussage hätte man auch eine Überflutung in Bangladesch oder der Untergang eines Schiffes als erfüllte Voraussage gewertet werden können.

In den gleichen Vorhersagen sind meist weitere Andeutungen im Stile von: «kriegerische Auseinandersetzungen im Nahen Osten sind möglich», «Terrorakte sind nicht auszuschliessen», «die Kriminalitätsrate könnte ansteigen» oder «Unfälle in der Luftfahrt könnten passieren».

Wie in den Jahren davor, langen die Hellseher auch im Jahr 2001 daneben. Zwei der bewegendsten Ereignisse – den 11. September mit anschliessendem Anti-Terrorkrieg in Afghanistan – sah keiner voraus. Gemäss der Zeitschrift «Ethos» prophezeite ein amerikanischer Wahrsager ein schweres Erdbeben am 7. September in Rumänien, die Anschläge vier Tage später in New-York hingegen nicht.

Auch andere Vorhersagen taugten wenig: «Vor(aus)gesehen» waren ein grosses Erdbeben in der Türkei, positive Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und sinkende Arbeitslosenzahlen. Sabine Christiansen wurde eine glückliche Zeit mit Theo Baltz prognostiziert und der September 2001 sollte weltweit ein ruhiger Monat werden. Nun denn, das Paar trennte sich und die Twin Towers stürzten ein. Wie in den Jahren davor, jagte eine Fehlprognose die andere.

Dessen ungeachtet, orakelt Starastrologin Elisabeth Teissier weiter und spricht – vage wie immer – in der «Glückspost» über weitere Katastrophen «die nicht auszuschliessen» sind. Bedrohlich wird es erst jetzt: Denn Teissier sprach ab dem 10. Juli von einer ruhigen Zeit... Die Anschläge in Jerusalem lassen grüssen.

Datum: 08.08.2002
Quelle: Jesus.ch

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Indische Kinder bekommen Chance
Anton Cruz sammelt in Indien Müllkinder zusammen und baut mit ihnen neue Gemeinden.
Kultur
Der Karikaturist Alain Auderset aus St. Imier BE stellt in Bern christliche Feiertage dar. Das führt zum Dialog mit interessierten Passanten.
Europäische Täuferkonferenz
Wer tritt in Konflikten zwischen die Parteien und hebt Ausgrenzung auf? Mennoniten setzen auf Gewaltlosigkeit und dass der Andere seine Geschichte...
Spannungsfeld Schule
«In der Schule darf man ja immer weniger von seinem Glauben reden» oder «Die Schule wird ja immer säkularer» höre ich oft. Ich frage dann: Soll das...

Anzeige

Anzeige

VERANSTALTUNGEN

27. Mai, 19.30Uhr in Suhr
lebe deine Berufung – mach einen Unterschied in dieser Welt!
17. Juni 2012, 10 Uhr in Bad-Zurzach